Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Institut für Klassische Philologie, HU Berlin

Projekte Lehrstuhl Didaktik Latein und Griechisch

StD Dr. Hans-Joachim Häger

Didaktik der Sicherung für den schulischen Lateinunterricht

Ergebnisdokumentation ist noch keine Ergebnissicherung: Intelligent und verstehensorientiert gestaltete Sicherungsphasen im Lateinunterricht als Ausdruck professioneller Unterrichtsplanung und Lehrpraxis – eine Didaktik der Sicherung auf Grundlage einer qualitativen Forschungsstudie zu den didaktisch-methodischen Herausforderungen und Perspektiven einer nachhaltigen Ergebnissicherung mit konkreten Handlungsempfehlungen für den schulischen Lateinunterricht.

Lesen Sie mehr zum Habilitationsprojekt

 

Dr. Marcel Humar

Kommunikationstheorie und literarische Kompetenz im altsprachlichen Lektüreunterricht. Theorien, Modelle, Beispielanalysen

Wie gelangen Schüler und Schülerinnen zu einem vertieften Verständnis hinsichtlich eines literarischen Textes, seiner Sprache, seiner Struktur, seiner Eigenheit und letztendlich auch seiner Wirkung? Wie lässt sich verhindern, dass Analysen und Interpretationen von Texten im altsprachlichen Unterricht aufgrund fehlender Reflexion oder theoretischer Fundierung beliebig anmuten? Und wie kann die Lehrkraft den analysierenden Umgang mit Literatur methodisch wie didaktisch reflektiert anleiten?

Meine Arbeit entwickelt einen neuartigen Zugang zu diesen Fragen, indem Literatur konsequent aus der Perspektive eines grundlegenden menschlichen Phänomens betrachtet wird: Kommunikation.
Ausgangspunkt ist die Einsicht, dass literarische Texte wesentlich durch kommunikative Prozesse strukturiert sind. Figuren sprechen miteinander, verschweigen Informationen, verfolgen Absichten, erzeugen Missverständnisse oder gestalten Beziehungen durch sprachliches Handeln. Gerade diese Prozesse eröffnen einen produktiven Zugang zur Analyse literarischer Texte im altsprachlichen Unterricht. Die Arbeit will dabei aufzeigen, wie sich literarisches Verstehen systematisch auf die Analyse solcher Kommunikationsstrukturen gründen lässt und wie daraus fundierte Interpretationen entwickelt werden können, die zusätzlich auch Gattungsfragen sowie rezeptionsästhetische Fragen berücksichtigen.

Im Zentrum steht neben ausführlichen Analysen ausgewählter Szenen der griechischen und lateinischen Literatur ein eigenständiges, kommunikationstheoretisch fundiertes Modell zur Interpretation literarischer Texte im Unterricht.

Damit verbindet die Studie literaturdidaktische Modellbildung mit grundlegenden Fragen der Analyse wie Interpretation und der literarischen Kompetenzentwicklung.

 

Weitere Projekte und Arbeitsfelder finden Sie unter dem Webangebot der Didaktik Latein und Griechisch