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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Institut für Klassische Philologie, HU Berlin

Didaktik der Alten Sprachen

Die Didaktik der Sprachen Latein und Griechisch ist eine noch relativ junge Disziplin; ihr Forschungsgegenstand ist der Unterricht in diesen Fächern im gesamten Schul- und Bildungswesen, und zwar in Vergangenheit und Gegenwart. Ihre Haupt­aufgabe besteht darin, den altprachlichen Unterricht im Interesse der Lernenden wissenschaftlich zu begrün­den und auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse zu verbessern. Dazu gehört auch, Perspektiven und Konzepte für die künftige Unterichtsentwicklung zu erarbeiten. Da sich die Fachdidaktik im Spannungsfeld von Fachwissenschaft, Gesellschaft und Schule bewegt, ist sie essentiell auf die Verbindung zu anderen Disziplinen angewiesen: Die altsprachliche Fachdidaktik ist in ihren Bezugswissenschaften, der Latinistik und Gräzistik, fest verwurzelt und verbindet diese beiden Disziplinen mit der Schulpraxis, benötigt aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Fachdidaktiken und Fachdisziplinen, der Erziehungswissenschaft, den Schulen, den Fach­verbänden der Lehrerschaft und der Bildungsverwaltung.

Diese Kooperation wird bei uns groß geschrieben: Neben der intensiv gepflegten Zusammenarbeit mit Berliner Schulen gehört hierzu die Mitgliedschaft im Interdisziplinären Zentrum für Bildungsforschung der Humboldt Universität sowie die interdisziplinären Forschungsprojekte

  • ELiK (Englisch- und Lateinunterricht in Kooperation) mit der Anglistik der Universität Bremen (Prof. Dr. Sabine Doff),
  • Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache lernen Latein – Modellierung und Diagnose spezifischer Kompetenzen des Lateinunterrichts zur Förderung des Zweitspracherwerbs in Zusammenarbeit mit der Ernst-Abbe-Gymnasium Berlin-Neukölln (Partnerschule der Humboldt-Universität) und Dr. Heike Schaumburg (Institut für Erziehungswissenschaften) und
  • MigraMENTOR - Berlin sucht Lehrer und Lehrerinnen mit Einwanderungsgeschichte in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin, der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie der ZEIT und Hertie-Stiftung.

Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Geschichte des altsprachlichen Unterrichts und der Klassischen Philologie; Geschichte und Theorie der humanistischen Bildung, allgemeine Weiterentwicklung der Lehrerbildung Literaturdidaktik, Lehrplan- und Lehrbuchentwicklung, Kinder- und Jugendliteratur zur Antike, Kinder-Universität und die Humboldt-Schülergesellschaft für die Alterumswissenschaften.

Von zentraler Bedeutung ist jedoch nicht nur die Forschung, sondern vor allem die Lehre. Das fachdidaktische Studium erfüllt eine grundlegende Aufgabe in der Lehrerbildung: Die Studierenden werden theoretisch und praktisch in ihr späteres Berufsfeld eingeführt, indem sie mit zentralen didaktischen und methodischen Fragestellungen des Unterrichts vertraut gemacht werden und systematisch die Grundlagen der Un­terrichtsanalyse und -planung kennenlernen. Bei der unmittelbaren Praxisbegegnung im Un­terrichtspraktikum hat der Fachdidaktiker (in enger Zusammenarbeit mit den Mentoren an den Praktikumsschulen) die wichtige Aufgabe, die Studierenden in diesem für sie besonders wichtigen Studienabschnitt beratend zu begleiten, bei der Berufswahl zu unterstützen und sie ggf. auch vor folgenschweren Fehlentscheidungen zu bewahren. Die regelmäßige inhaltliche Abstimmung mit den Mentoren und Fachsemina­ren stellt die Praxisorientierung und die inhaltliche Anbindung des fachdidaktischen Studien­gangs an die zweite Phase der Lehrerbildung, das Referendariat, sicher. Die Studierenden erhalten die Gelegenheit sich im Rahmen von Lehrveranstaltungen und Abschlussarbeiten sich aktiv an Forschungsprojekten zu beteiligen.

Die Lehrveranstaltungen werden in Kooperation mit der Freien Universität koordiniert und angeboten.