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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Institut für Klassische Philologie, HU Berlin

Historische Erzählungen und Romane

zusammengestellt vom Lehr- und Forschungsbereich Didaktik der Alten Sprachen (Latein/Griechisch)
an der Freien Universität Berlin (Prof. Andreas Fritsch, Dr. Stefan Kipf)
unter Mitarbeit von Markus Mollitor, Johanna Salsa, Frauke Meiners und Antonia Wenzel.

Allfrey, Katherine: Sie kamen nach Delos. Roman für junge Mädchen. Würzburg: Arena 1980.

"Zum Inhalt: Dies ist die Geschichte zweier Mädchen, die aus einem fernen Land zur Insel Delos kommen. Dort wied ihnen viel Anerkennung und Ehre zuteil, aber sie sind Gefangene der Insel, Dienerinnen des Gottes Apoll. Strengste Bräuche bestimmen von nun an ihr Leben. Wird es für sie keinen anderen Weg mehr geben?...Zwei Mädchen werden von einem Volk der Bernsteinküste ausgesandt, um Weihegaben zur Insel Delos zu bringen. Sie reisen im Schutz von fünf Begleitern und gelangen ungefährdet an ihr Ziel - dort müssen sie erfahren, daß es für sie keine Heimkehr mehr geben wird. Sie selbst, eröffnet ihnen der oberste Priester Apollons, seien für den Gott bestimmt. Ihre Begleiter müssen Delos verlassen, damit sind sie gänzlich von den ihrigen abgeschnitten und stehen allein in einer völlig fremden Welt. Die Mädchen beugen sich, fügen sich, jedoch der innere Widerstand bleibt lebendig. Viel Ehre wird ihnen erwiesen, aber sie wissen nur zu gut: sie sind die Gefangenen der Heiligen Insel, die Zöglinge strengster Bräuche. Schließlich führt sie ein längst nicht mehr erhofftes Ereignis auseinander - beide haben ihren Weg gefunden. Kathrine Allfrey hat hier einen neuen Roman für Mädchen geschrieben, voller Poesie, Anmut und Spannung. Eine faszinierende Erzählung aus der griechischen Mythologie." (Umschlagtext)

Allfrey, Katherine: Taube unter Falken. Ein Mädchen auf der Suche nach seiner Bestimmung. Würzburg: Arena (TB 1335), 3. Aufl. 1984.


"Die bekannte Jugendbuchpreisträgerin Katherine Allfrey schildert die Geschichte der 13jährigen Griechin Evadne, die von Seeräubern entführt wird und ins Land der Amazonen kommt. Dort lebt sie mit ihnen, lernt reiten, Speerwerfen und mit der Axt zu kämpfen. Ihre Freundin Thoössa ist immer an ihrer Seite. Doch der Gedanke an die Heimkehr verläßt Evadne nie. Als sie der Königin sagt, daß sie niemals eine richtige Amazone sein kann, weil sie deren unmenschliche Gesetze grausam findet, wird sie verstoßen. Evadne gelingt die Flucht in die Berge. Sie trägt ein Findelkind bei sich, dem sie ihre ganze Liebe und Fürsorge zuwendet. Nach vieler Mühsal und Gefahr kehrt sie endlich zu ihren Eltern zurück." Umschlagtext
"Eine Abenteuergeschichte ungewöhnlicher Art, voll Spannung bis zur letzten Seite." Rheinische Post
"In dieser spannenden Erzählung aus der griechischen Mythologie wird die Entführung und die abenteuerliche Rückkehr einer jungen Griechin geschildert. Die Autorin, eine vorzügliche Kennerin der griechischen Mythologie, versteht es in dieser fesselnd geschriebenen Erzählung, jungen Leserinnen unserer Tage auf dem Hintergrund dieser antiken Welt das Schicksal der jungen Griechin lebensvoll und echt als ihre eigene Bestimmung deutlich werden zu lassen." (Arbeitskreis "Jugend und Buch")

Allfrey, Katherine: Die Trojanerin. Stuttgart/Wien: Thienemann 1990


"Der lange Trojanische Krieg ist endlich beendet, aber um welchen Preis! Theano, jungverheiratet, hat den Tod ihres Mannes miterlebt und befindet sich nun in der Hand der Sieger. Sie fällt als Kriegsbeute dem Heerführer Mekisteus zu und wird als seine Sklavin nach einer langen Überfahrt an der Westküste Griechenlands gebracht. Auf dem Landgut ihres neuen Herrn fühlt sie sich sehr einsam, doch als ihr Sohn Aktis geboren wird, schöpft Theano neue Hoffnung. Ihn wird sie als Trojaner erziehen und sich mit seiner Hilfe an den Zerstörern Trojas rächen. Theanos Plan ist gefährlich - und es ist fraglich, ob er gelingen wird. Ein spannender historischer Roman für junge Leser ab 13 Jahren." (Umschlagtext)

Andres, Stefan: Die Versuchung des Synesios. Berlin (DDR): Union Verlag 1980.

Archäologie. Die Entdeckung der Geschichte. Reihe: So war´s früher. Frankfurt am Main: Brönner Kinderbuch Verlag 1974

Augsburg, Wolfgang: Aemilius Varro - Kommissar in Colonia. Kriminalistische Szenen aus dem römischen Köln. Köln: Bachem 1983.

Back, Claus: Der Weg nach Rom. Ein Winckelmann-Roman. Berlin: Buchverlag Der Morgen 1970.


"Als der junge Winckelmann, der Schusterssohn aus Stendal, während der trockenen Lateinstunde Bücher liest, die die Sehnsucht mach der Ferne und der geheimnisumwitterten Welt der Antike in ihm wecken, ahnt keiner, daß die Wirklichkeit seine kühnsten Träume übertreffen wird: Er kann nach Italien reisen, die Auferstehung Pompejis und Herculaneums miterleben, römische Kardinäle werden ihn zu ihrem Vertrauten machen, und seine Gedanken von der "edlen Einfalt und stillen Größe" der antiken Kunst werden bahnbrechend für die deutsche Klassik sein. Doch dahin führt erst ein schwerer Weg. Studium in Halle, Arbeit als Hauslehrer und als gräflicher Bibliothekar, Glaubenswechsel sind seine kofliktreichen Stationen, und auf seinem Höhepunkt endet dieses bewegte Leben plötzlich durch einen geheimnisvollen Mord. Der spannende historische Roman gibt einen guten Einblick in die kulturgeschichtliche Situation des 18. Jahrhunderts in Deutschland und Italien." (Umschlagtext)

Baumann, Hans: Alexander. Drama. Leipzig: Eugen Diederich Verlag Jena 1941.

Baumann, Hans: Ich zog mit Hannibal. München: dtv junior 7048. 1972.


"Vor mehr als 2000 Jahren hat Hannibal mit einem gewaltigen Söldnerheer die Alpen überschritten. Er will Rom erobern und vernichten. Hannibals größter Trumpf sind 39 Elefanten, die den Römern Furcht und Schrecken einjagen. Auf einem dieser Elefanten, auf Suru, reitet ein junger Treiber. Aus seiner Sicht erleben wir das packende, abenteuerliche Drama dieses Feldzugs und das Schicksal des Feldherrn Hannibal zwischen Triumph und Niederlage. Die geschichtliche Tragödie aber wird überstrahlt von der naiven Freundschaft, die der junge Treiber zu seinem Elefanten Suru hegt." (Umschlagtext)

Baumann, Hans: Flügel für Ikaros. München: dtv junior 7482. 1978.


"Am antiken Stoff der Ikaros-Sage schildert der Autor eine Zeit des Umbruchs und beschreibt den Generationskonflikt zwischen Vater und Sohn, der damit heraufbeschworen wird - eine Problematik, die auch für die Gegenwart gilt. Daedalos, der Vater, Erfinder und Technokrat, macht mit seinen Erfindungen die Mächtigen der Welt von sich abhängig. Ikaros, der Sohn, bezieht seine Lebenskraft aus dem Mythos. Aus gegensätzlichen Motiven geraten beide jedoch in die gleiche Gefahr."

Baumann, Hans: Der große Alexanderzug. München: Ehrenwirth 1967; als TB bei dtv junior 7275, 6. Aufl. 1987.


"Nur 33 Lebensjahre standen Alexander dem Großen zur Verfügung. Vierzehn Jahre war er König; in dieser Zeit eroberte er die halbe Welt. Ein "Tagläufer", der die Schritte der vorwärtsstürmenden Kolonnen zählen muß und damit die zurückgelegten Strecken mißt, berichtet vom Leben Alexanders des Großen. Er trägt keine Waffen und nimmt an keiner Schlacht teil. Er hat Muße, seinen Herrn zu beobachten und sammelt Geschichten, die Freunde, Soldaten, Bänkelsänger, Mazedonen, Perser und Inder über den großen Heerführer erzählen. So wird es ihm möglich, die wichtigsten Lebensstationen seines Herrn zu schildern." (Umschlagtext)

Benítez, J. J.: Operation Jesus. Der Augenzeugenbericht eines Zeitreisenden von den letzten elf Tagen des Jesus von Nazareth. Berlin, u.a.: Scherz Verlag 1993.


"An einem frühen Nachmittag des Jahres 30 unserer Zeitrechnung werden auf einem Hügel außerhalb Jerusalems drei Männer gekreuzigt. Über die schaurige Szene fegt ein Sandsturm. Schaulustige drängen sich, unter ihnen ein merkwürdiger Fremder. Das ist US-Major Jason. Ein Raum-Zeit-Modell der NASA hat ihn in dieser Epoche abgesetzt. Seit 11 Tagen begleitet er einen der Delinquenten - von dessen Auftauchen in der Stadt bis zu seiner gerade stattfindenden Exekution. Dieser Jesus von Nazareth, verurteilter Aufwiegler, fasziniert Jason. Mittels seiner vielfältigen Möglichkeiten elektronischer Datenübermittelung hält Jason lückenlos fest, was in diesen Tagen tatsächlich geschehen ist.   Jason kannte die Ereignisse in groben Zügen. Um so mehr staunt er über das, was er live beobachtet: der Verrat durch Judas - eine historische Fehlinformation; die Verhaftung - eine Rechtsbeugung; der Prozeß - eine Farce, bei der die Ankläger den römischen Ankläger manipulieren; das Urteil - ein Justizurtum; die Folterung - eine grauenvolle Tortur, die gegen die Menschenrechte verstößt. Bis hin zu den psychischen und medizinischen Befunden über den jeweiligen Zustand des Opfers zeichnet Jason alles elektronisch auf ...
Aus diesen Berichten und Aufzeichnungen dieses Augenzeugen hat Benítez - abgesichert durch heute verfügbares Wissen - einen wahrhaft aufregenden Roman geschrieben, eine legitime Mischung aus wissenschaftlicher Recherche und dramatischer Erzählung. Entstanden ist ein Abbild der letzten Tage des Jesus von Nazareth, wie wir es packender bisher nicht lesen konnten. Und mit dem Kunstgriff der Zeitreise eines Menschen von heute an den Beginn unserer Zeitrechnung ist eine Perspektive aufgetan, aus der wir einen völlig neuen Blick auf den Menschensohn und sein irdisches Ende werfen können." (Umschlagtext)

Benrath, Henry: Die Kaiserin Galla Placidia. Stuttgart, Berlin: Deut-sche Verlags-An-stalt 1937.


"Die Kaiserin Galla Placidia [392-450], eine der großartigsten Frauengestalten der abendländischen Geschichte, kann nur von einem 'Letzten' her gedeutet werden: von dem Wunder ihres Grabmales, das sie sich zwischen 445 und 450 errichten ließ. Die niemals mit irdischen Worten zu schildernde Schönheit dieses Heiligtums von Ravenna hat den Dichter des vorliegenden Werkes veranlaßt, dem Leben der letzten großen Römerin und gleichzeitig ersten Vorausahnerin nachzugehen, welche sich liebend in gotisches - also deutsches - Wesen einzufühlen vermochte und um die Nähe einer Zeitenwende wußte, deren Zeichen nur von ganz wenigen, aufgelichteten Geistern schon verstanden wurden. ... Man muß den Geschichtsschreibern aller Zeiten, welche irgendeinen Beitrag zur Erhellung des fünften christlichen Jahrhunderts geliefert haben, dankbar sein: kann sich aber andrerseits - je sorgfältiger man ihre Aufzeichnungen oder Darstellungen liest - nicht der Erkenntnis entziehen, daß die geistig-seelische (psychologische) Erschließung geschichtlicher Erscheinungen eine Sache des Dichters und nicht des aufzeichnenden Berichterstatters ist." (Aus dem Vorwort des Verfassers.)

Bergner, Karlhermann: Aus fernen Zeiten. Tolmai - Seine Erlebnisse beim Heer des Prokonsuls J. Caesar in Gallien. Paderborn: Schoeningh 1958.


"Hinter einem Schleier von Posten und Sicherungspatrouillen schläft das römische Lager am Rhone-Ufer. Es ist ein unruhiger Schlaf, denn die auf Wanderung befindlichen Helvetier wollen sich mit Gewalt den Durchmarsch durch die römische Provinz erzwingen - und alle, bis hinab zum kleinsten Legionär und Soldatenjungen, wissen, daß die Ruhe der Nacht trügerisch ist. Und doch schlafen sie tief, denn alle sind todmüde, weil sie tagelang und in aller Eile eine riesige Befestigungsanlage bauen mußten... Durch das Flußtal zieht der Frühjahrsnebel in dicken, erstickenden Schwaden, ein gefährlicher Verbündeter des Feindes, und der Feind weiß ihn nur zu gut zu nutzen. Da hören wir das erste Mal von Tolmai. Er vollführt keine weltumwälzende Heldentat, sondern ist nur mit seinen hellen, wachen Sinnen an allem Geschehen um sich herum beteiligt. Und darum hört und sieht er mehr als die andern. Tolmai ist ein kleiner Syrerjunge - eins der Tausende von Kindern, die jeder Krieg ihrer Heimat, ihres Elternhauses und alles dessen beraubt hat, was ein Junge braucht, um leben und wachsen zu können. Etwas davon ersetzt ihm die seltsame Freundschaft zu seinem Herrn, der ihn vor der römischen Kaserne aufgelesen hat und zu einem seiner Schicksalsgenossen gemacht hat, die gleich ihm dem römischen Heer folgen. So geht er mit ihnen zusammen den Weg durch die gallischen Urwälder, den Weg des Kolonialsoldaten durch brennenden Dörfer in dauernder Bedrohung durch feindliche Partisanen. Doch in all dem Schweren, was eigentlich für einen Elfjährigen noch gar nicht gedacht ist, behält er seine jungenhafte Natürlichkeit, seine Bereitschaft zu helfen und tatkräftig zuzugreifen, wo es nötig ist. Das ist seine Leistung. Ein Schicksal, wie es auch in unseren Tagen so viele Jungen erleiden - in Europa, in Korea, in Indochina, in Algerien. Hast Du schon einmal an diese Jungen gedacht, die nicht anders sind als Du selbst, wenn Du in der Zeitung von kriegerischen Auseinandersetzungen gelesen hast? Hast Du schon einmal an diese Jungen gedacht, wenn Du in der Schule, in Deinem behüteten Heim sitzt und die Berichte des Prokonsuls Julius Caesar über den gallischen Feldzug liest?" (Umschlagtext)

Bergner, Karlhermann: Die Jungen der ersten Kohorte. Unterwegs mit Caesar in Gallien. Würzburg: Arena (TB 1357) 1979.


"Hinter einer Reihe von Posten und Sicherheitspatrouillen schläft das römische Lager am Rhone-Ufer. Es ist ein unruhiger Schlaf, denn die auf Wanderung befindlichen Helvetier wollen sich mit Gewalt den Durchmarsch durch die römische Provinz erzwingen. Durch das Flußtal zieht der Nebel, und der Feind weiß ihn gut zu nutzen. Da hören wir zum ersten Mal von Tolmai, dem zwölfjährigen Soldatenjungen. Er vollführt keine Heldentat, sondern ist nur mit seinen wachen Sinnen an allem Geschehen um sich herum beteiligt. Darum sieht und hört er mehr als die anderen. Tolmai ist ein Syrerjunge, den der Krieg seiner Heimat und seines Elternhauses beraubt hat. Etwas davon ersetzt ihm die Freundschaft zu seinem Herrn und zu einem seiner Schicksalsgenossen, die gleich ihm dem römischen Heer folgen. Diese fesselnde, geschichtlich fundierte Erzählung eignet sich auch besonders gut als Begleitstoff zum Unterricht." (Umschlagtext)

Böhr-Olshausen, Elke: Orpheus. Der Sänger aus Thrakien. Ein archäologisches Kinderbuch. Gestaltung und Zeichnungen nach antiken Originalen von Heide Diederichs. Mainz am Rhein: Verlag Philipp von Zabern o.J.

Boldrini, Giuliana: Der etruskische Leopard. Aus dem Ital. v. Ruth Wright und Waldemar Dannenhaus. Stuttgart: Thienemann 1976 (Ravensburger TB 1981).


"Vel, stolzer Nachkomme des etruskischen Geschlechts der Pulena, hat mit dem zwölften Lebensjahr das Mannesalter erreicht. Noch vor Sonnenaufgang wird er an Bord der 'Blauen Eber' in See stechen, wird er seinen Vater, den Schiffseigner und mächtigen Handelsherrn Aules, auf einer gefahrvollen Reise begleiten. Der Leopard, das Wappentier der Pulenas, ist an den Küsten des Mittelmeeres bekannt und geachtet. Auch der jüngste Pulena wird sich dieser Achtung würdig erweisen."

Bradley, Marion Zimmer: Die Feuer von Troia. Roman. Aus dem Amerikanischen von Manfred Ohl und Hans Sartorius. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag 1988

Brassicus-Burkert, Frank: Nimm dich in acht, Kelte. Stuttgart 1975. [E.Ott, Bibliogr.]

Broch, Hermann: Der Tod des Vergil. Zürich: Rhein Verlag 1958 (Frankfurt a. M.: Suhrkamp, o.J.).

Brod, Max: Armer Cicero. Roman. Berlin: Herbig 1955.


"Nach langen Studien legt Max Brod seinen Cicero-Roman vor, der den Leser das 'Studierte' nicht spüren läßt, der in Ironie und in seiner merkwürdigen Art von bitterer Heiterkeit die Schwäche seines rätselhaften Helden enthüllt. Cicero wird in einer besonders gefährdeten Periode seines Lebens dargestellt: der Sechzigjährige hat sich nach dreißigjähriger Ehe scheiden lassen und hat ein blutjunges Mädchen geheiratet. Durch Cäsars Übermacht zu unfreiwilliger Muße gedrängt, strauchelt der würdige Exkonsul in die seltsamsten Widersprüche zwischen Theorie und Praxis. Er predigt Wasser und trinkt Wein. Aber er leidet zutiefst an diesem Zwiespalt, und ein grandioses Geschick führt ihn zuletzt noch einmal auf die Höhen der staatslenkenden Kunst, in der er sich heroisch bewährte. Er darf noch einmal seine Fähigheit in den Dienst der Freiheit stellen - und stirbt den Opfertod, durch den er vieles sühnt, was in seinem schwankenden Leben verfehlt war ... Über Ciceros Spätliebe enthält selbst das intimste Dokument, das der Staatsmann hinterlassen hat, sein umfangreiches Briefwerk, nur wenige trockene Zeilen. Hier ist Raum für die freischaffende Phantasie des Erzählers, während der Hintergrund, das politische, literarische und gesellschaftliche Leben Roms, von Cäsars düsterer Größe überwölbt, in dem Roman quellentreu zu neuer Wirklichkeit kommt." (Neue Zürcher Zeitung, zitiert als Umschlagtext.)

Bronnen, Arnolt: Aisopos. Sieben Berichte aus Hellas. Der Aisopos-Roman neu übersetzt und nach den Quellen ergänzt von A.B. Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag 1969.


"In verschiedenen Berichten aus dem Griechenland des sechsten vorchristlichen Jahrhunderts - den Aufzeichnungen des Sklavenhändlers Ophelion, den Briefen des Philosophen Xanthos, der Erzählung des Sklaven Sosos, den Geheimschriften der Kurtisane Rhodopis, des Tyrannensekretärs Maiandrios und des Delphi-Priesters Kobon enthüllt Arnolt Bronnen das abenteuerliche Schicksal des großen Fabeldichters Aisopos. Gestützt auf profunde Studien der antiken Geschichte, lichtet er das Dunkel um diese legendäre Gestalt und zeigt seinen Helden als einen geistigen Beweger seiner Zeit. Aisopos, der mißhandelte und verstümmelte Sklave, steigt dank seiner Intelligenz, seiner diplomatischen Fähigkeiten, seiner glänzenden Rednergabe zum Gesandten des Königs von Lydien auf, aber auch im Glanz bleibt er den Sklaven brüderlich verbunden. Niemals vergißt er die eigene Vergangenheit, niemals Rhodopis, die vergötterte Geliebte, die nach Ägypten verkauft wurde und am Hof von Memphis als Konkubine ein glückloses Dasein in einem goldenen Käfig führt. Wo immer man dem buckligen Phrygier begegnet, wirft er mit seinen Fabeln Zündstoff in die Massen, versucht er, sie aus der stumpfen Ergebung in ein vermeintlich unabänderliches Geschick aufzurütteln, setzt er Vernunft gegen Aberglauben, elegante List gegen barbarische Willkür, beißenden Witz gegen geistlose Gewalt. Die Priester des Delphischen Orakels vernichten den gefährlichen Feind, der ihre raffiniert inszenierten Weissagungen, ihre verhängnisvollen politischen Spekulationen, ihre Unterschlagungen und ihre Bestechlichkeit durchschaut, durch eine teuflische Intrige - aber den Geist des Aisopos, den Geist der Ver-nunft und der Humanität, vermögen sie nicht zu töten: er ist unsterblich wie die Fabeln des genialen Volksdichters." (Umschlagtext.)

Bucur, Ion Nicolas: Der König der Sklaven. Aus dem Rumänischen von Jutta und Joachim Uhlisch. Mit Illustrationen von Harri Förster. Berlin (DDR): Verlag Neues Leben 1978; 2. Aufl. 1989. In der Reihe "Spannend erzählt", Bd. 144.


"Man schreibt das Jahr 101. An der Donau stehen die römischen Legionen zum Angriff auf Dazien bereit. Gold und Eisen, Getreide und Wein soll es bei den 'Barbaren' geben, und Rom braucht beides. Kaiser Trajan ist fest entschlossen, das reiche Dazien seinem Imperium einzuverleiben. Doch der Krieg wird für die kampferprobten Legionen härter als erwartet. Zwar fällt der dakische König Decetal im Kampf, zwar wird das dakische Herr geschlagen, doch der Kampf geht weiter. Besonders Sarmis, ein ehemaliger Sklave, erweist sich als ein unerbittlicher Streiter für die Freiheit seines Landes. Das Imperium wankt, als Sarmis die Sklaven befreit und mit ihnen die Römer vernichtend schlägt. Freunde wie der römische Tribun Hammonius Vitellius, der fahrende Dichter Maevius und der dakische Priester Burillo stehen ihm zur Seite." (Anzeige.)

Bull, Bruno Horst: Sandra fliegt nach Syrakus. Göttingen: W. Fischer-Verlag 1974.


"Sandra, die Tochter eines deutschen Gastwirts, fliegt mit ihren Eltern nach Syrakus. Wer wäre da für sie als Reiseführer geeigneter als Livio, der zehnjährige Sohn des Hotelbesitzers, der nicht nur alle Sehenswürdigkeiten dieser alten Stadt kennt, sondern auch abseitige Plätze, die dem Touristen oft verborgen bleiben. Auf ihren Streifzügen, in Katakomben und Grotten, in Steinbrüchen und auf Ausgrabungsfeldern, als Touristenschrecks und als Schatzgräber, werden die beiden Unzertrennlichen zu Freunden, die sich im nächsten Jahr in Deutschland wiedersehen werden." (Umschlagtext)

Bulwer, Edward: Die letzten Tage von Pompeji. Bearbeitet von Carl Peter Rauhof. Wilhelmshaven: Hera Verlag 1950.


"Unserer Bearbeitung des Romans "The last days of Pompeji" von Edward Lytton Bulwer (1803-1873), des bekanntesten und beliebtesten in der Reihe seiner historischen Erzählungen, liegt die Übersetzung von Friedrich Notter (Stuttgart 1834) zugrunde. Wir lehnten uns allerdings nur in sehr lockerer Weise an den Text an, weil es das Bestreben des Bearbeiters dieser "Volksausgabe" war, die zwar sorgfältigen, aber überladenen und eintönigen kulturgeschichtlichen Mosaikbilder, - den unverdaulichen Wust endloser philosophischer, religiöser, moralisierender Gespräche und Betrachtungen, - zu einem tatsächlichen "Roman" zusammenzuschweißen und zu formen. Jeder Kenner des Originals wird die Schwierigkeiten eines solchen Versuchs verstehen, und wir hoffen, daß es uns trotzdem gelungen ist." (Anhang)

Bulwer-Lytton, Edward: Die letzten Tage von Pompeji (1875). Übertragung und Einführung von Hermann Gerstner. Würzburg: Arena (TB 11), 6. Aufl. 1990.


"Das Buch "Die letzten Tage von Pompeji" des englischen Dichters Edward Bulawer-Lytton gehört zu jenen berühmten Werken der Weltliteratur, die weiteste Verbreitung und immer erneutes Interesse gefunden haben. Mit Recht! Denn hier ist die antike römische Welt an der Schwelle eines neuen Zeitalters außergewöhnlich anschaulich dargestellt. Im Rahmen einer spannenden Handlung entwirft der Dichter ein farbenprächtiges Bild von Pomppeji, das glanzvolle Tage erlebt, bis es im Jahr 79 n. Chr. bei dem Ausbruch des Vesuv vernichtet wird. Wer das Leben im Römischen Reich und die Ideenwelt des heraufkommenden Christentums kennenlernen will, wer eine große geschichtliche Epoche im bewegten Spiel menschlicher Gefühle erleben möchte, wird voll Freude nech diesem Buch greifen." (Umschlagtext)

Bulwer, Edward L.: Die letzten Tage von Pompeji. Neu bearbeitet von Hermann Gerstner. Mit 30 Bildern von Georg Ehmig. Bamberg: C.C. Buchners

Burns, Ron: Römische Ausschweifungen. Historischer Kriminalroman. Aus dem Amerikanischen von Regina Winter. Frankfurt/M.: Eichborn, 1994.


"Verschwörungen, Morde, Orgien - ein römisches Sittenbild aus der Zeit des Philosophen-Kaisers Marcus Aurelius (121-180 n.Chr.): Ron Burns, Historiker, Literaturpreisträger und (nebenbei) leidenschaftlicher Gerichtsreporter, geht einer grausamen Serie von Morden auf den Grund, deren Opfer stets Anhänger der philosophischen Schule der Stoiker waren. Das mächtige Rom befindet sich in einer Phase grenzenloser Dekadenz, die man später "das glückliche Zeitalter" nennen wird. - Ein drastisches Geschichtsbild und ein spannender Kriminalroman aus der Feder eines der besten Unterhaltungsschriftsteller unserer Zeit." (Schutzumschlag, außen)
"Livinius Severus, Patrizier, angesehener Anwalt und Anhänger der stoischen Philosophie, hat stets versucht, ein gerechtes und geordnetes Leben zu führen, ganz im Sinne des großen Philosophen und Kaisers Marcus Aurelius (121-180 n.Chr.). Doch der Kaiser ist an die Nordgenze des Reiches gereist, dort schwer erkrankt und nun dem Tode nahe. Der Streit um seine Nachfolge öffnet Intrigen, Verschwörungen und Ausschweifungen Tür und Tor. Als eine geheimnisvolle schöne Frau Livinius bittet, ihr in der Auseinandersetzung mit ihrem mächtigen Ehemann zu helfen, ahnt er nicht, daß er zum Werkzeug gemacht werden soll. In der folgenden Nacht, nach einer wüsten Orgie, wird seine Auftraggeberin tot aufgefunden. Dieser Mord steht jedoch nur am Anfang einer ganzen Reihe von Bluttaten. Ein Stoiker nach dem anderen findet ein grausames Ende. Diese Morde schrecken Livinius endgültig aus seinem ruhigen und immer auf Korrektheit bedachten Leben. Hilflos muß er mit ansehen, wie sein geliebtes Rom und mit ihm all seine hohen Ideale in blutigen, dekadenten Chaos versinken. Der naive, aber anständige Aufsteiger entwickelt sich schließlich zu einem skrupellosen Zyniker, der unter Aufgabe jeglicher Moral als einer der wenigen überlebt." (Text auf innerem Schutzumschlag)

Caldwell, Taylor: Eine Säule aus Erz. Roman [über Cicero]. Aus dem Amerikanischen von Josef Tichy. München: Heyne (TB 5161), 2. Aufl. 1976.


"Das ist das atemberaubende Leben des Mannes, der noch heute als einer der größten Römer gilt, der den Erpresser Siziliens zur Strecke brachte, der einen Staatsstreich verhinderte, der mit dem Ehrentitel 'Vater des Vaterlandes' ausgezeichnet wurde und der dennoch, weil er die Diktatur bekämpfen wolllte, von seinen Landsleuten zuerst geächtet und später ermordet wurde - die Romanbiographie des Marcus Tullius Cicero. Nur eine Autorin vom Range einer Taylor Caldwell konnte es wagen, dieses gewaltige, fast unvorstellbare Schicksal in einem Roman zu bändigen. Und so einmalig wie dieser Roman und sein Held war auch der Erfolg dieses Buches: Es ging als Bestseller um die gesamte Welt." (Umschlagtext.)

Camp, Lyon Sprague de: Vorgriff auf die Vergangenheit. Science-fiction, Zeitreise-Roman. Aus dem Amerikanischen von Heinz Nagel. Frankfurt a. M., Berlin, Wien: Ullstein (TB 31046) 1983.


"Was würden Sie tun, wenn Sie sich plötzlich ins antike Rom versetzt fänden - sagen wir ins Rom des Jahres 535? Man könnte das Schießpulver "erfinden" und die Macht im Reich an sich reißen... Oder man könnte sich dank besserer Geschichtskenntnisse als Wahrsager betätigen und viel Geld verdienen... Oder eine Flugmaschine konstruieren und die Leute verblüffen... Oder die Neue Welt entdecken - tausend Jahre vor Columbus. Man würde sich eine ganze Menge Dinge einfallen lassen können... nur ganz so einfach würde es wohl doch nicht sein - wie Martin Padway am eigenen Leibe feststellen mußte, als er an einer schwachen Stelle der Raum-Zeit-Gefüges in die Vergangenheit gerissen wurde." (Umschlagtext)

Camp, Lyon Sprague de: Die Reisen des Eudoxos. Roman. Aus dem Amerikanischen von Norbert Stresau. Frankfurt a. M., Berlin: Ullstein (TB 21084) 1988.


"Held dieser in der Antike spielenden Geschichte ist der griechische Geograph, Kaufmann und Seefahrer Eudoxos. Im Auftrag des ägyptischen Herrscherhauses unternimmt er eine waghalsige Schiffsreise ins ferne Indien. Als er zurückkehrt, wird er wegen Juwelenschmuggels zur Sklavenarbeit in den Goldminen des Königs verurteilt."

Cartano, Tony: Bocanegra. Aus dem Französischen von Linde Birk. Ham-burg: Hoffmann und Campe 1986


"Wer ist W. H. Raven? Alle suchen ihn, sei es durch verwegene Spekulationen, sei es auf wilden Jagden in London, Los Angeles und Mexiko. Einem hohen Beamten des französischen Außenmisnisteriums ist der Koffer seines verunglückten Freundes übergeben worden, der enthält ein Manuskript einer bizarren Lebensgeschichte, das heißt, es sind eigentlich zwei Biographien, die von Vater und Sohn, denn der Sohn will der Identität seines berühmten Vaters auf die Spur kommen. Dieser Michel Mateos, Sohn einer Mexikanerin und eines Deutschen, ist 1940 in Oaxaca in Mexiko geboren. Michel, moderner Konquistador und romantischer, Held, stellen sich Hindernisse über Hindernisse in den Weg unter anderem auch schöne Frauen, etwa die des Literaturprofessors Lippmann, der W.H. Raven für einen Hochstapler hält. Den Ravens Biographie gibt zu genügend Spekulationen Anlaß. (Cartano bedient sich zum Teil der Vita B. Travens.). W.H. Raven ist in Los Angeles ermordet worden, soll ein natürlicher Sohn des letzten deutschen Kaisers gewesen sein, war Journalist, Autor von Romanen mit Millionenauflage, Dauertänzer, Hamletdarsteller und Agent des britischen Geheimdienstes. "Bocanegra", "Schwarzer Mund". Ein Roman, der uns in ferne Welten und ferne Zeiten versetzt. Die Suche Michels nach seinem Vater, nach dem wahren Bild seines Vaters, wird zugleich auch zur Suche nach der eigenen Herkunft. Der Autor Cartano versteht es, uns mit den Sitten und Gebräuchen Mexikos vertraut zu machen. Ob Fiesta, Alltag oder Verfolgungsjaden - eindrucksvolle Bilder von Menschen und Landschaft Mexikos und Kaliforniens entstehen vor dem Auge des Lesers und machen den Roman "Bocanegra" zu einem Abenteuer-Krimi und action-Roman, der ferne Mythen und Moderne mit psychologischer Raffinesse vereint." (Umschlagtext)

Chessex, Pierre: Divico. Erzählung aus der Heldenzeit der Helvetier. Zürich 1969. [E.Ott, Bibliogr.]

Christopher, John: Die Feuerkugel. Würzburg 1983. [E.Ott, Bibliogr.]

Comfort, Alex: Göttlicher Nero. Die Erinnerungen seines Leibarztes. Aus dem Amerikanischen von Monika Curths. Frankfurt a. M.: Ullstein 1991.


"War Nero wirklich nur der ausschweifende, pathologisch grausame Herrscher, wie wir ihn aus der Überlieferung kennen? Der Grieche Callimachus, fünfzehn Jahre lang Leibarzt des Imperators, räumt in seinem Rehabilitierungsversuch energisch mit althergebrachten Legenden auf: Der 'Göttliche', nach Meinung des Autors stets zu Unrecht verleumdet, wird uns hier unter einem neuen, höchst originellen Aspekt präsentiert. - Der griechische Arzt Callimachus verläßt sein heimatliches Kos, berufen an den Hof des jungen Nero. Ihm ward die Ehre zuteil, zum Leibarzt des Imperators ernannt zu werden. Callimachus verabscheut die 'häßlichen' Römer und deren Kultur wegen ihrer Brutalität, Grobschlächtigkeit, ihre Mangels an Raffinement, doch bald beginnt er, Sympathie für seinen illustren Altersgenossen zu hegen. Der 'Göttliche Nero' wird hier unter einem ganz neuen, höchst originellen Aspekt dargestellt - nicht als das blutrünstige Monstrum, wie wir ihn aus den Geschichtsbüchern kennen. Nero, der 'Playboy', natürlich lasterhaft, Nero, der grandiose Schauspieler und recht passable Lautenspieler und Sänger, der nach heutigen Kategorien, so der Autor, sicherlich ein Music- oder Popstar sein könnte. Nero, der Entschlußschwache, vor Entscheidungen jeder Art Zurückschreckende, was ihm dann schließlich ja auch das Genick bricht. Dieser 'fette, rothaarige Jüngling' ist im Grunde hochintelligent, liebt die Schönheit und ist der griechischen Kultur zugetan - auch ihren Lastern, der Knabenliebe zum Beispiel. Rom und mit ihm der kaiserliche Hof ist ein Sündenpfuhl, ein üppiges ästhetisch-erotisches Universum. Nero ist früh- und unreif: Er betrieb Inzest mit seiner Mutter Agrippina, und der Philosoph Seneca verführte den jungen Nero. Erst die schöne Poppäa bringt ein wenig Ordnung in das hektische Liebesleben des 'Göttlichen'. Mit scharfem, klinischem Blick beobachtet Dr. Callimachus das Treiben am Hofe Neros, fünfzehn Jahre bleibt er an seiner Seite - bis zum erzwungenen Selbstmord des Imperators. Alex Comfort hat ein fesselndes, geistreiches und provozierendes Buch geschrieben, in dem er mit althergebrachten Legenden, dem so hartnäckig vertretenen Bild eines prunksüchtigen, ausschweifenden, pathologisch grausamen Herrschers radikal aufräumt. Er seziert, Arzt gleich seinem Helden und Erzähler Callimachus, vor unseren Augen Rom, diesen 'riesigen, von innen her verfaulten Apfel' mit seiner längst verkommenen, grausamen Kultur, und er tut dies mit vorzüglicher Kenntnis der Materie, in einer sehr sinnlichen und zugleich frech-modernen Sprache. Eine Art Kunstgriff, um so das Geschehen zu aktualisieren und in unsere Zeit zu transponieren. - Der Autor: Alex Comfort - Arzt Biologe und Verfasser zahlreicher Bestseller, ist vor allem durch seine Werke über sexuelle, soziale und psychologische Themen bekannt geworden. Er hat eine Professur am Neuropsychiatrischen Institut der Universität von Los Angeles inne und lebt abwechselnd in England, Amerika und Indien." (Umschlagtext.)

Costello, Conte: Messalina. Sittenbild aus dem alten Rom. Roman. Nach zeitgenössischen Quellenwerken frei bearbeitet. Berlin und Düsseldorf: Deutsche Buchvertriebs- und Verlags-Gesellschaft 1952.

Crescenzo, Luciano de: Helena, Helena, amore mio. Roman. Aus dem Italienischen von Linde Birk. München: Albrecht Knaus 1991.


"Ob der schönen Helena entbrannte ein berühmter Krieg, der über die Jahrhunderte immer wieder die Geschichtenerzähler beflügelte. Nun hat sich Luciano de Crescenzo, der 'lachende Philosoph aus Neapel', des antiken Stoffes angenommen. Er führt seine Leser an die Stätten des Trojanischen Krieges, läßt griechische Helden auftreten und ihre tapferen Gegenspieler, aber diese von Chronisten überlieferte Handlung dient ihm nur als Rahmen für eine listen- und anspielungsreiche, doppelbödige Geschichte. De Crescenzos Held, der sechzehnjährige Königssohn Leontes, zieht nach Troja, um dort seinen verschollenen Vater zu suchen. Seit neun Jahren wogt der Kampf zwischen den Achäern und den Troern unentschieden hin und her, und der Junge ist ganz erregt, bei dem Gedanken, Seite an Seite mit Helden vom Schlage eines Agamemnon oder Odysseus zu kämpfen. Doch als erstes muß er seine idealistischen Vorstellungen von Heldentum revidieren, denn im Lager der Griechen halten die Fußsoldaten mit ihrer Meinung über ihre Führer nicht hinter dem Berg: Agamemnon wird als geldgieriger Wüstling beschrieben, Achilles als blutrünstiger Killer, Odysseus als durchtriebener Spitzbube. Natürlich verteidigt Leontes entrüstet seine Idole, aber je länger er sich im Lager der Griechen aufhält und in die Kämpfe verstrickt wird, desto mehr muß er den einfachen Soldaten Recht geben. - So ist die Geschichte von Leontes auch die Geschichte von der verlorenen Unschuld, zumal der Junge auf der Such nach seinem Vater auch der schönen Trojanerin Hekta begegnet, 'seiner' Helena, in die er sich hoffnungslos verliebt. Um sie wiederzusehen, läßt er sich in dem hölzernen Pferd in die Stadt einschmuggeln. Später, als der Überraschungscoup gelingt, irrt Leontes durch das brennende Troja auf der Suche nach Hekta ... nach Helena ... nach dem Ewig-Weiblichen." (Umschlagtext.)

Crescenzo, Luciano de: Der Listenreiche. Roman. Aus dem Italienischen von Bruno Genzler. München: Albrecht Knaus 1997.


"In seinem neuen Buch erzählt der „lachende Philosoph aus Neapel“ die Geschichte des sagenhaften Odysseus, jenes griechischen Königs, der gegen seinen Willen in den Trojanischen Krieg zog, da ihm eine Rückkehr nach erst zwanzig Jahren geweissagt worden war. Das Orakel behielt recht, und die „Odyssee“ , das Epos seiner abenteuerlichen Heimreise, wurde zu einem der großen Mythen der Weltliteratur. Auf seiner langen Irrfahrt erwies sich Odysseus als unerschrocken und listig, intelligent und neugierig, aber auch als hinterhältig und verschlagen, als ein Schwindler, Verräter und Aufschneider. Dank dieser Eigenschaften meisterte er mit Bravour auch die brenzligsten Situationen. Kein Wunder, daß De Crescenzo von Kindesbeinen an diesem Helden besonders zugetan ist. Denn könnten wir nicht alle ein bißchen von diesem vielseitigen Odysseus lernen, um im verflixten Alltag besser zu bestehen?“ L. De C.: „Odysseus ist im Grunde ein moderner Held. Heute würde er sicher einen guten Politiker oder Industriemanager abgeben. Während z. B. Ajax oder Achill eher einfältig waren und sich bloß durch ihre Fähigkeiten im Austeilen von Schlägen hervortaten, war Odysseus sozusagen ein moderner Mensch voller Widersprüche: intelligent, listig und verschlagen bis zur Heimtücke. Um sein Königreich zurückzugewinnen, verließ er sich nicht auf seine Muskeln, sondern auf seine grauen Zellen."

Cross, Amanda: Schule für höhere Töchter. Aus dem Amerikanischen von Monika Bleich und Klaus Kamberger. Frankfurt/M.: Eichborn Verlag (1990).


"Abschlußklasse eines Mädchen-College in den USA, die sophokleische Antigone, ein (fast) Kriminalfall - damit ist die Handlung des Romans umrissen. [...] Eine frühere Schülerin, später Lehrerin an diesem College, wird gebeten, ein Seminar über das Drama Antigone zu halten - in moderner Form, der heutigen Zeit angeaßt. [...] Im Laufe des Antigone-Seminars entwickelt sich eine dem urspünglichen Dramenstoff ähnliche Situation, die Verstrickungen der griechischen Heldin werden gegenwärtig, es zeigt sich das , das zu allen Zeiten spielen kann. Antigone ist eine der Schülerinnen, Kreon ihr Vater, der Bruder, den sie liebt und schützt, tritt auf, und die Mutter stirbt unter recht geheimnisvollen Umständen - der (fast) Kriminalfall. Das ist alles fein miteinander verwoben, Charakterschilderungen eigener Art gehören dazu und Sätze, die man zitieren, die man behalten möchte. Und immer wieder wird man an die greichsche Mythologie erinnert, an griechisches Geistesgut, das inzwischen europäisch ist. [...]" (Gerd Schulz in: BuchJournal 4/90, S. 91.)

Dahn, Felix: Ein Kampf um Rom. Historischer Roman. Verlag von Breitkopf & Härtel in Leipzig

Dahn, Felix: Ein Kampf um Rom. Bearb. von Heinrich Baumgartner. Würzburg: Arena (TB 25, 2 Bde.) 1985.


"Felix Dahn schildert in diesem historischen Roman das Schicksal der Ostgoten in Italien vom Tod Theoderichs bis hin zur Schlacht am Vesuv. Die Goten halten die Reste des römischen Weltreiches zusammen und schützen die Italier vor der grausamen Fremdherrschaft der Byzantiner. Dafür beanspruchen sie die Herrschaft über Rom. Werden die Goten trotz unglaublicher Tapferkeit den römischen und byzantinischen Truppen gewachsen sein?
Band I: Theoderich der Große stirbt. Seine Nachfolge verspricht nichts Gutes. Von schlimmen Ahnungen getrieben, schwört der alte Waffenmeister Hildebrand eine kleine Gruppe von Goten darauf ein, die Zukunft des Reiches stets den eigenen In-teressen unterzuordnen.
Band II: Gewaltiges leisten alle am Kampf um Rom beteiligten Goten. Werden sie trotz unbeschreiblicher Tapferkeit den römischen und byzantinischen Truppen und der moralisch fragwürdigen Politik Justinians unterliegen?" (Umschlagtexte)

Davis, Lindsey: Silberschweine. Roman. Aus dem Englischen von Reinhard Kaiser. Frankfurt a. M.: Eichborn 1991.


"Ein unmöglicher Held: Fast immer pleite; keine Weinflasche, die in seiner Nähe lange überlebt; die Wohnung so abgerissen wie der ganze Typ. Seine Schwester nennt ihn "Trouble", und er selbst meint: "Einige sind unter einem glücklichen Stern geboren; andere heißen Marcus Didius Falco." Falco hat den Humor eines Philip Marlowe und die Abgebrühtheit eines Sam Spade, aber er bewegt sich nicht auf dem Sunset Boulevard, sondern im Rom des Jahres 70. Ein Schnüffler mit dem Mundwerk und dem Habitus der Chandlerschen und Hammettschen Detektive zwischen spatzenhirnigen Gladiatoren, intriganten Politikern und wunderschönen Se-natorentöchtern: Daß sie nicht vor Lindsey Davis auf diese Idee gekommen sind, so vermuten die Londoner "Metro News", dafür werden sich viele andere Autoren selbst ohrfeigen. Und in der Tat ist das der Rahmen für eine unglaublich spannende, unglaublich atmosphärische Geschichte: Nach Neros Tod und seinen vier unfähigen Nachfolgern, die zusammen nicht länger als zwölf Monate regierten, steckt das Römische Reich in einer schweren Krise. Vespasian, der neue Kaiser, verkörpert für einen Teil der Bürger die Hoffnung auf eine bessere und friedlichere Zukunft, andere aber schmieden schon Pläne für seinen Sturz. Didius Falco sind alle Kaiser suspekt. Als Gegner der Macht und mit dezidiert republikanischen Ansichten schlägt er sich durch den Alltag in den schmuddeligen Seitengassen der Hauptstadt, leicht angeödet von seinem Job als "privater Informant" (der in der Regel das Beschatten von Ehefrauen eifersüchtiger Römer bedeutet); geschlagen mit einer Mutter, die stets zu unpassender Zeit mit einem Besen auftaucht und zusammen mit dem Müll die Mädchen der letzten Nacht aus Falcos Bruchbude fegt, und verfolgt von der Schlägertruppe des Hausbesitzers, die versucht, ausstehende Miete einzutreiben. Der Tag aber, an dem er zufällig Zeuge einer versuchten Entführung wird und die junge Tochter eines wohlhabenden und einflußreichen Senators vor ihren Verfolgern rettet, ist für Falco der Anfang eines dramatischen Abenteuers, das ihn in Roms höchste, aber wenig feine Kreise führt. Es beginnt ein Spiel auf Leben und Tod, das - begleitet von einer leidenschaftlichen Romanze zwischen Falco und Helena - in einem bizarren Showdown im Gewölbe eines römischen Gewürzlagerhauses endet." (Umschlagtext.)

Davis, Lindsey: Bronzeschatten. Ein Falco-Roman. Frankfurt/M.: Eichborn 1992. ISBN 3-8218-0206-5.
DM 42,00


"Lindsey Davis, sie hat den historischen Kriminalroman zu ihrem ureigenen Metier gemacht. Sie verfügt über Witz, erzählerische Raffinesse, und sie versteht es, auf eine unnachahmliche Weise Spannung zu erzeugen." Newsweek
Der Held dieses Romans heißt Marcus Didius Falco. Er arbeitet im Dienste des Kaisers als Privatdetektiv, ist schlecht beleumdet und wird noch schlechter bezahlt. Zudem verzehrt er sich in sehnsüchtiger Liebe nach einer Frau, von Stand, nach Helena, einer Senatorentochter. Falco hat den Auftrag, die kaiserliche Haut vor den üblen Machenschaften einer hochgestellten Verschwörergruppe zu retten. Seine Nachforschungen führen ihn in das legendäre (und entsetzlich heiße) Pompeji, wo er zwei Verräter vermutet, die sich dort versteckt halten sollen. Der sparsame (um nicht zu sagen: geizige) Kaiser honoriert Falcos Bemühungen so erbärmlich, daß dieser wohl nie standesgemäß um Helenas Hand anhalten kann."

Davis, Lindsey: Kupfervenus. Ein Falco-Roman. Aus dem Englischen von Christa E. Seibicke. München: Knaur, 1993.


"Bei seinem neuen aufregenden Abenteuer muß der Privatdetektiv Marcus Didius Falco gleich zweimal unliebsame Bekanntschaft mit Ratten machen: Zuerst trifft er solche mit vier Beinen in dem Kerker, in den ihn Vespasians Hofspion hat werfen lassen. Nach seiner Entlassung findet Falco seinen neuen Auftraggeber unter freigelassenen Sklaven, die die Hochzeit eines Kollegen verhindern wollen: Dessen Auserwählte hat bereits drei Ehemänner überlebt und sich so ein hübsches Vermögen zusammengeerbt. Etwas widerwillig nimmt Falco den Fall an und trifft dabei auf neue Ratten - diesmal allerdings auf solche mit zwei Beinen ...“ (Umschlagtext; „Lindsay Davis hat den historischen Kriminalroman zu ihrem ureigenen Metier gemacht. Sie verfügt über Witz, erzählerische Raffinesse, und sie versteht es, auf eine unnachahmliche Weise, Spannung zu erzeugen."

Davis, Lindsey: Eisenhand. Roman. Aus dem Englischen von Christa E. Seibicke. München: Knaur, 1994.


"Marcus Didius Falco ist wieder da! Der römische „Privatdetektiv“, der schon in Lindsey Davis’ drei früheren Büchern zum Vergnügen seiner Leser knifflige Fälle lösen mußte, befindet sich diesmal in Germanien. hier setzt er sich auf die Spur eines römischen Legionskommandanten, dessen Loyalität in Frage steht. Keine leichte Aufgabe - vor allem wenn man weiß, daß zu Hause in rom die schöne Geliebte Helena Justina von Titus Caesar heiß begehrt wird.“ (Umschlagtext, „Ganz unprätentiös ist hier gute Literatur entstanden, deren Gestalten nicht mit der Lösung von Rätseln oder Fällen wieder verschwinden, sondern zu jeder Zeit abrufbar bleiben, weil wir sie in uns und um uns wiedererkennen." (FAZ)

Delblanc, Sven: Jerusalems Nacht. Erzählung. Aus dem Schwedischen von Hans-Joachim Maass. Stuttgart: Klett-Cotta 1989.


"Jerusalem, 70 nach Christi Geburt: Die Truppen Roms belagern die Heilige Stadt, die Lage der Eingeschlossenen ist verzweifelt - da verfinstert sich die Sonne, es wird Nacht über dem Schlachtfeld. In den nun folgenden Stunden, in denen die Weltgeschichte den Atem anzuhalten scheint, treffen im Zelt des Oberbefehlshabers vier Männer aufeinander. Es sind die Juden Eleasar und Flavius Josephus, die Geschichtsschreibung und Theologie repräsentieren; es ist der Astronom Philemon und der Feldherr Titus, später Kaiser in Rom. Der Disput, der vor dem unwirklich-bedrohlichen Szenarium ausgetragen wird, weitet sich rasch zum erbitteten Streit, der mit einem blutigen Opfer endet - einer Kreuzigung. Diese dramatische Episode aus biblischer Zeit gehört zu "Delblancs großem Thema: der Einweihung in eine Welt ohne Gnade" (Lars Gustafsson). Es geht um die Arroganz der Herrschenden, um das Verhältnis des Naturwissenschaftlers zur Politik, es geht in diesem farbigen Tableau vor allem um die Frauen und deren Möglichkeit, den Verlauf der Ereignisse mitzubestimmen. Diese dichte und thematisch weitgespannte Erzählung bewegt sich zwischen einer Utopie - der Versöhnung der Geschlechter - und der Einsicht in die zynische Logik der Macht: Wenige Wochen nach dem Treffen wird Jerusalem eingenommen und zerstört. Den Triumph Roms bezahlen fast eine Million Menschen mit dem Leben. - "Jerusalems Nacht" bildet zusammen mit den Romanen "Kastraten" und "Speranza" eine Trilogie: Drei Notturnos über das Scheitern der Vernunft, glänzend inszenierte Lehrstücke über den ungleichen, vorab entschiedenen Kampf des Geistes mit der Geschichte. Sven Delblanc gilt als einer der bedeutendsten schwedischen Autoren der Gegenwart; er erhielt mehrere Literaturpreise, zuletzt den hoch angesehenen Literaturpreis des Nordischen Rates 1982." (Umschlagtext)

Déry, Tibor: Die Geschichte vom Leben und Sterben des heiligen Ambrosius, Bischof von Mailand. Historischer Roman. Aus dem Ungarischen von Ita Szent-Iványi. ("ex libris Volk und Welt".) DDR: Volk und Welt Verlag für internationale Literatur 1981.


"In diesem historischen Roman über den legendenumwobenen Mailänder Kirchenvater Ambrosius [340 bis 397], einen exponierten Repräsentanten jener Epoche, in der sich das Christentum als Staatsreligion etablierte, stellt der weltbekannte ungarische Schriftsteller Tibor Déry [1894-1977] die Frage nach der Vereinbarkeit von Macht und Moral. Auch hier erweist sich der Autor als blendender Erzähler, der mit scharfem und kritischem Verstand alle Register der Ironie meisterhaft zu handhaben versteht." (Anzeige.)

Dillon, Eilis: Im Schatten des Vesuv. Timon erlebt die letzten Tage von Pompeji. Aus dem Englischen von Annemarie Böll. dtv ju-nior 7479, 4. Aufl. 1987.


"Der Maler Scrofa, ein Römer, und sein junger griechischer Sklave Timon hätten die Stadt Pompeji niemals betreten, wenn dort nicht einträgliche Geschäfte winken würden. Timon hat Glück gehabt, denn in Scrofa hat er einen Herrn gefunden, der ein Meister in der Kunst des Malens und ihm auch noch väterlich zugeneigt ist. Doch das Heimweh läßt den jungen Griechen selbst in der malerischen Kulisse an den Hängen des Vesuv nicht los, und eines Tages bietet sich ihm die Gelegenheit zur Flucht. Der Pirat Nass verspricht ihm und seinen Freunden die Freiheit. Als erste Erdstöße herannahendes Unheil ankündigen, beschließt Timon, auch Scrofa, seinen Herrn, mitzunehmen. Dicke schwarze Wolken, die der große, grüne Vesuv ausstößt, sind für alle ein eindringliches Signal, daß sie keinen Augenblick länger zögern dürfen. Ihr Schicksal wäre besiegelt, wenn ihre Flucht vorzeitig entdeckt würde, und nun scheinen sich auch noch die Götter gegen sie verschworen zu haben. Geht es doch jetzt nicht mehr nur darum, aus der Sklaverei zu entkommen - so viele Menschen wie möglich müssen vor dem bevorstehenden Niedergang gerettet werden. Während über Pompeji ein alles verzehrender Feuer- und Aschenregen niederfällt, kennt die Habgier der Piraten keine Grenzen - doch von einem geschickten Angriffsplan erhoffen sich die Freunde Rettung. In dieser spannenden Erzählung läßt Eilis Dillon die Menschen in der Stadt Pompeji, die im Jahre 79 n. Chr. durch einen Ausbruch des Vulkan Vesuv verschüttet wurde, zu neuem Leben erstehen." (Umschlagtext)

Dion, Emis: Nikias und Katharina Bd.1: Es begann in Korinth. Gießen: Brunnen 1995.


"Eine blutjunge Frau und ihr schmerzliches Geheimnis. Ein gefeierter Athlet und ein tragischer Todeswurf. Nikias und Katharina - die Geschichte ihrer Liebe. In der Erzählung von Emis Dion verbinden sich Fakten und Fiktion zu einer packendne Handlung. Das mächtige Korinth, das berühmte Orakel von Delphi, das aufkommende Christentum und die besondere Welt des antiken Sports bilden den Hintergrund einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte. In farbigen Szenen weden der Alltag, die Lebensweise und das Denken der Griechen, Römer und der ersten Christen lebendig." (Umschlagtext)

Dion, Emis: Nikias und Katharina Bd. 2: Der Schatten des Sängers. Gießen: Brunen Verlag 1996.


"Katharinas Liebe und ein Sieg in Olympia - Nikias glaubt sich am Ziel seiner Träume. Er ahnt nichts von den Veränderungen in Katharinas Leben. Und bis zu den Spielen vergeht noch ein ganzes Jahr ... im Schatten des Sängers.
Spannend bis zur letzten Seite erzählt Emis Dion die Liebesgeschichte von Nikias und Katharina. Die antiken Olympischen Spiele, das schillernde Korinth, Griechen, Römer, Sklaven, Christen und Athleten - eine versunkene, faszinierende Welt erwacht zum Leben. Mitreißend und voller Überraschungen." (Umschlagtext)

Dion, Emis: Nikias und Katharina Bd. 3: Der Lorbeer des Lebens. Gießen: Brunen Verlag 1996.


"Nach seinem Sieg in Olympia läuft Nikias in Asien weiter von Erfolg zu Erfolg. In Ephesus, das durch den Aufstand der Silberschmiede von Unruhen geschüttelt ist, hat er eine unfaßliche Begegnung mit der Vergangenheit. Zur selben Zeit kämpft in Korinth Katharina um ihre Zukunft. Hin- und hergerissen zwischen Bangen und Hoffen erwartet sie Nikias' Rückkehr." (Umschlagtext)

Divine, David: Rauch von zwei-acht-drei. Balve 1970. [E.Ott, Bibliogr.]

Donauer, Friedrich: Scipio und Hannibal. Kampf um das Mittelmeer. Solothurn 1962. [E.Ott, Bibliogr.]

Dored, Elisabeth: Ich liebte Tiberius. Roman. Aus dem Norwegischen von Werner Kerbs. Berlin-Grunewald: F.A. Herbig 1960.


"Elisabeth Dored hat für ihren Roman aus dem Rom der Kaiserzeit einen gewaltigen Stoff gewählt: Julia, des Kaisers Augustus einziges Kind. Das Licht, das sie auf ihre Gestalten und insbesondere die Titelheldin fallen läßt, ist ihr eigenes; ihre Sicht gründet sich auf eine umfassende Lektüre zeitgenössischer Dokumente und ein intuitives Gefühl, daß das Urteil der Geschichte über Julia falsch gewesen ist. Sie gibt uns ihr eigenes Bild der Julia: lebendig und ungeheuer gegenwärtig in Liebe und Haß. Seit Julia als kleines Kind vom Schoß der Mutter gerissen wurde, ist die berechnende und machtgierige Livia Drusilla - Augustus' zweite Frau und Tiberius' Mutter - als Stiefmutter und Schwiegermutter ihr böses Schicksal gewesen. Vierzehnjährig mit ihrem wenig Jahre älteren Vetter Marcellus verheiratet, wurde Julia nach Marcellus' Tod von Augustus gezwungen, mit siebzehn Jahren den ihm gleichaltrigen Heerführer Agrippa, seinen engsten Mitarbeiter, zu heiraten. Als aber Agrippa und seine Söhne mit Julia vor Augustus starben, sah dieser die julische Dynastie in Gefahr. Sein danach zum Thronfolger ausersehener Stiefsohn Drusus fiel während eines Feldzuges, und nun erhielt Tiberius - der Jugendgespiele und Jugendgeliebte Julias - den kaiserlichen Befehl, sich von seiner Frau zu trennen und Julia zu ehelichen. Die Geschichte behauptet, Julia und Tiberius hätten nicht zueinander gepaßt; ihres lasterhaften Lebens überdrüssig, habe er sich freiwillig nach Rhodos ins Exil begeben, bis Julia von ihrem Vater verfemt wurde. Elisabeth Dored berichtigt dieses Urteil über Julia. Erniedrigt, von ihrem Vater verstoßen und sechzehn Jahre außer Landes verwiesen, war sie eine wehrlose Frau, die die zeitgenössischen Verfasser ungestraft mit Skandalen belasten konnten. Das Urteil der Geschichte ist in Wirklichkeit das Urteil ihrer Feinde. Der dramatische Bericht über Julias Leben rollt vor einem so farbigen Hintergrund zeitnaher Bilder aus dem Rom der Kaiserzeit ab, daß die Distanz der zweitausend Jahr völlig dahinschwindet." (Umschlagtext.)

Doskocilová, Hana: Diogenes im Faß und weitere zwanzig bekannte Geschichten aus alter und neuerer Zeit. Text von Hana Doskocilova, Illustrationen von Gabriel Filcík. Hanau: Verlag Werner Dausien, o.J.

Douglas, Lloyd C.: Das Gewand. Roman. Aus dem Amerikanischen von Elisabeth Rotten. München: Herrnberger, o.J.


"Als Buch und als Film ein Welterfolg ohnegleichen. Die freierdachte Handlung spielt vor der gigantischen Kulisse der Weltmacht Rom zur Zeit Christi. Eingewoben in die geschichtlich überlieferten Daten, Ereignisse und Gestalten, erlebt der Leser nicht nur politisch-dramatisches Geschehen von höchster Spannung, sondern er fühlt sich auch in das Reich der Liebe, in die häuslich-private Sphäre der danach lebenden Menschen hineinversetzt, als ob er selbst dabei wäre. Marcellus, ein junger römischer Tribun, Sohn des angesehenen Senators Gallio, wird wegen einer Auseinandersetzung mit dem kaiserlichen Prinzen Gajus strafversetzt. Er kommt als Kommandant in die gefürchtete und berüchtigte, von den Römern Minoa genannte Wüstenfestung Ghasa im Mittleren Osten. Schon bald nach seiner Ankunft erfährt Marcellus, daß das jüdische Passah-Fest im drei Tagesmärsche entfernten Jerusalem vor der Tür steht und daß es üblich sei, aus diesem Anlaß von allen Legionen der Gebietes Militäreinheiten dorthin abzukommandieren, um gegen Volksunruhen oder möglichen Aufstand gewappnet zu sein. Es wird gerade einem gewissen Jesus wegen Religionsfrevel und Hochverrat der Prozeß gemacht. Der römische Statthalter Pilatus sieht - gegen seine innere Einstellung - keine andere Wahl als aus politischen Gründen dem Verlangen der jüdischen Priesterschaft zu entsprechen und als höchster Gerichtsherr Jesus zu verurteilen. Um seine Jerusalemer Garnison aus der Sache herauszuhalten, gibt er den Befehl, daß 20 Mann der Festung Minoa als Exekutionskommando abzustellen sind. Und so wird Marcellus Zeuge der Kreuzigung Christi und so gelangt er in den Besitz des Gewandes, das Jesus auf seinem Weg nach Golgatha getragen hat. Dieses Erlebnis bestimmt sein ganzes weiteres Leben und seine Liebe zu Diana, einer Enkelin des Kaisers Tiberius. In schweren Kämpfen wandelt er sich langsam zum gläubigen und überzeugten Anhänger der Lehre Christ und stirbt im Rom des grausamen Kaisers Caligula den Tod des Bekenners." (Umschlagtext)

Dumas, Alexander: Akte. Historischer Roman aus der Zeit Neros. Erstmals verdeutscht von Clara Lauser. Mit Illustrationen von Fritz Bergen. Stuttgart: Franckh'sche Verlagshandlung, 24. Aufl., o.J. (Zum 100. Geburtstag Alexander Dumas' [um 1902].)

Dumas, Alexander: Acte. Ein Roman aus der Zeit des Kaisers Nero. Deutsch von Karl Wilding. Vollständige Ausgabe. Berlin: Weichert Verlag o.J.

Ebers, Georg: Eine ägyptische Königstochter. Historischer Roman. Wien, Hamburg, Zü-rich: Gutenberg Verlag Christensen & Co., o.J.

Ebersbach, Volker: Der Schatten eines Satyrs. Berlin: Buchverlag Der Morgen 11985.

Ebersbach, Volker: Gajus und die Gladiatoren. Ein historischer Roman. Würzburg: Arena (TB 1576) 1987. Vorher im Verlag Neues Leben Berlin (DDR) 1985, mit Illustrationen von Dieter Müller.


"Gajus kommt nach Rom, voller Erwartungen, aber auch voller Beunruhigung. Er hat schon einiges hinter sich, den Tod des Vaters, die schlimmen Jahre beim Onkel, dem Aufstand in den Steinbrüchen von Luna. In Rom hofft er seinen Bruder wiederzufinden, der zum Schützling Kaiser Neros und zum größten unter den Gladiatoren geworden ist, und er hofft Eirene zu treffen, die nach Rom verkauft wurde. Doch statt Eirenes empfängt ihn Aganippe, die Nymphe, die jeder für Geld haben kann. Und als er dem Bruder gegenübersteht, ist es in der Arena. Er soll mit ihm kämpfen, zum Vergnügen des Publikums." (Anzeige.)

Ebersbach, Volker: Der Verbannte von Tomi. Historische Erzählungen. 216 Seiten. (DDR)

Ebersbach, Volker: Tiberius. Erinnerungen eines vernünftigen Menschen. Historischer Roman. Ohne Ort: Mitteldeutscher Verlag, 1991.


"Als Tiberius seine Memoiren verfaßt, ist die Blütezeit Roms vorbei, und ein Zeitalter liegt in Asche. Auf der Insel Capri erinnert sich der vereinsamte und an einer schweren Krankheit leidende Kaiser von Rom an sein Leben, in dem er auf die Macht und die Frauen setzte und scheiterte. Immer auf der Suche nach Liebe, wußte er von den Frauen nie. ob sie Göttinnen waren oder Huren. Und doch konnte er nur dann er selber sein, wenn er in den Armen einer schönen Frau lag. 56jährig übernahm Tiberius von seinem Stiefvater Augustus einen Senat von Emporkömmlingen, die Werkzeuge des Kaisers waren und ihn mit Zuständigkeiten und Pflichten überbürdeten.
Volker Ebersbach, profunder Kenner römischer Geschichte, legt einen neuen literarischen Roman vor, in dem er Sachkenntnis, Spannung und psychologisches Gespür zu einem Lesevergnügen besonderer Art zu verbinden weiß. Sein Interesse gilt auch den inneren Machtstrukturen, ihren Vernetzungen, Bedingtheiten und Absurditäten. Die um 2000 Jahre zurückliegenden und atemberaubende Bezüge zu unserem - nicht so fernen - Zeitalter. "Tiberius" ist ein Buch über die Liebe und über die Macht, über Opfer und Täter." (Umschlagtext)

Elwood, Roger: Die Straße nach Massada. Übersetzt von Laura Zimmermann. Neuhausen / Stuttgart: Hänssler, 1996.


"Was wurde aus Barabbas, dem Aufrührer, der das Leben geschenkt bekam? Was mit dem römischen Legionär, der an Jesu Grab Wache stand? Und was aus Procula Pilatus, die von der Unschuld Jesu überzeugt war und Pilatus warnte, Schuld auf sich zu laden?
"Die Straße nach Massada" umfaßt eine Zeitspanne von 40 Jahren. Bekannte Namen aus der Bibel werden lebendig: Beginnend mit der Kreuzigung Jesu auf Golgatha, über die grausame Herrschaft der Römer über die Juden und die Zeit der ersten Christen bis zu dem dramatischen Höhepunkt im Kampf um Massada ca. 73 n. Chr." (Umschlagtext)

Engelhardt, Ingeborg: Dunkles Glas und Fisch in der Lampe. Gütersloh 1963. [E.Ott, Bibliogr.]

Eugenides, Jeffrey: Die Selbstmordschwestern. Roman. Aus dem Amerikanischen von Mechthild Sandberg-Ciletti. Berlin: Byblos Verlag, 1993.

Fast, Howard: Spartacus. Roman. Aus dem Amerikanischen übertragen von Günther Baganz. Berlin: Dietz Verlag 4. Aufl. 1981 (1. Aufl. 1953)

Fast, Howard: Spartacus. Roman. Aus dem Amerikanischen von Liselotte Julius. Reinbek: Rowohlt (TB 4784) 1981.


"Spartacus - mit seinem Namen ist unvergessen in der Geschichte der letzte und grausamste Sklavenaufstand im alten Rom verbunden. 6000 Sklaven wurden an seinem blutigen Ende von Legionären an der Heerstraße nach Capua ans Kreuz geschlagen: Ein grausiges Schauspiel, an dem sich die dekadente Gesellschaft weidete, kaum daß sie sich von ihren Ängsten erholt hatte. Wer war dieser Spartakus, der drei Jahre die Republik in Atem hielt? Der ein schlagkräftiges Heer von Unterdrückten organisierte und dann im entscheidenden Augenblick doch nicht zugriff? Ein großer historischer Roman des weltbekannten Autors. Die atemberaubende Abrechnung mit einem Weltreich, das auf Blut und Tränen errichtet war." (Umschlagtext)

Fernau, Joachim: Cäsar läßt grüßen. Die Geschichte der Römer. München, Berlin: F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung 1971.

Fernau, Joachim: Rosen für Apoll. Die Geschichte der Griechen. Berlin, München, Wien: F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung 1961.

Feuchtwanger, Lion: Der falsche Nero. Berlin: Aufbau-Verlag 1949.

Feuchtwanger, Lion: Der jüdische Krieg. Die Söhne. Der Tag wird kommen. ("Josephus-Trilogie") 3 Bände. (Gesammelte Werke in Einzelausgaben, Bd. 2-4.) Berlin (DDR): Aufbau-Verlag, 5. Aufl. 1989.


Bd.1: Der jüdische Krieg: „Joseph Ben Matthias, der junge Literat und Staatsmann aus jüdischem Priestergeschlecht, will nicht in Jerusalem versauern. Er ist sechsundzwanzig, als er nach Rom kommt und in der Großen Rennbahn dem Tagtraum einer glänzenden Schriftstellerkarriere nachhängt. Er will Mittler sein zwischen Rom und Jerusalem, zwischen östlicher Weisheit und westlicher Technik. Am Ende des Romans sitzt er wieder in der Großen Rennbahn, diesmal an der Seite des Kaisers Vespasians. Er sieht den Triumph der siegreichen Römer und die Demütigung der geschlagenen Juden und weiß, daß nur er, Augenzeuge von Anfang an, die Geschichte dieses Krieges schreiben kann." innerer Umschlagtext
Bd.2: Die Söhne: „Neun Jahre sind seit dem Jüdischen Krieg vergangen. In dieser Zeit hat Flavius Josephus, der ehrgeizige, leidenschaftliche und erfolggewohnte Mann, viel erreicht. Das Schicksal hat ihn tief erniedrigt, aber auch hoch hinauf getragen: er ist der Freund des Kaisers Titus, Mitglied des Zweiten römischen Adels, seine Bildsäule ziert den Friedenstempel. Die Balance, Jude zu bleiben und Römer zu werden, scheint geglückt. Doch immer wieder muß er Konzessionen machen. Am Ende durchdringen die Gegensätze ihn selbst und zerstören seine Familie. „Er, der die Welt durchtränken wollte mit jüdischem Geist, konnte nicht einmal seinen Sohn damit erfüllen.“
Bd. 3: Der Tag wird kommen: „Flavius Josephus, der hochgeehrte Schriftsteller, der Staatsmann und Vertraute der Mächtigen, hat den Höhepunkt seiner Laufbahn überschritten. Kaiserlicher Despotismus und Kriegsgreuel erschüttern seine Existenz. Sein Plan, in einer Welt der Gewalt, der Vorurteile und menschlicher Blindheit eine vermittelnde Rolle zu spielen, ist gescheitert. Von römischen Soldaten in Galiläa aufgegriffen, findet er am Rande einer Heerstraße den Tod.“

Fink, Gerhard: Spötter, Götter und Verrückte. Anekdoten und andere kurze Geschichten aus der Alten Welt, gesammelt, übersetzt u. eingeleitet v. G.F. Zürich/München: Artemis 1987.

Fink, Hans: Entscheidung für Markus. Reutlingen 1973. [E.Ott, Bibliogr.]

Fink, Hans: Ich schenke dir die Alpen. Rosenheim 1975. [E.Ott, Bibliogr.]

Finlay, Winifred: Gefahr am Römerwall. Rüschlikon-Zürich 1969. Würzburg 1982. [E.Ott, Bibliogr.]

Flaubert, Gustave: Salambo. Roman. Hrsg. von Christa Bevernis. Aus dem Französischen von Heidrun Beltz. (Gesammelte Werke in Einzelausgaben.) Berlin (DDR): Rütten & Loening, 2., unveränd. Aufl. 1977.


"Nach dem ersten Punischen Krieg [264-241 v. u. Z.], in dem der kartagische Feldherr Hamilkar Barkas trotz der Verstärkung seiner Truppen durch Söldner aus zahlreichen Barbarenstämmen den Römern unterlag, will der Rat der Ältesten Karthagos das Söldnerheer um den Lohn betrügen. Die Barbaren empören sich und belagern die Stadt. Hamilkar übernimmt schließlich den Oberbefehl über die Karthager und bleibt nach mehrmals wechselndem Kriegsglück Sieger. Verwoben mit der Schilderung der Kämpfe ist die Geschichte der heftigen und verhängnisvollen Liebe Mathos, des Anführers der Barbaren, zu Salambo, der schönen Tochter des karthagischen Feldherrn." (Anzeige.)

Flaubert, Gustave: Salammbô. Hrsg. und mit einem Nachwort versehen von Monika Bosse und André Stoll. Aus dem Französischen übersetzt von Georg Brustgi. Frankfurt/M.: Insel-Verlag 1979 (TB 342).


"Wenige Jahre nach der 'skandalösen' Madame Bovary überrascht Flaubert im November 1862 sein Publikum mit einer Phantasmagorie des alten semitischen Orients, die wie ein prachtvoller Gegenentwurf zu jener Anatomie des grauen Kleinbürgeralltags anmutet. Thematischer Vorwand des historischen Romans Salammbô ist der nach Abschluß des Ersten Punischen Krieges ausbrechende bürgerkriegsähnliche Konflikt zwischen der Seerepublik Karthago und rebellierenden Söldnergruppen sowie deren Vernichtung durch Hamilkar Barkas. Rebellion und Argonie des 'Barbarentums' finden in der tra-gischen Liebesgeschichte zwischen der Tochter Hamilkars, Salammbô, und dem Söldnerführer Mâtho ihre exemplarische private Entsprechung. Die außerordentliche imaginative Kraft dieses Romans, dessen Erfolg beim Publikum dem der Madame Bovary jahrzehntelang kaum nachstand, prägte in entscheidendem Maße die Orientmode der Belle Epoque und diente der Avantgarde des Symbolismus als Material für die kristallenen Paläste ihrer eigenen Kunstwelt. In ihrem Nachwort erschließen die Romanisten Monika Bosse und André Stoll [Bielefeld], gestützt auf zeitgenössische Bilddokumente, das karthagische Geschehen als eine submythische Utopie des Revolutionszeitalters und begründen damit eine neue Sicht der Flaubertschen Ästhetik." (Inhaltsangabe auf Seite 2.)

Friedrich, Herbert: Sohn des Apollon. Würzburg: Arena (TB 1508) 1985. (In der DDR: Kinderbuchverlag.)


"Ein junger Thraker gerät in römische Gefangenschaft. Spartacus wird Sklave des Crassus, eines der reichsten und skrupellosesten Männer Roms. Nach einem Fluchtversuch wird Spartacus an eine Gladiatorenschule verkauft. Er bewährt sich in mancherlei mörderischen Kämpfen, schließt Freundschaften und gewinnt für seine Kameraden, seine Frau und sich die Freiheit. Mit seinen Anhängern beginnt er die römische Welt in Angst und Schrecken zu versetzen: Spartacus wird der Anführer des größten Sklavenaufstandes, den die Antike je sah. Schließlich steht er Crassus gegenüber, und es kommt zur entscheidenden Schlacht. Herbert Friedrich, geboren 1926, ist Lehrer in der DDR. Er schreibt Romane und Kinderbücher." (Umschlagtext)

Fühmann, Franz: Androklus und der Löwe. (Die kleinen Trompetenbücher, Bd. 54.) Berlin (DDR): Kinderbuchverlag, 2. Aufl. 1974.


"Die alte überlieferte Begebenheit, wie der Löwe den Gladiator Androklus wiedererkennt und ihm vor den Augen des römischen Kaisers zu Füßen fällt, behält in der realen Sicht Fühmanns ihre wundersame Großartigkeit, gleichzeitig aber enthüllt der Autor typische Züge des Römerstaates. Interessentenkreis: Leser von 8 Jahren an." (Anzeige)

Gabriel, Peter: Persersturm über Hellas. Bielefeld: Erich Schmidt, 2. Aufl. 1962.


"Xerxes, Persiens Großkönig, setzt im Jahr 480 v. Chr. auf Schiffsbrücken mit einem Riesenheer über den Hellespont, zieht durch Thrakien, Makedonien und fällt in Hellas ein, um die griechischen Staaten, an ihrer Spitze Athen und Sparta, zu unterwerfen. Grauen und Entsetzen eilen der persischen Armee voraus, scheinen ihr den Weg freizufegen. Schon steht Xerxes vor den Thermopylen. Leonidas und seine Getreuen fallen nach verzweifeltem Verteidigungskampf. Athen wird geräumt und sinkt unter den Brandfackeln der östlichen Barbaren samt seiner stolzen Tempel in Schutt und Asche. Der Großkönig, berauscht von seinen Siegen, schickt sich an, auf dem Isthmos zu landen und die Peloponnes zu besetzen. Da erwächt ihm in Themistokles ein Widersacher, der Strategie und politische Führung der verbündeten Griechen an sich reißt. Er zwingt mit Energie die schwankenden Feldherrn, mit List die Perserflotte zum Kampf und schlägt die feindliche Übermacht in der Entscheidungsschlacht vor Salamis. Die Tage von Marathon und Salamis machten Epoche. Wenn die vorliegende Erzählung noch einer Rechtfertigung bedarf, so ist es der markante geschichtliche Beweis, daß übersteigerter politischer Machtanspruch an seinen eigenen Grenzen zerbrechen muß - damals wie heute." (Umschlagtext)

Gardonyi, Géza: Ich war den Hunnen untertan. Vom Sklaven zum ruhmreichen Helden. Aus dem Ungarischen von Heinrich Weissling. München: Heyne (Jugend-TB 197) 1980.


"Mit einer byzantinischen Gesandtschaft des Kaisers Theodosius kommt Zeta, ein ehemaliger Sklave eines römischen Herren zu den Hunnen. Im Lager des sagenumwobenen Attila verliebt er sich in die schöne Hunnin Emöke und wird zum glühenden Bewunderer Attilas, vor dem das ganze Abendland zittert. Zeta weiß, daß er als Sklave nie um Emöke werben darf, doch da bietet ihm das Schicksal eine Chance: Zeta kämpft inmitten der riesigen hunnischen Völkerscharen gegen die Westgoten und Römer in der katalaunischen Ebene und kehrt aus dem großen Krieg siegreich wieder zurück in die Nähe Emökes. Nun hofft Zeta, endlich auf Anerkennung seiner Verdienste, auf Ruhm und Ehre, die es ihm ermöglichen, um Emöke zu werben. Doch völlig unerwartet stirbt Attila. Wird es Zeta gelingen, den blutigen Kämpfen nach Attilas Tod zu entkommen und die Freiheit wieder zu erlangen? Ein ungewöhnliches Buch: außerordentlich lebendig und anschaulich wird hier Person und Leben Attilas und seines Volkes dargestellt. Die ungewöhnliche Mischung aus historischer Genauigkeit und unglaublicher Spannung wird jeden jungen Leser faszinieren." (Umschlagtext.)

Gautier, Théophile: Eine Nacht der Kleopatra. Zwei Erzählungen. Aus dem Französischen von Gabriele Betz. Mit Illustrationen von Angela Hampel. Berlin: Buchverlag Der Morgen 1990.


Originaltitel der Erzählungen: "Une nuit de Cléopatre" und "La chaîne d'or, ou l'amant partagé". - "Die beiden Erzählungen 'Eine Nacht der Kleopatra' und 'Die goldene Kette oder Der geteilte Liebhaber' führen in die mediterrane Landschaft des antiken Ägypten und Griechenland, die Gautier mit Maleraugen schildert. In den Bädern der ägyptischen Königin bzw. den eleganten Etablissements griechischer Hetären überführt die glutvolle Leidenschaft des 'romantischen' Helden - siegend oder tragisch scheiternd - die tonangebende Gesellschaft ihrer Engherzigkeit, Langeweile und heuchlerischen Konvention. - Théophile Gautier [1811-1872], Maler, Dichter und Bohémien, der die französische Romantik mit lichtfrohem Heidentum verband, gilt als Begründer des L'art pour l'art. Gegen das Zweck- und Nützlichkeitsdenken des Bourgeois opponierend, verstand sich Gautier als Priester des Schönen, allein seinem ästhetischen Ideal verpflichtet. In seiner Gestaltung bisweilen kunstvoll-dekorativ, feiert die Frau als Gegenstand makelloser, die Sinne entzündender Schönheit. Gleichwohl erscheint sie in diesen Erzählungen auch einsam, leidend und aufopfernd liebend." (Text auf dem Schutzumschlag.)

Gedge, Pauline: Der Adler und der Rabe. Der letzte Kampf der Kelten gegen die Römer. Aus dem Englischen von Marion B. Kroh. München: Goldmann Verlag, 1978.


"Britannien im ersten Jahrhundert nach Christi Geburt: Am väterlichen Hof, in Camerlodunum, wächst der junge Fürstensohn Caradoc heran, der sich in die schöne Prinzessin Aricia aus dem benachbarten Brigantes verliebt. Er heiratet aber entgegen seinem wahren Gefühlen die sanfte Eurgain. Aricia schwört ihm ewige Feindschaft. Doch Caradoc wird von anderen Problemen gequält: Die römischen Legionen stehen von den Toren Britanniens und werden es besiegen, wenn sich die keltischen Stämme nicht zusammenschließen, um den Eindringlingen zu trotzen. Caradoc gelingt es, angesichts der drohenden Gefahr, die Stämme noch einmal zu einen, doch das Glück hat ihn verlassen. Das Land wird von furchtbaren Kämpfen heimgesucht, seine Familie nahezu ausgelöscht. Der mutige Kelte selbst gerät durch gemeinen Verrat in die Hände seiner Feinde und wird mit Frau und Kindern nach Rom verschleppt. In seiner Heimat aber geht der Kampf weiter. Unbeugsam versuchen die Kelten das Rad der Geschichte noch einmal zurückzudrehen..." (Text im Buch)
"Aulus Plautius Silvanus und seine Tribunen standen am Strand und sahen zu, wie die berittenen Truppen an Land gingen. Das Fußvolk hatte sich unter der Leitung der Zenturionen bereits am Strand verteilt, und langsam löste sich das Gewimmel in organisierte Einheiten auf. Der römische Kriegsadler und die Standarten der Legionen flatterten stolz im Wind!" Gegen diese römische Übermacht haben die Kelten nur eine Chance, wenn sie sich unter der Leitung des Fürstensohnes Caradoc zusammenschließen. Doch die von ihm verschmähte schöne Aricia sät Zwietracht zwischen den Lagern." (Umschlagtext)

Giese, Alexander: Wie ein Fremder im Vaterland. Ein Marc-Aurel-Roman. München: Heyne (TB 5320) 1977.


"Kaiser Marc Aurel, der Philosoph an der Spitze eines Imperiums, befindet sich auf der Reise von Carnutum nach Vindobona. Die Wunderdroge, die ihm jahrelang geholfen hat, sein schweres Amt zu meistern, vergiftet seinen Körper, wie Gerüchte seinen Hof vergiften. Ein Attentatsversuch verbreitet Angst und Unsicherheit. Die "Falken" wollen gegen die Markomannen losschlagen, die "Tauben" versammeln sich im Lager des skrupellosen Realpolitikers und Nachfolgers Commodus. Sieben Tage kämpft Marc Aurels klarer, überwachter Geist gegen die Schwäche des Körpers. Er plant das Naheliegende, den großen Feldzug, doch immer mehr ergreift Entfernteres von ihm Besitz: Bilder aus seiner Jugend, seine Regentschaft und Ehe steigen auf wie Kometen, um im Fieber zu verglühen. In Äquinoctio erlebt Marc Aurel, der Verstandesmensch, das Mysterium des Mithrakults, und in den Armen der ebenso schönen wie furchtlosen Hortensia beginnt er zu ahnen, was seinem Leben fehlt: Liebe. "Wie ein Fremder im Vaterland", seit 200 Jahren das erste Marc Aurel-Buch eines deutsch-sprachigen Autors, läßt den Verfasser der berühmten "Selbstbetrachtungen" als denkenden, fühlenden und leidenden Menschen zum Greifen lebendig werden." (Umschlagtext)

Gilde, Werner: Plaudereien eines Leibwächters. Halle: Mitteldeutscher Verlag 1976.


"Archimedes hat als Leibwächter des Königs Hannibal Einblicke wie kaum ein anderer im karthagischen Heer. Er nimmt an den Feldzügen nach Italien teil und lernt alle Finessen des Krieges zwischen Karthago und Rom kennen. Von seinen Erlebnissen kann er interessante Dinge berichten. Als Hannibals Stern zu sinken beginnt, wird Archimedes Leibwächter beim Ägypter Meon. Ihm, dem verkrachten Studenten und Sohn aus gutem Haus, wird der Stoff zu Plaudereien nicht ausgehen."

Giono, Jean: Die Geburt der Odyssee. Roman (1930). Aus dem Französischen von Walter und Ruth Gerull-Kardas. Zürich: Die Arche 1960.


"Dieses Buch darf nur als eine literarische Spielerei angesehen werden, ein Essay im eigentlichen, ursprünglichen Sinne des Wortes. Schwer verwundet kehrte ich 1920 aus dem Kriege heim; ich besaß nur eine Bibel und die Odyssee. In dieser Odyssee, die blaugrün und von Wasserspritzern ganz verfärbt war, las ich, wenn ich über die Hügel ging, um Frieden zu finden; in ihren Seiten fand ich die erfrischende Bitterkeit, derer ich bedurfte. Immer, wenn ich langsam die Wege entlang ging, das geöffnete Buch in der Hand, wurde ich ruhig und ausgeglichen. Ich hatte bald begriffen, daß die Landschaft, die mich umgab, die wolligen Wacholdersträucher, mit denen der Hügel bedeckt war, die kleinen Landhäuser, mit den schattigen Buchten unter leise rauschenden Zypressen, das Lied der Obstgärten, die Frauen mit den Wasserkrügen, die Wäscherinnen, die sich über das Bassin beugten, die Hände voller Waschblau, daß dies alles die Odyssee war, und ich las nur weiter, wenn am Ende der Seite meine Blicke zu den Feldern schweiften. Eines Sonntagsnachmittags besuchte ich Freunde auf dem Lande; ich ließ das Buch auf dem Tisch liegen, als ich ging, um mir die Schweine anzusehen. Als ich zurückkam, hatte der Bauer seine Brille aufgesetzt und las, dabei bewegte er lautlos die wulstigen Lippen. Nach einer Zeit ließ er das Buch sinken und blickte mich über die Gläser hinweg an. "Gehört das dir?" fragte er. Ich sagte: "Ja." "Also das ist ein Buch", sagte er, "das ja. Nicht dieses süßliche Gewäsch der Zeitungsromane." So bin ich zum Hof des Odysseus gekommen." (Vorwort)

Giovagnoli, Raffaello: Spartacus, Feldherr der Sklaven (1874). Gekürzte und bearb. Ausg. nach der Übersetzung von H. Pankrats. Mit einem Nachwort von Hans-Jürgen Hartmann. Illustrationen von Gerhard Goßmann. Berlin (DDR): Verlag Neues Leben, 2. Aufl. 1972.


"Durch die nächtlichen Straßen Capuas hasten der Thraker Spartacus und der Germane Önomaus. Sie wollen ihre Kampfgefährten in der Gladiatorenschule warnen, die auf das Signal zum Aufstand warten. Der Plan der Erhebung ist verraten, und schon sehen sie beim Schein einer Pechfackel die Lanzen der anrückenden Römer aufblitzen. Sollten die gefahrvollen Jahre der Vorbereitung auf diesen Tag vergeblich gewesen sein? Es gelingt Spartacus, sich mit einigen Getreuen zum Vesuv durchzuschlagen. Von dort entfesselt er eine Sklavenrevolution, die das sieggewohnte Rom an den Rand der Niederlage bringt. In gewaltigen Schlachten mit einem grausamen Feind, in Auseinandersetzungen mit unbedachten Freunden und trotz der Versuchungen durch die Kurtisane Eutibide bewährt sich Spartacus, der seine geliebte Valeria verließ, um sein Leben dem Freiheitskampf zu widmen."

Gjellerup, Karl: Der goldene Zweig. Dichtung und Novellenkranz aus der Zeit des Kaisers Tiberius. Leipzig: Quelle & Meyer 1917.

Gordian, Robert: Das Grab des Periandros. Antike Mordgeschichten. Berlin: Verlag Neues Leben 1992.


"Wie ein korinthischer Tyrann seinen eigenen Tod organisiert, ein schauriges Gemetzel an heiliger Stätte sich doch nicht als Götterrache erweist oder ein Sklave und Lustknabe zweier reicher Herren für blutigen Streit sorgt - rätselhafte Tode ließen sich auch schon in der Antike mit kriminalistischer Findigkeit erklären. Sieben spannende Mordgeschichten werden hier erzählt." (Umschlagtext)

Gray, Ernest A.: Als Tiberius Kaiser von Rom war. Ein römischer Söldner im Heiligen Land. Aus dem Englischen von F.M. Friedmann. Würzburg: Arena (TB 137) 1968.


"Die Randfiguren der Heiligen Geschichte haben seit eh und je die künstlerische Phantasie in besonderem Maß beschäftigt. In diesem recht sorgfältig gearbeiteten Roman sehen wir Jesus und sein Wirken gar mit den Augen eines jungen Engländers, eines Veterinäroffiziers aus dem keltischen Britannien, der in einer bunt zusammengewürfelten, etwas rüden Eskadron der kaiserlichen Kavallerie Dienst tut. Dem brodelnden, gefährlichen Völkergewirr in Galiläa und Judäa steht eine routinierte Besatzungsmacht gegenüber, die indes viel zu schwach ist, um den politischen und religiösen Fanatismus wirksam in Schranken halten zu können. Inmitten dieser stets gefährdeten Welt ungezügelter Leidenschaften schreitet still und doch von bezwingender Ausstrahlungskraft der Prophet, eine Christusgestalt präraffaelistischer Prägung, seiner Erfüllung in Jerusalem, Prozeß und Kreuzigung entgegen. Das Buch ist reich an packenden, eindrucksvollen Schilderungen..." (Bücherei und Bildung)

Gregorovius, Ferdinand: Der Kampf der Goten um Rom. Berlin: Verlag Die Heimbücherei 1942.

Grund, Josef Carl: Feuer am Limes. Eine Erzählung aus der Zeit der Römer und Alemannen. Bayreuth: Loewe 1983. [E.Ott, Bibliogr.]


"Höchste Alarmbereitschaft herrscht im Römerlager Biricianis, dem heutigen Weißenburg in Bayern. Rauchzeichen und wiederholte Scheinangriffe künden von einem großangelegten Überfall der Alemannen auf den Rätischen Limes, die Mauer, die das römisch besetzte Gebiet vor germanischen Einfällen schützen soll. Der Kommandant des strategisch bedeutenden Kastells läßt die wertvollsten Kutobjekte aus dem Götterheiligtum vergraben, damit sie den alemannen nicht in die Hände fallen. Cornelia, Tochter eines römischen Offiziers, wartet stündlich auf Fritho. Ihm, dem gefangengenommenen Sohn eines alemannischen Grafen, hatte sie einst zur Flucht verholfen und ihn somit vor schmachvollem Sklavenschicksal bewahrt. Zum Dank dafür versprach Fritho, sie rechtzeitig vor dem angriff der Alemannen zu warnen. Fritho kommt, der Sturm bricht los und vernichtet schließlich die gesamte römische Befestigungsanlage Biricianis."

Grund, Josef Carl: Geiseln für Cäsar. Zeichnungen von Werner Blaebst. Bindlach: Loewe 1984.


"Man schreibt das Jahr 52 v. Chr. Cäsar hat mit seinen Legionen den Römern die Herrschaft über Länder und Staaten rund um das Mittelmeer bis hinauf nach Gallien (dem heutigen Frankreich) erkämpft. Auch Ägypten steht unter seinem Einfluß, seit er Prinzessin Kleopatra den Pharaonenthron erobert hat. Um sich die Gefolgschaft der Unterworfenen zu sichern, läßt Cäsar Söhne und Töchter führender Familien als Geiseln nach Rom bringen. Drei dieser Geiseln leben bei Senator Capito. Es sind der 16jährige Cyran aus Gallien und zwie Mädchen aus Ägypten, Herat und Tanit. Cyran verliebt sich in Herat und schmiedet Fluchtpläne. Auf der Suche nach Verbündeten entwischt er seinen Bewachern und wird ausgerechnet von gallischen Verschwörern überwältigt, die ihn für einen Römer halten. Gemeinsam wollen sie den gefangenen Avernerfürsten Vercingetorix, aber auch Herat und Tanit befreien ..."

Grund, Josef Carl: Der Ring des Pilatus. Eine Erzählung aus der Zeit Christi. Bindlach: Loewe 1988.


"In diesem Jahr nimmt das Passahfest in Jerusalem einen unerwarteten Verlauf: Eine erregte Menschenmenge zieht zum Palast des Statthalters und fordert für Joschua, den "Wunderrabbi" aus Nazareth, den Tod. Pontius Pilatus, der oberste Befehlshaber in der römischen Provinz Judäa, hält den jungen Mann für unschuldig, doch auf den Druck der Menge hin verurteilt er ihn zum Tod am Kreuz. Entsetzt hat der 15jährige Sklave David das Geschehen beobachtet. Gibt es denn keinen Ausweg für Joschua? Als David durch Zufall den goldenen Ring des Pilatus, ein Unterpfand römischer Macht, in die Hände bekommt, steht sein Entschluß fest: Er will Joschua mit Hilfe des Ringes retten. Doch in den Wirren der folgenden drei Tage überstürzen sich die Ereignisse, und am Ende findet sich David auf der Flucht nach Damaskus wieder - zusammen mit einer kleinen Gruppe von Anhängern des Rabbi. Unter ihnen ist Judith, die Tochter eines Töpfers, zu der sich David von Anfang an hingezogen fühlt. Als dann der Ring des Pilatus in falsche Hände gerät, kann sie alle nur noch ein Wunder retten... Eine Geschichte aus der Zeit Christi - anschaulich und spannen erzählt." (Umschlagtext)

Grund, Josef Carl: Zwei Leben für Hannibal. Eine Erzählung aus dem Reich der Karthager. 20 Illustr. von Theodor Eberle. Bindlach: Loewe 1989.


"Eine spannende Erzählung aus der Blüte- und Endzeit Karthagos." (DBdJ 1990/91, S.29.)

Haefs, Gisbert: Hannibal. Der Roman Karthagos. Zürich: Haffmanns Verlag 1989.


"Karthago: reichste und freizügigste Stadt der Antike, Herrin der Meere, Hüterin der Seewege nach Thule, des westlichen Meers und des westlichen Ozeans, Mutter des Handels und Handwerks, Meisterin der Künste und Liebe. Dies ist die Geschichte der zwei Weltkriege und des letzten Heros der freien alten Welt: Hannibal, Sohn des Hamilkar Barkas - sein Leben, von der Zeugung bis zu seinem Nachleben im Römischen Reich, erzählt von seinem Freunde, dem Hellenen Antigonos, Bankier und Berater der Barkiden, Einwohner in Qart Hadasht, das die Griechen Karchedon und die Lateiner Karthago nannten: "Dort wurde ich geboren, vier Jahre nach dem albernen Tod der großen Pyrrhos, vier Jahre vor dem römischen Vertragsbruch, der den ersten großen Krieg zwischen Italien und Afrika auslöste. Mit diesem Vertragsbruch begann der Untergang einer Welt, aber das konnte damals niemand sehen. In der langen Spanne meines Lebens habe ich zwischen den Schneebergen im Osten Indiens und den westlichen Küsten jenseits des Weltozeans viele große Männer und verzweifelte Entscheidungen erlebt; nun sind alle zu Nichts geworden. Wie der unselige ehrenhafte Starrkopf Regulus, der gewaltige Hamilkar, und natürlich Skipio der Stock, den sie Scipio den Afrikaner nannten. Sie waren groß, doch nur Räder in einem Laufwerk; sie hatten die Kraft, es zu beschleunigen oder zu verlangsamen, aber sie konnten es nicht anhalten und nicht aus diesem Laufwerk ausbrechen. Einer nur hatte die große Sicht, und einen schwindelerregenden Moment hielt er die Macht und die Möglichkeit in der Hand, das Ende einer, seiner, meiner Welt zu verhindern und den Strom der Zeit in ein anderes Bett zu zwingen. Er war größer als Achilleus, Kyros und Alexander - aber nun ist Hannibal seit zwei Jahren tot. In den Tavernen reden sie noch immer von ihm; in Rom werden sie nie von ihm schweigen. Er war das gewaltige Feuer, in dem die alte Welt sich verzehrte, und kein Phönix wird sein. So bleibt mir, die Asche meines Erinnerns zu Sätzen zu formen..." (Umschlagtext)

Haefs, Gisbert: Hannibal. Der Roman Karthagos. München: Heyne 1989.

Haefs, Gisbert: Gisbert Haefs liest: Roma. Der erste Tod des Mark Aurel. München / Zürich: Diana 2002 (gekürzte Hörbuchfassung: München: Heyne 2002, 4 Kassetten).


"Hochverrat in der Hauptstadt der Antike: Rom im Jahr 165 n. Chr.: Die Vorbereitungen für den großen Triumphzug zu ehren der von den Partherkriegen zurückkehrenden Feldherrn sind in vollem Gange. In dem Menschengewirr verbreitet sich ein Gerücht wie ein Lauffeuer: Kaiser Mark Aurel soll einem Attentat zum Opfer fallen. Eine junge Schauspielerin und ein Offizier werden durch Zufall in die Intrige verwickelt und beginnen selbst zu ermitteln."

Hagelstange, Rudolf: Spielball der Götter. Aufzeichnungen eines trojanischen Prinzen. Roman. Hamburg: Hoffmann und Campe 1959, als TB bei dtv 411, 6. Aufl. 1973.


"Anders als wir ihn aus der Sage kennen, erscheint Paris in diesen "Aufzeichnungen eines trojanischen Prinzen". Seiner selbst nicht sicher, berichtet er hier als ironisch geistreicher Chronist über Vorgeschichte und Verlauf des griechischen Krieges: "Die Griechen sprechen natürlich vom Trojanischen Krieg." Karl Krolow bescheinigte diesem Buch eine "hervorragende, spielerisch ausgebreitete Intelligenz", und Friedrich Sieburg schrieb: "Wir sind auf eine melancholische Weise klüger als die ältesten Sagenfiguren und wissen, daß es keine Belohnung, sondern ein Fluch ist, mit der schönsten Frau der Welt beschenkt zu werden. Paris - wie Hagelstange ihn uns vor Augen führt - ist kein Dummkopf, er weiß, auf was er sich eingelassen hat, als er die schöne Helena raubte, er weiß, daß er sich zum Spielball der Götter gemacht hat, und da er - schließlich ist er Kassandras Bruder! - das Unglück voraussieht, beginnt er im neunten Jahr des Trojanischen Krieges seine militärische Tätigkeit, die er allerdings lieber mit Pfeil und Bogen als mit dem Schwert ausübt, einzuschränken und seine Memoiren zu schreiben." Hagelstange ist etwas sehr Seltenes geglückt. Er schrieb einen modernen Roman, in dem trotz Melancholie und Ironie die Schönheit der Antike auf beglückende Weise gegenwärtig ist." (Umschlagtext)

Hartenstein, Elisabeth: Der Schatten Alexanders. (Spannend erzählt, Bd. 133). Berlin (DDR): Verlag Neues Leben 1976.


"Philonikos erzählt - er, der als Jüngling an den Hof König Philipps von Makedonien gekommen war, hat viel gesehen. Er zog den Hengst auf, der als Alexanders berühmtes Streitroß Bukephalos in die Geschichtsschreibung einging. Er erlebte Alexanders Jugendjahre mit, sah ihn als erfolgreichen Feldherrn bei der Niederwerfung der aufständischen Trakier und in der Schlacht von Chäronea. Er kannte den Jüngling deprimiert, wenn ihn das Schicksal seiner Mutter Olympias bekümmerte, und wußte von der Faszination, die von dem jungen Prinzen ausging bei der Wahl zum Anführer der Reiterei und später, als er sich nach der Ermordung Philipps zur Königswahl stellte. Philonikos begleitete Alexander auch auf dem Feldzug ggen die Perser, die die griechischen Staaten bedrohten. Sein ganzer Lebenssinn bestand darin, für seinen jungen geliebten König dazusein. Der einfache Mann des Volkes erkannte dessen Größe, aber schließlich auch dessen Grenzen, als er mitansehen mußte, wie Siege und Erfolge Alexander nicht mehr maßhalten ließen, daß er seine Eroberungsziele immer weiter steckte und letztlich in seinem Namen Unrecht geschah. Von diesem Unrecht wurde auch der treue Philonikos selbst betroffen."

Hartenstein, Elisabeth: Abschied von Alexander. (Spannend erzählt, Bd. 171). Berlin (DDR): Verlag Neues Leben 1982.


"'Du tust gut daran, die Nähe des Königs zu meiden', mit diesen Worten war der treue Philonikos aus der Nähe Alexanders verbannt worden. Mit Gazella hatte er eine kleine Familie gegründet, doch eines Tages ist er verschwunden, wie er gekommen war. Jahre später kehrt er als enttäuschter, kriegsmüder Mann zurück. Nein, er war nicht einfach seines Wegs gegangen, damals - man hatte ihn entführt, ihn an das Krankenlager Alexanders gebracht, weil man sich Hilfe von ihm erhoffte. Noch einmal war das Schicksal dieses einfachen Menschen mit dem des großen Feldherrn eng verbunden. All das erzählt er Gazella an den Abenden am Feuer, auch vom Tod des Königs und Freundes, den er geliebt, für den er viel geopfert hatte, der aber auch in Maßlosigkeit und Heftigkeit ihn manche schwere Stunde bereitet hatte." (Anzeige)

Hartenstein, Elisabeth: Die Lawine. Roman um Armin den Cherusker. (Spannend erzählt, Bd. 202). Berlin (DDR): Verlag Neues Leben 1986.


"Fast noch ein Kind ist Armin, als sein Vater Segimer, der Herzog der Cherusker, unter den Vertrag mit den Römern drei Kreuze malt. Als Unterpfand der Freundschaft wird der Fünfzehnjährige nach Rom geschickt. Mit Staunen betritt Armin nach dem langen Ritt über die Alpen die ewige Stadt. Doch schon bald mischt sich in seine Bewunderung Abscheu. Menschen müssen sich zur Belustigung der freien Bürger gegenseitig niedermetzeln. Und haben nicht manche von ihnen genau solche blonden Haare wie er? Besonders einer erregt seine Aufmerksamkeit - der bärenstarke Irminhart, den bisher noch keiner besiegen konnte. Irgendwie muß er an ihn herankommen. Doch wie? Ist er ja selbst nicht viel mehr als ein Gefangener, wenn auch im goldenen Käfig. Dieser historische Roman erzählt von Armin dem Cherusker, der im Teutoburger Wald die Germanen in den Kampf gegen die Römer führt." (Anzeige.)

Hégedüs, Géza: Fremde Segel vor Salamis. Mit Zeichnungen von Miklos Gyöyri. Leipzig: Prisma 1964.


"Am abenteuerlichen Lebensweg der beiden Freunde Toxaris und Hermodoros und der jungen Kalonike entwickelt der Autor ein einprägsames Bild von der Zeit der griechisch-persischen Kriege. Wir begleiten die Helden des Romans bis Ekbatana, erleben die Kämpfe bei Marathon, Thermopylai, Salamis und Plataiai und den Aufbau der zerstörten Stadt Athen mit, bekommen einen Einblick in griechische Verfassung, Philosophie und Dichtung. Überlegene Feldherren und reiche Kaufleute lernen wir kennen, vor allem aber mutige Sklaven und tüchtige Handwerker. Ein Roman, der in spannungsreicher Handlung reiches historisches Wissen vermittelt." (Umschlagtext.)

Heilander, Elisabeth: Die Karthagerin. Historischer Roman um Hannibal. Heilbronn: Salzer Verlag 1992.


"Im Jahr 218 v. Chr. überquert Hannibal, karthagischer Feldherr und ältester Sohn aus Hamilkar Barkars' "Löwenbrut", in einem geschichtlich einmaligen Unternehmen mit 50 000 Kriegern, Reit- und Lasttieren sowie 37 Elefanten die winterlich verschneiten Alpen. Nach unvorstellbar schwierigem und verlustreichem Marsch steigt er nach 15 Tagen in die Poebene ab und zwingt Rom seinen Kampf auf. In Hannibals Gefolge befindet sich, als Knabe ausgegeben, die 13jährige Antopa, Tochter des karthagischen Hauptmanns Mertaban, Hannibals Bruder Hasdrubal versprochen. Unter dem Schutz ihres alten griechischen Lehrers Lactas wird für die Halbwaise das Heerlager zur Heimat, bis sie nach der verhängnisvollen Schlacht bei Cannae schwer verwundet als Sklavin nach Rom verschleppt wird. Durch glückliche Umstände gelangt sie in die noble römische Patrizierfamilie Marianus, wo sie von Mutter Valeria wie eine Tochter aufgenommen wird. Zum erstenmal erlebt Antopa die Geborgenheit in einer Familie, lernt römische Sitten, Kultur, städtisches Leben kennen und fühlt sich bald heimisch. Mehr und mehr wird die schöne Antopa zur Römerin, erst recht, als sie sich ihrer Liebe zu Marcus, dem ältesten Sohn von Valeria, bewußt wird. Doch die Vergangenheit, der Verlust ihres Gedächtnisses, macht ihr immer mehr zu schaffen. Was geschah in Cannae mit ihrem Vater? Mit Lactas ...?  Stück für Stück muß Antopa ihre Identität wiederfinden und sich der bitteren Wahrheit stellen. Als sich ihr die Möglichkeit bietet, ihre Vaterstadt Karthago kennenzulernen, zögert sie nicht lange und macht sich auf den Weg nach Süden, nicht ahnend, was ihr wiederum bevorsteht.    Bis sie nach Scipios Sieg über Hannibal ins jubelnde Rom zurückkehrt und den geliebten Mann endlich in die Arme schließen kann, muß Antopa viele abenteuerliche Umwege in Kauf nehmen, die sie ins umkämpfte Syracus, ja bis nach Athen führen." (Umschlagtext)

Heinrich, Horst Jürgen: Kein Stein wird auf dem andern bleiben. München: Nymphenburger Verlagsbuchhandlung (edition meyster) 1987.

Hennen, Bernhard: Der Flötenspieler. Ein Kriminalroman aus der Zeit Kleopatras. Düsseldorf: Econ-Verlag 1996.


"Ptolemaios XII. flieht im Jahre 58 v. Chr. von Ägypten nach Rom. Dort wird an seinem Hofschreiber ein grausamer Ritualmord begangen, und es scheint, als folge der Fluch des Gottes Seth dem Pharao. In der Hoffnung, weitere Verbrechen verhindern zu können, begibt sich die Isispriesterin Samu auf die Suche nach den Mördern. Bald schon zeigt sich, daß die Schwestern Berenike IV. und Kleopatra VI., die ihren Vater vom Thron vertrieben haben, auch in Rom mächtige Freunde haben. Je tiefer Samu in das verwirrende Gespinst der Intrigen eindringt, desto klarer wird ihr, daß die Feinde des Pharaos auch vor dem Mord an einer Priesterin nicht zurückschrecken würden. Schließlich flieht sie mit der jungen Prinzessin Kleopatra VII. nach Pompeji, wo sie im Kampf gegen die Mörder einen unerwarteten Verbündeten findet..." (Text im Buchinneren)

Hering, Elisabeth: Angeklagt ist Aspasia. Leipzig: Prisma-Verlag 1967.

Herrmann, Klaus: Die Ägyptische Hochzeit. Berlin (DDR): Verlag der Nation, 2. Aufl. 1971.


"Die legendenumwobene Gestalt der ägyptischen Königin Kleopatra hat Schriftsteller, Historiker, Filmproduzenten, Kitschfabrikanten aller Genres und ein nach Hunderttausenden zählendes Publikum immer wieder aufs neue fasziniert. Aber Klaus Herrmann sieht nicht nur die, die im Licht der Macht wandeln und sich ihren Leidenschaften und Launen hingeben. Mehr als die zügellose Sinnlichkeit einer schillernden Frau, mehr als das politische Spiel ehrgeiziger römischer Feldherren interessiert ihn das menschenunwürdige Leben der Sklaven, die sich gegen ihre Peiniger aufzulehnen beginnen. Der Roman, der zu den besten literarischen Arbeiten des bekannten Autors gehört, wird in einer überarbeiteten und erweiterten Neuausgabe vorgelegt." (Anzeige)

Herrmann, Klaus: Nacht sinkt auf Babylon. Historischer Roman. Berlin (DDR): Verlag der Nation 1972.


"Im Frühjahr des Jahres 323 v. u. Z. stirbt Alexander der Große, Herr eines Reiches, das von Libyen bis zum Indus und von den Rhodopen bis zum Persischen Golf reicht, dreiunddreißigjährig in Babylon. - Vor unseren Augen entsteht eine Welt voller Gegensätze, verwirrend und geheimnisvoll wie die Träume im Tempel des Baal-Marduk: uralte orientalische Kulte und hellenische Heiterkeit, Intrigen und Leidenschaften, prunkvolle Hoffeste und Liebesnächte in der Stadt am Euphrat, die Ausschweifungen der Oberschicht und das Aufbegehren der Sklaven gegen ihr unmenschliches Dasein." (Anzeige)

Herrmann, Klaus: Der Brand von Byzanz. Historischer Roman. Berlin (DDR): Verlag der Nation, 3. Aufl. 1974.


"Die riesige, prunkvolle Kaiserstadt Byzanz im Jahre 532 ist Schauplatz des Geschehens. Kaiser Justinian und seine Gemahlin Theodora herrschen über ein Volk, das unter ihrer Tyrannei stöhnt. Die Zirkusparteien erregen die Massen zur Rebellion. Der 'Nike-Aufstand' aber erstickt in einem furchtbaren Blutbad." (Anzeige)

Herrmann, Klaus: Die Zauberin von Ravenna. Berlin (DDR): Verlag der Nation 1983.


"Der Autor gibt ein in gedämpften Farben gehaltenes Bild der Spätantike. In seiner Sicht erscheint Theoderich der Große nicht als eine blonde Reckengestalt, sondern als ein tragisch einsamer Herrscher, der letztlich am skrupellosen Machtstreben der gotischen und römischen Oberschicht scheitert." (Anzeige)

Hersey, John: Die Verschwörung der Dichter. Geheimberichte aus dem alten Rom. Deutsch von Luise Wasserthal-Zuccari. Berlin: Aufbau Verlag 1991 (engl. 1972).


"Die römische Geheimpolizei glaubt, erste Beweise für eine Verschwörung gegen Kaiser Nero zu haben. Dieser, einst ein vielversprechender junger Mann, Freund der Dichter, Schüler von Seneca, hat sich mit Blut besudelt, mit der Macht gemästet und die alten Freunde vergessen. Sein Lehrer ist verbannt, die bedeutendsten Dichter der Zeit sind zum Schweigen verurteilt. Mittelmäßige Männer - Militärs und Geheimpolizisten - genießen sein Vertrauen. Während er mit seinen Günstlingen ausschweifenden Vergnügungen frönt, zieht die Geheimpolizei ihre Netze immer enger um die tatsächliche (oder ist es eine eingebildete? eine absichtlich konstruierte? eine provozierte?) Verschwörung der Dichter. Gestützt auf Quellen von Tacitus und Suetonius schildert der Amerikaner John Hersey Ereignisse, die heute so aktuell sind wie vor fast 2000 Jahren."

Heyne, Isolde: Imandra. Bindlach: Loewe 1992. ISBN 3-7855-2523-3. DM 19,80


"Nie wäre Imandra freiwillig von Athen nach Delphi gegangen. Doch nun ist sie fasziniert von der Stadt mit den gewaltigen Bergen und dem wundervollen Blick auf die ehrwürdigen Tempel. Einmal - ein einziges Mal möchte sie im Orakel von Delphi stehen, einmal nur die Pythia sein, jene geheimnisvolle Weissagerin, die jeweils am siebten Tag des Monats ihr Wissen über die Zukunft den Pilgern offenbart ... Ein spannender Roman über das antike Griechenland." (Umschlagtext)

Hofer, Gérard: Odysseus. Roman. München: edition meyster 1994.


"Über 3500 Jahre hat sich die Menschheit an die griechischen Sagen erinnert, vorrangig an die "Odyssee" und an den "Kampf um Troja". Warum? Weil sie zu dem Spannendsten gehören, was die Überlieferung zu bieten hat. Gérard Hofer erzählt sie uns neu. Er verzichtet dabei auf den heroisierenden Ballast der Überlieferung und stellt die Geschichte so dar, wie sie wirklich war: voller Dramatik, Liebe und Leidenschaft. Schließlich ist ja auch überliefert, daß die Götter in Sachen Liebe überaus aktiv waren, daß selbst Zeu, der Herrscher des Universums, seine Gattin Hera pausenlos mit anderen Göttinen und gewöhnlichen Frauen betrog und Aphrodite nackt durch die Geschichte ging, mit ihren schönen Brüsten prahlte und das Bett der Liebe statt mit ihrem Mann, dem Himmelsschmied, mit Ares, dem Gott des Krieges, teilte. Vor diesem Hintergrund wird die Gestalt des Odysseus lebendig und mit ihm all die sagenumwobenen Geschichten, die sich um sein Leben ranken: wie er durch List seine Gattin Penelope gewann; wie er sich im mörderischen Kampf um Troja bewährte und nicht zuletzt seine zahllosen Abenteuer während der Irrfahrten, die ihn lange Jahre fernhielten von seiner Heimat, von Ithaka." (Umschlagtext)

Hofmann, Jürgen: Cave canem. Roman aus dem alten Rom. Rudolstadt: Greifenverlag 1983; 2. Aufl. 1986.


"Hofmann führt uns in seinem Buch in das Rom des Jahres 6. Leo, angeketteter Pförtnersklave im Hause des römischen Senators Scaevola, schreibt heimlich die Geschichte seiner Versklavung auf. Der einstmals freie Grieche versucht so, sich sein Menschsein zu bewahren. Da wird der Senator ermordet. Einem archaischen Gesetz zu Folge müssen alle Sklaven des Hauses den Mord sühnen, wenn der Täter nicht gefunden wird. Leo, 'Der Wachhund', und sein junger Freund Titus beobachten und ermitteln im geheimen. Cave canem - Hüte dich vor dem Hunde!" (Anzeige)

Holler, Renée: Der Geheimbund der Skorpione. Ein Ratekrimi aus dem alten Rom. Reihe: Tatort Geschichte. Illustrationen von Daniel Sohr. Bindlach: Loewe Verlag 2002.


"Im Jahr 9 n. Chr.: Wer nur schickte ihrem Vater die geheimnisvolle Warnung vor Skorpionen? Fabia, Titus und der Botenjunge Rufus stoßen bei ihren Nachforschungen auf eine Verschwörung. Sie haben es mit mächtigen Gegnern zu tun. Denn Skorpione können tödlich sein..." (Klappentext)

Holler, Renée: Im Schatten der Akropolis. Ein Ratekrimi aus dem alten Griechenland. Reihe: Tatort Geschichte. Illustrationen cvon Anne Wöstheinrich. Bindlach: Loewe Verlag 2003.


"Im Jahr 431 v. Chr.: Zwischen Athen und Sprate herrscht Krieg. Plötzlich verschwinden immer mehr Kinder aus dem belagerten Athen. Kephalos und sein Vetter Philon machen sich an die Verfolgung der Täter und kommen einem heimtückischen Plan auf die Spur. Doch dann fallen sie selbst den skrupellosen Entführern in die Hände ..." (Klappentext)

Holt, Tom: Der Ziegenchor. Roman. Übersetzt aus dem Englischen von Kalla Wefel. München: Wilhelm Heyne Verlag, 1989.


"Komisch und voller Ironie lüftet der Autor den Vorhang des antiken Theaters und entzückt seine Leser mit einer hinreißenden Handlung." (New York Times)

Houghton, Eric: Die weiße Mauer. Stuttgart: Boje-Verlag 1963


(Thema: Hannibal und der Übergang über die Alpen)

Huber, Heide: Der geheimnisvolle Römerwagen in Colonia. Eine Kriminalgeschichte - nicht nur für Kinder. Köln: Bachem 1985.


"Wie dieses Buch entstanden ist: "Eines Tages las ich in der Zeitung eine kleine Notiz: Ein Kölner Museum lud Kinder zu einem Wettbewerb ein. Sie sollten den Gegenstand zeichnen, der ihnen im Museum am besten gefiel. Ich erzählte meinem Neffen Harald davon und fragte, was er gezeichnet hätte, wenn wir ins Römisch-Germanische Museum gegangen wären. Ich dachte dabei an den Reisewagen, denn hier bleiben die meisten Besucher am längsten stehen, und wenn die Wärter nicht aufpassen würden, ließen sich ganze Schulklassen in ihm nieder. Aber Harald entschied sich für "das bunte Glas mit den grünen Kreisen" - immerhin das kostbarste Stück im ganzen Museum. Da fiel mir ein Buch von dem bekannten Kölner Archäologen Otto Doppelfeld ein. Darin ist nicht nur das Glas beschrieben, sondern auch seine Herstellung und das Haus, in dem es gefunden wurde: die römische Villa an der Stolberger Straße in Köln-Braunsfeld. - Während ich mir überlegte, wie man Kindern und Jugendlichen das alles erklären könnte, kam mir ein anderer Gedanke: Wahrscheinlich würde es Harald auch interessieren, wie die Besitzer des Glases, die Bewohner des Landhauses, gelebt haben. Ich beschloß also, Otto Doppelfelds Buch nicht etwa für junge Menschen "zu übersetzen", sondern eine Geschichte sozusagen um das Glas herumzulegen. Ich suchte nach Gegenständen, denen die Bewohner begegnet sein könnten, die für sie wichtig gewesen sein mußten. Die meisten Gegenstände sind heute noch in Köln zu sehen. Aber ich wollte die Gegenstände nicht nicht nur einfach beschreiben. Ich wollte zeigen, wie die Menschen damals mit ihnen gelebt haben und was die Dinge für sie bedeutet haben." (Umschlagtext)

Hühnerfeld, Paul: Der Kampf um Troja. Griechische Sagen. München: DTV 1986 (7. Auf-lage 1993)


"Die Geschichte vom Trojanischen Krieg und von den Irrfahrten des Odysseus' erzählt der Autor mit Witz und Pfiff, aber auch mit Ehrfurcht vor dem großen Sagenstoff. Für Kinder und Jugendliche die erste Bekanntschaft mit den Griechen Achill, Helena, Agamemnon und vor allem mit dem klugen Odysseus. Seine List mit dem hölzernen Pferd lockt die Trojaner in eine Falle, und so können die Griechen nach zehnjährigem Kampf die Stadt Troja besiegen." (Umschlagtext)

Hunter-McIlwraith, Maureen Mollie: Der Wehrturm. Stuttgart 1978. [E.Ott, Bibliogr.]

Inkiow, Dimiter: Die Abenteuer des Odysseus. Wien: Gabriel Verlag 1999.


"Die Geschichte von den sagenhaften Irrfahrten und berühmten, listenreichen Heldentaten des griechischen Königs Odysseus ist eine der schönsten Abenteuergeschichten, die es auf der Welt gibt. Odysseus lebte glücklich mit seiner Frau Penelope, bis - ja, bis der Trojanische Krieg ausbrach. Der Streit war bekanntlich um Helena, die schönste Frau der Welt, entbrannt. Götter hatten ihre Hand im Spiel, vor allem Aphrodite. Wenn Odysseus nach der Erstürmung Trojas besser aufgepasst hätte, wäre ihm der Zorn der Götter und damit seine zehn Jahre lange Irrfahrt erspart geblieben." (Umschlagtext)

Ivanji, Ivan: Kaiser Diokletian. Roman. Berlin (DDR): Volk und Welt 1976.


"Seit frühester Jugend hat Diokles, der Sohn eines freigelassenen illyrischen Sklaven, emsig und verbissen an seiner Karriere gearbeitet, und er ist vierzig Jahre alt, als er am 17. November 284 das höchste Ziel seiner Soldatenlaufbahn erreicht: In einem Feldlager bei Nikomedia wird er zum Kaiser des Römischen Reiches ausgerufen. Diokletian, wie er sich fortan nennt, regiert das riesige Imperium mit straffer Hand; um seine Macht zu festigen, nutzt er die Möglichkeiten von Diplomatie, Ökonomie umnd Ideologie und nicht zuletzt ein umfangreiches Geheimarchiv, das ständig durch Informationen über alle wesentlichen innenpolitischen Vorgänge erweitert wird. So kann er - nach Einführung der Tetrarchie - das blutige Geschäft der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung im Reich und an dessen ausgedehnten Grenzen seinen Mitkaisern überlassen, während er selbst gottgleich über allem thront, ein guter und weiser Landesvater und Freund der schönen Künste. Und was kaum einem seiner Vorgänger vergönnt war: Diokletian fällt keinem Mordanschlag zum Opfer, sondern dankt nach zwanzig Jahren freiwillig ab, um sich auf seinem Alterssitz dem Anbau von Kohlköpfen zu widmen. Der jugoslawische Schriftsteller Ivan Invanji bemüht sich in seinem Roman, dessen moderne Sprach einen reizvollen Kontrast zum historischen Gegenstand bildet, um ein objektives Bild dieses römischen Imperators, der als Vater zahlreicher Reformen, aber auch als Urheber der letzten großen Christenverfolgungen in die Gecshichte eingegangen ist." (Umschlagtext)

Ivanji, Ivan: Kaiser Konstantin. Historischer Roman. Aus dem Serbokroatischen von Barbara Antkowiak. Berlin (DDR): Volk und Welt 1988.


"Der 1929 geborene jugoslawische Schriftsteller Ivan Ivanji, in der DDR bekannt geworden durch seinen Roman 'Kaiser Diokletian' [erstmals 1976 bei Volk und Welt], zeichnet in seinem neuen historischen Roman das faszinierende Porträt des römischen Kaisers Konstantin I. [272-337], eines machtbesessenen Herrschers, der auf seinem Weg nach oben rücksichtslos über Leichen ging, der aber zugleich das römische Imperium zu wirtschaftlicher Prosperität führte und mit den Toleranzedikten von 311 und 313 den Boden für die Erhebung des Christentums zur Staatsreligion bereitete. Der Roman weitet sich zum vielschichtigen Bild einer Epoche, die als 'Konstantinisches Zeitalter' in die Geschichtsschreibung eingegangen ist." (Anzeige)

Jarry, Alfred: Messalina. Roman (1901). Reinbek: Rowohlt (TB 4518) 1980. 1985.


"Messalina, eine glutvolle Frau von derber Sinnlichkeit, Verkünderin einer 'göttlichen Obszönität', gab sich in ihrer Ehe mit dem dreißig Jahre älteren Kaiser Claudius zahllosen Männern hin. Sie führte ein Leben unerhörter Ausschweifungen und 'erlebte noch ihre eigene Hinrichtung wollüstig als Vergewaltigung' ('Die Zeit'). Der avangardistische Bürgerschreck Alfred Jarry, Schöpfer des unsterblichen 'König Ubu', erzählt ihre Geschichte mit ebensoviel historischer Einfühlung wie erotischer Phantasie." (Umschlagtext)

Jelusisch, Mirko: Caesar. Roman. Wien und Leipzig: Speidel, 87. Auflage 1940.

Jelusisch, Mirko: Hannibal. Roman. Wien und Leipzig: Speidel, 77. Gesamtauflage 1940 (Copyright 1934).

Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind. Roman. Berlin: Verlag Das Neue Berlin, 1994.


"Lisa Meerbusch ist jung, schön, naiv und trotzig. Sie lebt in Ostberlin, hat ihren Beruf an den Nagel gehängt und ihre Träume von dem, was Leben sein kann, nicht aufgegeben. Den Fall der Mauer verschläft sie im wahrsten Sinne des Wortes. Lisa gerät in den Sog der Ereignisse, erlebt Geschichten von Irrtümern und Aufbrüchen. Sie findet sich - einem ihrer Träume folgend - auf Kreta wieder." (Umschlagtext)

Johnson, Eyvind: Die Heimkehr des Odysseus. Rostock: Hinstorff-Verlag 1973.

Jung, Ernst F.: In den Krallen des römischen Adlers. Stuttgart: Boje Verlag 1978.

Kaiser, Maria Regina: Ein junger Römer namens Lukios. ein Papyrusroman. Stuttgart: Herold 1977.


"Dies ist der erste Teil eines zweiteiligen Jugendromans aus dem alten Rom. Er spielt im Jahr 175 n. Chr. ..."

Kaiser, Maria Regina: Lukios, Neffe des Kaisers. Würzburg: Arena (TB 1447), 2. Aufl. 1986. (= Ein junger Römer namens Lukios. Ein Papyrusroman. Stuttgart 1977. Würzburg 1983.)


"Die Geschichte spielt im Jahr 175 n. Chr., teils in Rom, teils in Pergamon in Kleinasien. Lucius Ceionius Commodus, genannt "Lukios", ist der Neffe des um wenig älteren Lucius Aurelius Commodus, der eines Tages Kaiser werden soll. Neffe und Onkel haben aber nicht nur fast den gleichen Namen, sie sehen sich auch zum Verwechseln ähnlich. Daraus entstehen die verwirrendsten Abenteuer, die dem jungen Leser so nebenbei auch noch Kenntnisse aus der Zeit der Römer vermitteln." (Umschlagtext)

Kaiser, Maria Regina: Lukios und hundert Löwen. Würzburg: Arena (TB 1454) 1984.


"Lucius Ceionius Commodus, Enkel des römischen Kaisers Marcus Aurelius, wird aus Rom entführt, von Seeräubern gefangen und in Ägypten als Sklave verkauft. Und nun steht er in der Arena des Amphitheaters von Alexandria einem riesigen Löwen gegenüber... Wie bei dem Arena-Taschenbuch 1447 "Lukios, Neffe des Kaisers" ist es der Autorin wieder gelungen, mit großer Sachkenntnis eine spannende Erzählung zu schreiben. Beide Bände sind in sich abgeschlossen, "Lukios und hundert Löwen" kann aber auch als Folgeband verstanden werden." (Umschlagtext)

Kaiser, Maria Regina: Lukios und die Pferde der Freiheit. Würzburg: Arena (TB 1640) 1990.

Kaiser, Maria Regina: Lukios - Abenteuer im Alten Rom. Würzburg: Arena (TB 1680) 1991.


"Dieser Sammelband enthält die drei Taschenbücher: 'Lukios, Neffe des Kaisers', 'Lukios und die hundert Löwen', 'Lukios und die Pferde der Freiheit'. Sie speilen um 175 n. Chr. Der junge Lukios [eigentlich heißt er Lucius Ceionius Commodus] ist der Neffe des um wenig älteren Lucius Aurelius Commodus, des späteren Kaisers Commodus. Neffe und Onkel haben nicht nur fast den gleichen Namen, sie sehen sich auch zum Verwechseln ähnlich. Daraus entstehen die aufregendsten Abenteuer, in Rom, in Ägypten, wohin Lukios nach seiner Entführung verkauft wird, in Pergamon in Kleinasien, aber auch jenseits der Grenzen des Imperium Romanum, in Armenien. - Schon für Leser ab 10 bringt dieser Band eine Fülle abenteuerlichen Geschehens und vermittelt durch die Sachkenntnis der Autorin daneben viel Wissenswertes über das Alte Rom. - Zur Autorin: Dr. Maria Regina Kaiser, 1952 geboren, widmete sich 10 Jahre lang der Erforschung römischer und griechischer Münzen. Sie lebt als Autorin und Lektorin in Eschborn bei Frankfurt." (Arena-Katalog Frühjahr '91, Die neuen Bücher, Kinderbücher, Jugendbücher, Taschenbücher, S. 22.)

Kaiser, Maria Regina: Xanthippe - Schöne Braut des Sokrates. Roman. Hamburg: Hoffmann und Campe 1992. DM 28,90.


"Sokrates hatte zwei Frauen, Myrto und Xanthippe, das ist glaubhaft überliefert. Während Myrto nur ein Name in verstreckten Quellen blieb, kursiert über Xanthippe seit fast zweieinhalbtausend Jahren ein unbewiesenes Gerücht - Xanthippe, das alte zänkische Weib, noch heute sprichwörtliches Synonym für eine bösartige Nervensäge, die ihrem Mann das Leben zur Qual macht. Aber könnte es nicht auch ganz anders gewesen sein? Könnte sich dieses Etikett der Xanthippe nicht nach unserem Bild von Sokrates gebildet haben, dem Philosophen, der die schönen Knaben liebte und zu Hause die alte Schlampe hatte? Zweifel kamen der Archäologin und Schriftstellerin Marian Regina Kaiser, als sie bei Platon im 'Phaidon' die Stelle fand, in der die letzte Begegnung zwischen Sokrates und seiner Frau im Gefängnis beschrieben wird, bei der Xanthippe 'sein jüngstes Söhnchen auf den Armen trug'. Zumindest alt kann sie danach beim Tod des siebzigjährigen Philosophen nicht gewesen sein und vermutlich auch nicht die Hölle auf Erden, da Sokrates, nach Platon, seinen Freund Kriton vor dem schrecklichen Ende fürsorglich bittet, 'sie gut nach Hause zu bringen'. Dieser Widerspruch war der Ausgangspunkt für die jahrelangen Recherchen der Autorin zu diesem Roman und für die Phantasie der Erzählerin, ein neues, ihr Bild von Xanthippe zu entwerfen, das trotz der romanhaften Story alle Merkmale des Möglichen enthält. Dabei geht es nicht um philosophische Gespräche, sondern vor allem um die Faszination, die der alternde, glatzköpfige, schmuddelige Steinmetzsohn auf die 14jährige Aristoktratin ausübte, das Charisma, das die Wirkungskraft des berühmten Philosophen auf Frauen, Männer und Jünglinge seiner Zeit ausmachte. In das Handlungsgeschehen vor dem historischen Hintergrund des Kampfes um Syrakus sind überlieferte Zeitgenossen und erfundene Personen ebenso anschaulich verknüpft wie Mythen, Bräuche und die Schilderung der untergeordneten Stellung der Frau, aus der die Autorin ihre Protagonistin ausbrechen läßt. Xanthippe, die schöne Braut des Sokrates, viel später seine junge Frau, die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe und Emanzipation im Athen der klassischen Antike - auch so könnte es gewesen sein. - Maria Regina Kaiser, 1952 in Trier geboren, studierte Alte Geschichte und Klassische Archäologie in Franfurt am Main mit dem Abschluß der Promotion. Von 1976 bis 1986 wissenschaftliche Forschungsarbeit auf dem Gebiet der griechischen und römischen Antike. Danach freie Schriftstellerin. In erfolgreichen Jugendbüchern aus dem alten Rom wie "Lukios, Neffe des Kaisers' und Lukios und hundert Löwen' verband sie bereits ihr Interesse an der Antike mit der Lust, Geschichten zu erzählen. 'Xanthippe - Schöne Braut des Sokrates' ist ihr erster Roman. Sie Autorin lebt in Frankfurt." (Umschlagtext)

Karger, Ulrich: Die Odyssee. Mit Illustrationen von Hans-Günter Döring. Würzburg: Echter Verlag 1996.


"Kaum ein anderer Sagenheld muß sich so vieler Gefahren erwehren wie Odysseus auf seinen Irrfahrten über das Meer. Nur dank seines Wagemutes und Listenreichtums vermag er Begegnungen wie jene mit dem Kyklopen Polyphem oder den Ungeheuern Skylla und Charybdis zu überstehen. Und als Odysseus nach bielen Jahren endlich die Heimkehr gelingt, sind es die habgierigen Fürstensöhne aus der Nachbarschaft, die ihm nach dem Leben trachten ...
Ulrich Karger hat die weltberühmten Gesänge der Odyssee in eine heute zeitgemäße Prosa übertragen. Befreit vom Ballast unnötiger Wiederholungen, vereint seine Nacherzählung auf glückliche Weise die Poesie Homers und gute Lesbarkeit. Ergänzt um ein informatives Vorwort und einen Anhang, dürften selbst erwachsen gewordene Liebhaber der Odyssee Lust bekommen, sie in diesem Gewand noch einmal nachzulesen." (Umschlagtext)

Katz, Leo: Tamar. Erlebnisse aus den Tagen des Spartacus-Aufstandes. Berlin: Kinderbuchverlag 1952.

Kauter, Kurt: Das Schwert des Damokles. Berlin (DDR): Kinderbuchverlag 1990.


"Der Gordische Knoten und das Damoklesschwert, die Büchse der Pandora und die Qualen des Tantalos, die Rufe der Kassandra und der Sirenengesang ... - das sind bildhafte Worte und Wendungen, die uns überliefert wurden aus weit zurückliegender Zeit, die noch immer lebendig sind in unserer Sprache. In ihnen ist tiefe Weisheit und bleibende Menschheitserfahrung, das läßt sie wirken bis in unsere künftigen Tage. - Kurt Kauter ist den Worten nachgegangen, und er erzählt die Geschichten, aus denen sie zu uns kamen. - Interessentenkreis: Leser von 10 Jahren an." (Anzeige)

Kingsley, Charles: Hypatia. Roman aus dem alexandrinischen Zeitalter. Ins Deutsche übertragen und mit einleitenden Worten versehen von Karl Wilding. Berlin: A. Weichert, o.J.


Charles Kingsley lebte von 1819 bis 1875; "seine Romane zählen zu den besten Werken der englischen Literatur, wenn ihnen auch außerhalb seines Vaterlandes nicht der große Erfolg beschert war, wie er Scott, Dickens und Bulwer zuteil wurde. Daß sie in Deutschland weniger bekannt wurden, liegt lediglich an der speziell englischen Tendenz. Nur der eine Roman - der der großen Welt unserer Tage in dem Leben und Treiben der alexandrinischen Epoche ein scharfes Spiegelbild entgegenhält - der Roman 'Hypatia' hat auch in Deutschland weite Verbreitung gefunden und ist in mehreren Ausgaben erschienen. Der vorliegenden Übersetzung ist die fünfzigste Jubiläumsausgabe zugrunde gelegt worden. 'Hypatia' steht in dieser Beziehung den vielgelesenen, gleichfalls auf christlichen Motiven aufgebauten Romanen 'Die letzten Tage von Pompeji' von Lord Lytton-Bulwer, 'Ben Hur' von Lewis Wallace und 'Quo vadis?' von Henryk Sienkiewicz nicht nach. Wie diese gehört 'Hypatia' zu den Lieblingen der modernen Lesewelt. ... Die Heldin ist eine Philosophin der neuplatonischen Schule, in ihr wird die ersterbende Griechenwelt personifiziert. Die Völkerwanderung war bereits über die alte Welt hinweggebraust und hatte neue Welten geschaffen - aber ein Rest der klassischen Antike hielt sich noch in Alexandria und beging in einem unerhörten Übermaß des Luxus und der Blasiertheit seine letzten Tage. ... Kingley versteht es, diese alte Welt durch feine Gedankenfäden mit der Gegenwart zu verknüpfen und uns aus den Erfahrungen und Erlebnissen seiner Gestalten Lehren und Ermahnungen schöpfen zu lassen." (Aus der Einleitung von K. Wilding.)

Kingsley, Charles: Hypatia. Roman aus dem 5. Jahrhundert. Neu übersetzt, bearbeitet, mit einem Nachwort und Erläuterungen versehen von Werner Hermann. Berlin: Union Verlag Berlin 1962.


"In seinen Grundfesten erschüttert, von inneren Gegensätzen zerrissen und von außen bestürmt wurde das gewaltige Römische Reich im 5. Jahrhundert. Die reiche Hafen- und Handelsstadt Alexandria, seit 30 v. Chr. unter römischer Herrschaft, blieb davon nicht verschont. Welten prallten hier aufeinander: das Römertum als Verkörperung der staatlichen Macht, das Griechentum und seine sterbende Philosophie, das Judentum und das aufstrebende Christentum, das allein in dieser Zeit des Verfalls dem Volke eine neue Hoffnung und ein neues Ziel zu geben vermochte. Am tragischen Schicksal der neuplatonischen Philosophin Hypathia, die der christlichen Botschaft die Ideale der griechischen Philosophie entgegenzusetzen versuchte und von fanatischen Mönchen erschlagen wurde, läßt der bekannte englische Schriftsteller Charles Kingsley (1819-1875) das bunte, brausende, von Spannungen erfüllte und zerrissene Leben der Stadt und die Kraft des jungen Christentums Gestalt annehmen. Ungeschminkt zeigt er aber auch bereits bedenkliche und gefährliche Erscheinungen in der frühen Kirche - Unduldsamkeit, Fanatismus, Streben nach äußerer Macht -, um desto klarer die echte christliche Haltung brüderlicher Liebe hervorzuheben, die er nicht zuletzt in dem großen Kirchenlehrer Augustin verkörpert sieht, der im Hintergrund selbst in das Geschehen eingreift." (Umschlagtext)

Kinkel, Tanja: Die Söhne der Wölfin. Roman. München: Blanvalet 2001.


"Italien im 7. Jahrhundert v. Chr. Die junge Priesterin Ilian wird aus ihrer etruskischen Heimatstadt Alba verbannt und zur Heirat mit dem latinischen Bauern Faustulus gezwungen. Ihr Weg führt sie schließlich zu dem mächtigen Orakel von Delphi, mit dem sie um Unterstützung für sich und ihre Söhne Romulus und Remus handelt. Doch das Orakel verschenkt nichts, und eine seiner Bedingungen führt Ilian nach Ägypten, in einen erbitterten Krieg dreier Völker, in dem der Verlust ihrer Freiheit die geringste aller Gefahren ist. Von der Tiefe der Erniedrigungen in die Höhe der Macht, getrieben vom Feuer des Ehrgeizes und den Banden der Liebe, verfolgt Ilian ihr Ziel. Und die Besessenheit, die ihr im Blut brennt, formt auch ihre Söhne."
"In ihrem großartigen Roman ... entwirft Tanja Kinkel überaus fesselnd das Bild einer Zeit, in der Mythen und Geschichte untrennbar miteinander verwoben sind. Die erlesene Kultur der Etrusker, die gerade ihrem Höhepunkt entgegen eilt, steht in Kontrast zu dem einfachen, ärmlichen Leben der Latiner; das einstmals so mächtige Ägypten verbreitet noch im Untergang seinen Glanz; und die aufstrebenden Griechen werden zu den Bindegliedern der antiken Welt. Doch das Schicksal, das die Zukunft für sie bereit hält, stellt sie alle in den Schatten der Stadt, die Ilians Söhne zu der ihren machen."

Klose-Greger, Hanna: Insel der heiligen Stiere. Leipzig: Prisma-Verlag 1962. (Kinderabenteuer im minoischen Kreta)

Kneifel, Hanns: Pompeji. Flucht aus Feuer und Asche. Würzburg: Arena Verlag 1993


"Pompeji im Jahr 79 n. Chr. Merkwürdige Dinge ereignen sich in diesem Sommer in der Stadt am Vesuv. Flavius, der jüngere Bruder der 14jährigen Claudia, wird von Alpträumen geplagt. Und dann findet er auch noch einen Toten mit einer geheimnisvollen Papyrusschrift an den Hängen des Vulkans. Jetzt spürt auch Claudia die Gefahr, die von dem Berg ausgeht. Wenig später werden mit einem Schlag die schlimmsten Befürchtungen wahr: Der Vesuv bricht aus, und Claudia muß alles daran setzen, sich und ihre Familie aus dem Inferno zu retten... Eine spannende Erzählung mit einem ausführlichen, bebilderten Sachteil, der alles Wissenswerte über Pompeji und seine Bewohner, über den Ablauf der Katastrophe und die Ausgrabungen in neuerer Zeit enthält." (Umschlagtext)

Knudsen, Poul E.: Pompejis Untergang. Solothurn 1961. [E.Ott, Bibliogr.]

Knudsen, Poul E.: Der Wettstreit. Die Abenteuer des jungen Odbjörn bei den Römern. Aus dem Dänischen von Thyra Dohrenburg. (Berlin 1962. München 1980. Würzburg 1983.) Würzburg: Arena (TB 1442) 1983.


"Rechtzeitig zur Feier des Frühlingsopfers muß der junge Odbjörn wieder in seinem Dorf in Jütland sein, wenn er die Großbauerntochter Groa nicht verlieren will. Er zieht nach Rom, um Besitz zu erwerben, wird aber als Sklave verkauft und als Wagenlenker im Rennen eingesetzt. Sein Sieg sichert ihm Reichtum, jedoch nicht die Freiheit, und so flieht er zurück nach Norden. Wird er den Wettstreit mit seinem Widersacher gewinnen? Dieser ungewöhnlich packend erzählte Roman des dänischen Schriftstellers erhielt den Ersten Preis im Internationalen Jugendbuch-Wettbewerb (Gyldendal)." (Umschlagtext)

Koehler, Gustav: Kyrie eleison. Roman einer Zeitwende. Berlin: Union Verlag, 1953.


"Die literarische Darstellung der Begegnung christlichen Geistes und christlicher Menschen mit den übrigen Kräften der Welt ist wesentliches Anliegen christlicher Dichtung und christlicher Literatur. In dem vorliegendem Roman wird die Begegnung des Urchristentums und seine sieghafte Kraft gegenüber dem Heidentum des römischen Weltreiches in anschaulicher Weise aufgezeigt. - Der Vesuvausbruch im Jahre 79 n. Chr. ist Ausgangspunkt dieses interessanten Romans. unter den Flüchtlingen aus Pompeji ist auch Valeria, die vor allem durch die Hilfe des römischen Bäckermeisters Fuscus bei ihrer Schwester in Rom eine neue Heimat findet. Valeria und der Paulusschüler Agricola aber sind es, die das junge Christentum hineintragen in den Kreis um Fuscus, so daß bald die Flamme des wahren Glaubens die Angehörigen dieses Kreises erfaßt und sie Prüfung und Sieg der jungen Christengemeinde Roms im Angesicht der wilden Tiere erleben läßt. - Im Mittelpunkt der Handlung steht die humane Gestalt des Magisters Fuscus. Als Vertreter des römischen Bürgertums in angesehener gesellschaftlicher Stellung verfügt er über tiefe gesellschaftliche Einsichten besonders über die Sklaverei, deren Überwindung ihm aber erst durch die über alle Stände hinwegreichende Kraft des Christentums gelingt, die auch ihn zu einem neuen Menschen formt. Durch die übrigen Personen, die zum größten Teil ebenfalls dem römischen Bürgertum entstammen, werden die Einblicke in das gesellschaftliche Leben Roms im 1. Jahrhundert n. Chr. vertieft. Neben den bürgerlichen Gestalten stehen die der beiden Kaiser Titus und Domitian, in deren Leben und Wirken Größe und Grenze des römischen Caesarentums wie des römischen Staates überhaupt sichtbar werden. Diese reiche gesellschaftliche Problematik des Romans, die mit dem Schicksal der einzelnen Person lebendig verknüpft ist, die wertvollen kulturhistorischen Einblicke in das römische Leben, die auf einer umsichtigen Verwertung antiker Quellen beruhen und nicht zuletzt die spannende und menschlich nahegehende Handlung lassen diesem christlichen, realistischen Roman einen besonderen Platz in der christlichen Belletristik zuteil werden." (Text Schutzumschlag)

Koestler, Arthur: Die Gladiatoren. Roman. Mit einem Nachwort des Autors. Wien, München, Zürich: Europaverlag 1980.


"Die historische Gestalt des Sklaven Spartakus, der im Jahr 73 v. Chr. mit siebzig Gefährten aus der römischen Gladiatorenschule in Capua floh und dadurch innerhalb kürzester Zeit halb Italien in einen Krieg der Sklaven gegen ihre Herren stürzte, gilt noch heute als ein überzeugendes Symbol für den Freiheitskampf der Völker in vielen Ländern der Erde. Koestler selbst sagt zu seinem Buch: "Die Parallele zwischen jenem ersten vorchristlichen Jahrhundert und unseren jetzigen braucht nicht weiter betont zu werden. Auch jenes war ein Jahrhundert der gesellschaftlichen Gärung, der totgeborenen Revolutionen und chaotischen Massenbewegungen. Die Ursachen dieser Erschütterungen waren gleichsam eine Vorwegnahme der eigenen Zeitsymptome: das Abbröckeln der traditionellen Werte, der plötzliche Wandel des wirtschaftlichen Systems, Massenarbeitslosigkeit, Korruption innerhalb der Regierung und Dekadenz in der herrschenden Klasse... Warum aber mißlang die Revolution?..." Kostlers Roman "Die Gladiatoren" - 1939, unmittelbar nach seinem Bruch mit dem Kommunismus, entstanden - ist nicht nur eine Abrechnung mit den Terrorsystemen des Faschismus und Stalinismus und insofern nicht ausschließlich ein Zeugnis für den persönlichen Kampf des homo politicus Arthur Koestler; vielmehr geht es darin um die Frage, welche psychologischen Phänomene bewirken, daß immer wieder Massen in Bewegung geraten und ihren Weg in diese oder jene Richtung nehmen." (Umschlagtext)

Kosztolányi, Dezsö: Nero. Historischer Roman aus der römischen Kaiserzeit. Aus dem Ungarischen übertragen von Stefan J. Klein. Berlin (DDR): Verlag der Nation 1979; 3. Aufl. 1986.


"Kosztolányi [1865-1936] zeichnet in seinem Nero-Roman einen weichen, ungefestigten Charakter, der zu seinem und des Reiches Unheil allzu jung auf den Cäsaren-Thron in Rom gelangt und der sich nicht zuletzt durch die Schuld des kaiserlichen Hofes zu einem mißtrauischen Despoten entwickelt, einem blutigen Dilettanten, der kein echtes Talent um sich duldet. Der Roman ist in ungarischer Sprache bereits 1923 erschienen. Kurz danach ist die deutsche Übersetzung entstanden." (Anzeige)

Krane, Anna Freiin von: Rex regum. Christus-Erzählungen. Köln: J. B. Wachem 1920


"Von den Dichtern und Dichterinnen, die vom Heiland gesungen haben, ist nur eine mit keuscher Dichterseele Heilandspuren nachgegangen. Still muß man werden, wenn man "Vom Menschensohn" reden will; still muß man werden, wenn man "Das Licht und die Finsternis" in gewaltigem Ringen schauen will; still, ganz still muß man sein, wenn der "Friedensfürst" einem das Herz stark machen soll, daß man "Seine Vielgetreuen" in ihren feinen Seelenregungen verstehen kann. Die stille Dichterin Anna von Krane hat schon manches Werk aus ihrer bescheidenen Künstlerklause in die Welt gesandt. Ihre ureigenste Kraft sproßt auf dem Boden der Heilandserzählung. Sie will den Heiland, den Gott und den Menschen, uns, den Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts, menschlich nahebringen. Darum wählt sie die Form der kleinen bildhaften Erzählung. Auf diesem Gebiete liegt ihre Hauptstärke. Hier reifte sie zu der großen Kunst heran, die ihr den Titel eintrug, die deutsche Christus-Dichterin." (Umschlagtext)

Kranz, Herbert: König auf Zeit. Freiburg i.Br., Basel 1963. [E.Ott, Bibliogr.]

Krohn, Rolf: Das Grab der Legionen. Historischer Roman. Mit Illustrationen von Werner Ruhner. (Spannend erzählt, Bd. 153.) Berlin (DDR): Verlag Neues Leben 1979.


"Rolf Krohn, 1949 geboren, Chemiefacharbeiter, veröffentlichte bisher mehrere Erzählungen in wissenschaftlich-phantastischen Anthologien. In einem bunten Panorama schildert der Autor im vorliegenden historischen Roman den Kampf der Iberer gegen die römischen Eroberer, der im Jahre 141 v. u. Z. zu einer Entscheidungsschlacht drängt. Verdrossen und vorsichtig ziehen die römischen Legionäre durch das Tal des Duro. Und dann geht alles sehr schnell: Der Überfall der Iberer, die Gefangennahme der Römer, zu denen auch der junge Centurio Titus Fulvius Flaccus gehört. Aber er wird dem Sonnengott Netos nicht geopfert, sondern er soll den Iberern die römische Kriegskunst lehren. Titus weiß, daß er nicht zum Verräter werden darf, doch da ist jene verblaßte Erinnerung an seine Herkunft, an den sonnendurchglühten Sklavenmarkt in Tarraco, da ist dieser feige Mord, den er rächen muß - und da ist auch Rega, die Tochter des Stammesältesten." (Anzeige)

Lacroma, Paul Maria: Deus vicit! Kulturhistorischer Roman aus der Römerzeit Aquilejas. Leipzig, Triest, Wien: Verlag von F.H. Schimpf, 1910.

Lallemand, Ferdinand: Das Logbuch des Maarkos Sestios. Roman einer antiken Seefahrt. Aus dem Französischen von Reimar von Bonin. Stuttgart: Hans E. Günther Verlag 1958.


"Ein archäologischer Roman. Ferdinand Allemand ist der Archäologe des unter der Leitung von Jacques-Ives Cousteau stehenden französischen Amtes für Tiefseeforschung. Es ist ihm gelungen, den Reeder des römischen Wracks nachzuweisen, das seit 145 v. Chr. in 45 Meter Tiefe auf dem Riff des Grand-Conclu vor Marseille liegt. Auf Grund von Amphorenscherben, antiken Inschriften, Zollsiegeln und einem Bericht des Titus Livius hat er die Route dieses großen Frachtschiffes der Antike zwischen Delos und Marseille ermittelt. So konnte er seinem Reeder, dem mächtigen Kaufmann und großen Seefahrer Maarkos Sestios, der als Geheimagent zum Untergang Griechenlands beitrug, neues Leben verleihen. Lallemand machte selbst die Reise von Delos nach Marseille auf den alten Spuren und fand überall Bestätigungen für die Durchfahrt des 'Delphin'. Er schreibt hier das Logbuch einer langen Unglücksfahrt, wie sie von den Seeleuten der Antike erlebt wurde. Maarkos Sestios wird das lebendige Symbol des historischen Dramas, das sich nach der Eroberung Korinths in den römischen Usurpatoren abspielt. In Auswertung seiner Funde gibt Ferdinand Lallemand ein reich belegtes Dokument über die antike Seefahrt. Dieser erste archäologische Roman auf Grund strenger Forschungen ist mitreißend wie ein Stück subtiler Detektivarbeit und bietet zugleich die glänzende Darstellung einer entscheidenden Periode der antiken Geschichte. Er wird den historisch und archäologisch interessierten Leser, aber auch jeden Freund des Südens ansprechen." (Text auf dem Schutzumschlag.)

Lechner, Auguste: Die Abenteuer des Odysseus. Würzburg: Arena Verlag 19. Aufl. 2001.


"Auguste Lechner beherrscht die Kunst, die klassischen Sagen in einer spannenden und für die heutige Jugend asngemessenen Weise naqchzuerzählen. Nach der Darstellung des KAmpfes um Troja (Arena-Taschenbuch 1362, "Ilias") schildert sie im vorliegenden Band die Abenteuer des griechischen Helden Odysseus während seiner langjährigen Irrfahrten. Voller Anteilnahme verfolgt der leser Odysseus´ Erlebnisse, bis er endlich nach Ithaka heimkehrt. Auch mit diesem Buch erschließt die Autorin der Jugend einen Zugang zur Sagenwelt. Sie erhielt für ihr gesamtwerk den "Premio Europeo di Letteratura Giovanile". (Umschlagtext.)

Leckie, Ross: Ich Hannibal. Roman. Aus dem Englischen von Ursula Wulfekamp. München: Diederichs, 1997.


"Ich bin alt, und die Zeit meines Volkes ist vorüber. Nie mehr wird das Geschlecht der Barkiden die Römer, unsere Feinde, bekämpfen. All jene, die ich liebte, sind im Paradies Mithras; es sind Seelen, denen der Fluß der Qualen nichts anhaben konnte. Bald werde ich zu ihnen gehen.
Raben und Geier kreisen über Karthago. Es ist dem Untergang geweiht. Schon vor langer Zeit wurden unsere Schiffe versenkt oder erbeutet. Die eichenen Ruder aus Baschan und Assyrien sind zerbrochen und verstummt. Mein Heer ist in alle Winde verstreut. Ich bin in weiter Ferne. nun sitze ich hier, nackt vor der Hitze, in einem Raum, der nicht der meine ist. Sie haben nach mir geschickt. Ich weigerte mich zu gehen. Bald werden Sie kommen... " Umschlagtext außen
"Quintus Furius Bibaculus ... an den Senat und das Volk von Rom. Wir sind ohne Zwischenfälle in Bithynien gelandet. Wir haben Hannibal den Karthager gefunden, aber er war tot. Er hatte sich die Kehle durchgeschnitten..." Nie zuvor hatte das mächtige Rom so dicht am Rande einer endgültigen Niederlage gestanden wie zu zur Zeit des 2. Punischen Krieges im dritten vorchristlichen Jahrhundert. Die phönizische Hafenstadt Karthago stemmte sich als einziger ernstzunehmender Gegner gegen das Vormachtstreben Roms am Mittelmeer. Feldheer Karthagos war der Barkide Hannibal. In diesem fulminanten historischen Roman läßt der Autor Hannibal selber sprechen, läßt ihn erzählen von dem Glanz und der Pracht Karthagos, von der Arroganz Roms, das immer wieder karthago demütigen wollte, von dem Haß gegen Rom, den ihm sein Vater Hamilkar vererbte und von seiner Liebe zu der spanischen Häuptlingsrochter Similce - und von seinem Kampf gegen Rom. Ein glanzvoller historischer Roman über eine barbarische Zeit." (Umschlagtext innen)

Leiker, Sjoerd: Kundschafter gegen Attila. Modautal-Neunkirchen 1983. [E.Ott, Bibliogr.]


(Als Arena-TB 1607.) "Das Römische Reich zittert vor einem Reitervolk aus den Steppen Asiens: Attila, der Hunnenkönig, will die Welt erobern. In dieser Zeit dient der batavische Fürstensohn Aimond als Centurio im römischen Heer." Ab 12 Jahren. (Arena-Katalog, Frühjahr 1991.)

Lewin, Waldtraut: Die Ärztin von Lakros. Roman. Berlin: Verlag Neues Leben (1977), 4. Aufl. 1982.


"Sie liegt friedlich umspült von den Gewässern des Mittelmeers - die Insel Lakros, um die sich niemand kümmert, bis eines Tages ein Hirt einen erstaunlichen Fund macht: Es gibt Gold auf Lakros. Und plötzlich steht das idyllische Inselchen im Zentrum des Interesses. Die Großmächte der antiken Welt sind gierig auf das Gold, und in ihrem Bestreben, Lakros zu vereinnahmen, ist ihnen jedes Mittel recht. Bestechung, Mord und Intrigen halten Einzug zwischen den Olivenhainen und Weinbergen und im iatreion, dem Klinikum einer berühmten Ärztin, die einstmals, in einer von ihr selbst schon fast vergessenen Vergangenheit, im Heer des Spartacus gekämpft hat. Sie und ihre Tochter Kreusa, die gutgläubig ihre Liebe einem der römischen Handlanger schenkt, geraten in den Strudel von Gewalt und Erpressung, in dem nicht nur die Insel, sondern auch ihr persönliches Glück unterzugehen drohen." (Text auf dem Schutzumschlag.)

Lewin, Waldtraut: Die stillen Römer. Berlin (DDR): Verlag Neues Leben, 2. Aufl. 1981 (4. Aufl.1987). Und: München: dtv 1996.


"An die Paarkämpfe kann sich Tabea nachher irgendwie nicht mehr erinnern. Alles ist wie im Traum. Die Männer, die jetzt durch den Sand springen, sind keine plumpen überfütterten Kolosse. Sie sind schlank, geschmeidig, wie wilde Tiere und dazu halbnackt. Sie tragen außer einem Lendenschurz nur einen kleinen runden Schild und eine Lederstulpe am rechten Arm, wo sie das kurze Schwert bereithalten. Es ist ein Wirrwarr von Leibern und Eisen und Blut, Blut, Blut. Das Amphitheater schreit. Keine einzelnen Aufschreie mehr, ein einziges Mordgeheul, Lustgeschrei, Triumphgetöse, o Wonne, Bürger Roms zu sein…“ In den Straßen der Ewigen Stadt herrschen Mord, Gier und Gewalt. Tabea und ihr Bruder verkaufen sich, um zu überleben, jeder auf seine Weise: sie als Hure, er als Messerstecher. Gemeinsam mit einem entlaufenen Sklaven finden sie Unterschlupf bei einer geheimnisvollen stummen Weberin. Die Leute des Viertels nennen sie „die Königin“ und munkeln, ihre Mutter sei eine Quellnymphe…/ 1987: „Rom zur Zeit des Kaisers Augustus, Stadt der Verzweiflung und der Hoffnung. Hier kreuzen sich die Lebenswege von vier jungen Menschen. Da ist das Mädchen Tabea, das drei alte Weiber die Kunst lehren, den Körper zu verkaufen. Und da ist der Bauer Mamercus, der sein Leben einem grausamen Kult weihen muß, weil sein Dolch den Senator Spurius Cotta verfehlte. Da ist der Sklave Pamphilus, der die ihn prügelnde Herrin liebt und flieht, ehe er daran zerbricht. Und da ist Manius, der Sohn der angesehenen Familie der Arruntier, der die geheimnisvollen Beziehungen seines Hauses zu einer stummen Weberin im verrufensten Viertel entdeckt. Sie alle leben in Rom, sie alle sind Rom, diese Stadt des wilden Mordgeheuls in den Arenen und der stummen Opfer in den stillen Gassen."

Lewin, Waldtraut: Herr Lucius und sein schwarzer Schwan. Berlin (DDR): Verlag Neues Leben, 3. Aufl. 1976.


"Zwei junge Männer versuchen eine Freundschaft fortzuführen, die sie einst als Schüler und Lehrer verband. Der eine, Lucius, trägt einen angesehenen römischen Namen, ist Erbe eines stattlichen Vermögens sowie zahlreicher Sklaven und hat eine verführerische Braut aus vornehmen Geschlecht. Der andere, Auletes, ist Sklave aus Alexandria, wurde als 'Schwarzer Schwan' von Lucius' Vater sexuell mißbraucht, dann weiter verkauft. Er begreift, daß die Zeit am Vorabend des Spartacusaufstandes die Utopie der Harmonie zwischen Herr und Knecht zerstört. Flaville, die kleine Germanin, verhilft ihm zu dieser Kenntnis." (Anzeige)

Lewin, Waldtraut: Poros und Mahamaya. Mit Illustrationen von Jutta Mirtschin. Berlin (DDR): Kinderbuchverlag 1987.


"Das Schicksal des altindischen Königs Poros, der sich dem Heer Alexander des Großen entgegenstellt, gibt den historischen Rahmen für diese Erzählung ab. Es ist aber nicht nur die Königsgeschichte, sondern vor allem auch die Liebesgeschichte, die durch den Gegensatz zwischen Herrscherpflicht und Leidenschaft in Atem hält. - Interessentenkreis: Leser von 12 Jahren an." Anzeige.)

Lindberg, Carl: Caesar. Ein Leben für Roms Macht und Glanz. Wien: Wiener Verlag 1976.


"Caesar - niemand anderer hat wie er das Schicksal des Römischen Reiches so entscheidend verändert. Mit "Brot und Spielen" gewann er die Gunst des Volkes. Für Rom unterwarf er Gallien und Britannien, bot den Germanen die Stirn. Er überschritt mit seinem kampferprobten Heer den Rubicon und erzwang für sich das höchste Amt im römischen Staat. Als Diktator eroberte er Spanien, sicherte die Macht Roms in Nordafrika und im östlichen Mittelmeer - nur Ägyptens schöner Königin Cleopatra gelang es, ihm Einhalt zu gebieten. Am Gipfel seines Ruhms begann Caesar, seine Pläne zur Erneuerung Roms zu verwirklichen; das gewaltige Reich sollte sich zu ungeahntem Glanz entfalten, sollte Herr über alle seine Feinde sein. Caesar wurde die Königswürde angeboten - er lehnte ab. Trotzdem war er seinen Gegnern zu mächtig. Und die Verschwörer zückten ihre Dolche." (Umschlagtext)

Löwenstein, Hubertus Prinz zu: Seneca, Kaiser ohne Purpur. Philosoph, Staatsmann und Verschwörer. München, Wien: Langen-Müller 1975.

Löwenstein, Hubertus Prinz zu: Tiberius. Der Republikaner auf dem Caesarenthron. München, Wien: Langen-Müller 1977.

Maier, Paul L.: Pontius Pilatus. Übersetzt von Hansjürgen Wille und Barbara Klau. Neuhausen/ Stuttgart: Hänssler 1996.


"Procula schwieg eine Weile, dann sagte sie: "Und was ist, wenn es wahr wäre, Pilatus - was ist, wenn er Gottes Sohn wäre?" "Du bist immer abergläubisch gewesen, nicht wahr? (...) Doch die Tatsache, dass er seine Bestrafung nicht verhindern konnte, beweist, daß er nicht das war, was er zu sein vorgab. Ein wahrer "Sohn Gottes", wenn es so etwas gibt, würde er sich nicht schlagen, verhöhnen, beleidigen lassen. (...) Ein Gott, Procula, könnte nicht sterben."
Pilatus, als Präfekt der örmischen Provinz Judaea, repräsentiert Macht, Recht und Gesetze des römischen Reiches. Er wird in die Ereignisse um Leben und Sterben Jesu verwickelt und zu Jesu Richter. Wie wirkt sich dieser Prozeß auf Pilatus auf? Welchen Einfluß hat Procula, seine Frau, auf ihn? Was geschieht mit den ersten Jüngern?
Ein mit vielen historischen Details ausgestatteter Roman, der auf spannende Weise in die Zeit der römsichen Herrschaft in Palaestina führt." (Umschlagtext)

Maier, Paul L.: Rom in Flammen. Übersetzt von Meike Becker. Neuhausen/ Stuttgart: Hänssler 1996.


"Xenophon öffnete seinen Koffer und nahm ein seltsam aussehendes Gefäß heraus, in das er die Flüssigkeit füllte, die noch in Locustas Flasche übriggeblieben war. Danach führte er es bei seinem Patienten ein. Claudius Caesar, vierter Kaiser von Rom, starb fünfzehn Minuten später an einem Gifteinlauf." Paul L. Maier, ein bekannter Historiker, versteht es, auf spannende Weise die Geschichte des Kaiserreichs zur Zeit der Kaiser Claudius und Nero darzustellen. Der Leser bekommt einen hervorragenden Einblick in die politischen Verhältnisse, erfährt von den Affären und Intrigen am Hof und schließlich von der ersten großen Christenverfolgung." (Umschlagtext)

Mainzer, Ferdinand: Clodia. Politik und Liebe auf dem Palatin. Braunschweig: Klinkhardt & Biermann 1954


"Ferdinand Mainzer, Mommsens glücklicher Lehrling, durchsetzt in diesem unendlich packenden Buch das Bild eines sterbenden Erdabschnitts mit menschlichen Einzelzügen. Clodia; reich, Edelmannsgattin. Ein Verhältnis hat sie mit ihrem bildhübschen Bruder, dem Bandenoffizier. Durch sie wird der Dichter Catull ein Gott ... und ein hoffnungsloses Stück Unglück. Er sagt es ihr. Er gibt es ihr. Er wendet sich von ihr. Abwärts - Clodia! So hat sie bald die ganze Stadt. Einen hält die dann aus: den Freund Catulls, Caelius. Caelius soll nachher das Geld, womit er ausgehalten wurde, zurückzahlen ... und will nicht. Prozeß mit Mordverdächten. Der gegnerische Anwalt ist Dr. Cicero. Vielleicht hat sie zuvor ihren Mann umgebracht, den Fürsten Metellus. Man guckt, vor den Iden des März und nachher, nicht nur hinter die spanischen Wände der einstigen Politici. Sondern er deckt, gleich dem hinkenden Teufel bei Lesage, die Dächer der privatesten Wohnungen von damals ab. Man liest, belegt wird aus Ciceros Briefen, wie Cäsar dem Pompejus Hörner aufsetzt; wie der schöne Clodius ihn selber zum Hahnrei macht; wie Ehescheidungen der zwei Nebenbuhler vonstatten gehn; wie Cäsar dann seine jungreizende Tochter, als wäre nichts vorgefallen, dem alternden General Pompejus zur Frau gibt; wie diese Tochter liebend in der Schwangerschaft stirbt; wie der Ex-Premier Cicero später, nach der Trennung von seiner bejahrten Terentia, eine Vierzehnjährige heuert, der Mitgift halber ... und sie tragisch-komisch verläßt. Auch wie der nicht unedle, der oft unterschätzte Feingeist (dieser wouldbe-Grieche ... möcht' man sprechen) klobig geschlachtet wird. Klatsch, Sitten, Skandal, Ränke; das sind Menschlichkeiten in einem Massenbild. Jawohl, doch ohne sie bleibt jedes Massenbild ein Quark." (Umschlagtext)

Malewska, Hanna: Die Gestalt dieser Welt vergeht. Historischer Roman, 2 Bände. Nachwort von Gerhard Desczyk. Aus dem Polnischen von Henryk Bereska. Berlin (DDR): Union Verlag 1973.


"Hanna Malewska schildert in ihrem historischen Roman Aufstieg und Untergang des Ostgotenreiches in Italien. Neben den großen historischen Persönlichkeiten wie Theoderich und Cassiduor, Belisar und Narses, stehen erdichtete Gestalten, die uns vor allem die Rolle der sozialen Schichten, der Massen, in diesem Geschehen deutlich machen." (Anzeige)

Manzi, Alberto: Stunden im August. Feuer und Asche über Pompeji. Würzburg 1981. [E.Ott, Bibliogr.]


"Das Geheimnis eines seltsamen roten Steinbrockens will ein Journalist in den Ruinen von Pompeji lösen - und findet sich unversehens wieder in einer Stadt, die lebt. Es ist der 23. August 79 n. Chr., der Vorabend des Vesuv-Ausbruchs. Und ganz offensichtlich hat man die Ankunft des Mannes auch schon erwartet. ... Ein Sachbuch-Anhang schildert das Leben und Treiben in dieser einst blühenden Stadt und ihren Untergang." Ab 12 J. (Werbetext im Anhang zu F. Stephan-Kühn: Viel Spaß mit den Römern, 1982, S. 143.)

Maron, Monika: Stille Zeile Sechs. Roman. Frankfurt am Main: S. Fischer 1992.

Marsh, Gwen: Androklus und der Löwe. Illustrationen von Janusz Grabianski. Wien-Heidelberg: Verlag Carl Ueberreuter 1970

Massie, Allan: Ich, Augustus. Roman. Aus dem Englischen von Rainer Schmidt. München: Schneekluth 1990.


"Nach der Ermordung Caesars an den Iden des März im Jahre 44 v. Chr. betrat der achtzehnjährige Gajus Octavius, der später den Namen Augustus trug, die Bühne der Weltgeschichte. 56 Jahre lang regierte er, der Sohn einer mittelständischen Bankiersfamilie und Adoptivsohn Caesars, das Römische Reich, prägte das politische, kulturelle und gesellschaftliche Gesicht einer Epoche, die als "Augusteisches Zeitalter" in die Geschichte einging. "Wie habe ich meine Rolle in der Komödie des Lebens gespielt?" fragt sich der alternde Augustus und legt Rechenschaft ab über sein Leben als Herrscher und Privatmann, meditiert über die Natur der politischen Macht. Der Kampf um das Erbe Caesars, die Erweiterung und Sicherung des Reiches, politische Intrigen und familiäre Verwicklungen, Kriege, Spiele und Siegesfeiern finden statt auf dieser historischen Bühne; neben Augustus agieren dessen Gegner Marcus Antonius und Lepidus, mit denen er sich verbündete, um sie später auszuschalten; seine drei Ehefrauen Claudia, Scribonia und Livia; die dämonische Cleopatra; seine Freunde und Ratgeber: Agrippa, der draufgängerische Feldherr; Maecenas, der Knabenliebhaber und Förderer junger Künstler; Virgil, der große Dichter, der zur moralischen Instanz wurde; Brutus und Cassius, Cicero und Horaz. Souverän, mit Witz und erzählerischer Kraft gestaltet der Romancier und Historiker Allan Massie diese Nachschöpfung der verlorenen Memoiren des Imperators. Aufregend und verblüffend modern erscheinen die Handlungsweisen und Reflexionen, die Sitten und Unsitten dieser Blütezeit des Römischen Reiches vor 2000 Jahren." (Umschlagtext)

Massie, Allan: Ich, Tiberius. Erinnerungen eines Tyrannen. Roman. Aus dem Englischen von Rainer Schmidt. München: Schneekluth 1991.


"Charles Dickens schauderte, als er an der Insel Capri vorbeisegelte und an Kaiser Tiberius, diese 'Bestie' dachte; Tacitus und Sueton schilderten ihn als grausames Monster, und der Kindermörder Gilles de Rais berief sich auf Tiberius als Vorbild. Plinius dagegen nannte ihn den traurigsten aller Menschen, und Mommsen hielt ihn für den fähigsten der römischen Kaiser. Allan Massie läßt Tiberius selbst sprechen und macht so diesen umstrittenen Kaiser und seine Zeit gegenwärtig. - Tiberius wächst als Augustus' Stiefsohn in dessen Schatten auf. Schon früh empfindet er Widerwillen gegen die Machtpoliltik des Imperators, gegen Nepotismus und Korruption. Dennoch nimmt er seinen Platz im Herrschaftsgeflecht ein, zieht als Feldherr siegreich gegen die aufständischen Germanen an Rein und Elbe und fügt sich auch mit seinen Eheschließungen der Staatsraison. Nach Augustus' Tod wird Tiberius römischer Kaiser. Er will die Republik und ihre Tugenden wieder aufleben lassen. Doch er stößt auf Ablehnung beim Senat: Man verlangt einen starken Mann, einen Diktator. Und Tiberius wird Diktator. Nicht aus Lust an der Macht, sondern aus Pflichtbewußtsein und kompromißloser Rechtschaffenheit. - Allan Massie, 1938 in Singapur geboren, lebt in Schottland. Studium der Geschichte in Cambridge, danach mehrjährige Lehrtätigkeit in England und Italien. 'Ich Tiberius' ist - ebenso wie das 1990 erschienene Buch 'Ich, Augustus' - Teil einer Trilogie über die römischen Kaiser. Das Manuskript des letzten Bandes 'Die letzten Tage Caesars' hat der Autor soeben fertiggestellt." (Umschlagtext.)

McCullough, Colleen: The First Man in Rome. London: Arrow Books 1991.


"Author of the internationally acclaimed No. 1 bestseller THE THORN-BIRDS, Colleen Mc-Cullough sweeps the reader into the pageantry, passion, splendour and tormented upheaval of ancient Rome. Here are the stories of Marius, wealthy but lowborn, and Sulla, penniless though aristocratic and debauched - men of vision whose ambitions will lay the foundations of the most awesome empire ever known. Great events and mortal frailties ... a vast and vivid cast of unforgettable men and women, kings, commoners, mistresses, lovers, soldiers and senators ... are woven effortlessly into a rich, densely embroidered tapestry and bring a remarkable era to magnificent life." (Umschlagtext) - 'An enormous rich mountain of book' (THE SUNDAY TIMES) - 'The author's narrative flows as easily a Father Tiber ... A grandly meaty historical novel' (KIRKUS REVIEWS) - DM 18,80.

McCullough, Colleen: Die Macht und die Liebe. München: Goldmann Verlag 1990.


"Bravourös hat Colleen McCullough mit dem vorliegenden Werk ein für sie neues Terrain erobert: den historischen Roman. Aus den Männern, die in den Jahren 110-100 vor Christi Geburt auf der politischen Bühne der Römischen Republik agieren, greift sie zwei faszinierende Gestalten heraus: Marius und Sulla, beide besessen vom Ehrgeiz, der "Erste Mann" in Rom zu werden. Marius ist ein Emporkömmling aus der Provinz, ein Feldherr, der militärischen Beutezügen sein Vermögen verdankt; Sulla stammt aus dem Hochadel der Stadt Rom und ist rastlos auf der Jagd mach dem Vergnügen. Marius heiratet aus politischem Kalkül eine Tochter aus der Adelsfamilie der Julier, Sulla aus Liebe deren Schwester. Mit steigender Spannung verfolgt der Leser den erbitterten Kampf dieser beiden ebenbürtigen Gegenspieler um die Vormachtstellung in Rom. Das Schicksal ist zunächst Marius hold: Durch geschicktes Taktieren wird er Konsul und kann dieses höchste Amt noch weitere sechs Male erringen, denn die politisch wirren Zeiten verlangen nach einem starken Mann. Die Jahre seiner Herrschaft sind geprägt von seinen siegreichen Kriegen gegen die Kimbern und Teutonen und gegen den Numiderkönig Jugurtha, aber auch von Intrigen und Enttäuschungen. Selbstherrlich bestimmt er die Geschicke des Imperiums und erhält auf dem Höhepunkt seiner Macht den Beinamen "Dritter Gründer Roms"." (Umschlagtext)

McCullough, Colleen: Caesars Frauen. Der Aufbruch. Roman. Deutsch von Walter Ahlers und Barbara Lehnerer. München: Goldmann, 1996. DM 16,90.


"Seit Generationen gehört seine Familie zur Elite der Römischen Republik, seit Jahren wissen die Mitglieder des Clans um ihre Trumpfkarte im Poker um die Macht: Gaius Julius Caesar. Im Kindesalter gegen den Willen der Familie zum Priester Jupiters geweiht, schien ihm fortan der Zugang zu allen politischen Ämtern verwehrt. Aber schon früh rebelliert der zu einem gutaussehehnden Jüngling Heranwachsende gegen die ihm auferlegten Pflichten, und schließlich widersetzt er sich offen einer Anweisung des Konsuls. Von da an ist seine Laufbahn vorgezeichnet, zumal er sich einerseits als genialer Feldherr entpuppt und andererseits als geschickter Taktierer in den Politsalons der Stadt. Seinen kometenhaften Aufstieg aber verdankt er letztlich mächtigen Frauen, die - obwohl sie offiziell keine politischen Rechte besitzen - im Alten Rom die heimlichen Königsmacherinnen sind. Da ist seine von ihm vergötterte Mutter Aurelia, die ihm mit klugem Ratschlag tatkräftig zur Seite steht. Die wohl mächtigste Verbündete findet er aber in Servilia, der Mutter des jungen Brutus, der zur tragischen Figur in seinem Leben werden soll. In einer obsessiven Beziehung gefangen, verachtet Julius Caesar im Grunde die ehrgeizige und intrigante Frau aus tiefstem Herzen, ist ihr aber sexuell verfallen. Für Servilia ist Caesar jedoch die große Liebe ihres Lebens. Unermüdlich strebt sie danach, ihre Familie mit der ihres Geliebten zu verbinden. Zielstrebig betreibt sie die Verlobung ihres Sohnes mit der bildhübschen Julia. Und obwohl er sie innig liebt, ist für Caesar seine Tochter nur eine Schachfigur, die er gezielt in dem Spiel um die Macht einzusetzen versteht ..." (innerer Umschlagtext)

McCullough, Colleen: Rubikon. Roman. Deutsch von Andrea Kann, Gaby Wurster, Wolfram Ströle. München: Blanvalet 2000.


"'Die Würfel sind gefallen.' Gaius Iulius Caesar hat entschieden: Er wird den Rubikon überschreiten. Sein Schmerz über den Tod seiner Tochter Iulia und über den Verrat seines Schwiegersohns Pompeius wandelt sich in eiskalte Wut und grausame Entschlossenheit. Er, der mächtigste und siegreichste Feldherr seiner Zeit, wird gegen Rom ziehen, gegen die Verschwörer im Senat und gegen Pompeius. Für Caesar gibt es nur noch alles oder nichts: Sieg über Rom und Alleinherrschaft oder Schande und Tod…" (Umschlagtext)

Mendlewitsch, Doris: Götter, Sklaven und Orakel. Antike Mordgeschichten. Düsseldorf: ECON Taschenbuch Verlag, 1966. (2x)


"Keineswegs edel, dafür aber klassisch: Habgier, Eifersucht und Rache gehören zu den Motiven, die Frauen und Männer auch in der antiken Welt zu drakonischen Maßnahmen greifen lassen. Ob es sich um eine Anhäufung seltsamer Todesfälle im römischen Adel oder einen Mord im Tempel der Athene, um Lustknaben oder nicht besonders keusche Priesterinnen handelt - die antiken Kriminalgeschichten, geschrieben von bekannten modernen Autorinnen und Autoren, halten den Leser in Atem.
Mit Beiträgen von Barbara von Bellingen, Gerhard Herm, Bernhard Hennen, Siegfried Obermeier, Hans Dieter Stöver, Christa-Maria Zimmermann, Robert Gordian, Susanne Thal und Steven Saylor." (Umschlagtext) DM 16,-.

Mereschkowski, Dmitry Sergejewitsch: Julian Apostata. Der letzte Hellene auf dem Throne der Cäsaren. Deutsch von Carl von Gütschow. Berlin: Karl Voegels Verlag 1928.

Merkel, Inge: Eine ganz gewöhnliche Ehe. Odysseus und Penelope. Roman. Salzburg und Wien: Residenz Verlag, 3. Aufl. 1987.


"Noch einmal, und das auf unvergleichliche Weise, erzählt uns Inge Merkel die alte Geschichte von Odysseus und Penelope, die wir so gut zu kennen glauben. Wir erinnern uns: Er ist Odysseus, der 'göttliche Dulder', einer der hinaus will, um sich zu bewähren in der Welt der Männer und bald auch der der Frauen (gewisser jedenfalls), wozu ihm die Götter denn auch zweimal zehn Jahre lang reichlich Gelegenheit geben. Und sie ist Penelope, eine, die warten gelernt hat, weil sie es lernen mußte, und die sich währenddem doch auch, auf ihre Weise, ihren Teil vom Leben genommen hat. Die Ehe dieser beiden eine 'ganz gewöhnliche' zu nennen, deutet bereits jene Mischung von Ironie und Lebensklugheit an, mit der Inge Merkel erzählt. Dabei interessiert sie sich weniger für Schlachtbeschreibung und hohe Politik, wohl aber für die, die dabei mitspielen und denen doch so oft nur mitgespielt wird. Nicht Götterintrigen, sondern was Menschen einander antun, bewegt sie. Zwischen den ersten und letzten Blicken, die Odysseus und Penelope miteinander tauschen, entfaltet sich eine Ehegeschichte, die Güte und Verstehen ebenso kennt wie Kummer und Verzweiflung, aber auch das große gemeinsame Gelächetr. Sie ist als Inbild tiefreichend wie der Mythos, weil sie auf Liebe gegründet ist." (Text auf dem Schutzumschlag.)

Messadié, Gerald: Ein Mensch namens Jesus. Roman. Aus dem Französischen von Kirsten Ruhland. München: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur, 1991.


"Fern aller Legendensüßlichkeiten erzählt Gerald Messadié den Lebensweg Jesu so aufregend, daß nicht nur theologisch und historisch Interressierte, sondern jeder anspruchsvolle Romanleser in Bann geschlagen wird." (Umschlagtext) Über den Autor (1.Seite): "...Dem Roman gingen zehn Jahre Recherchen voraus, wobei Messadié nicht nur die geläufige Überlieferung zu Rate zog, sondern vor allem auch die Apokryphen, das sogenannte Thomas-Evangelium etwa, die Schriftrollen vom Toten Meer sowie neue archäologische Erkenntnisse berücksichtigte."   DM 14,-

Messadié, Gerald: Ein Mensch namens Sokrates. Roman. Aus dem Französischen von Antoinette Gittinger. München: Langen Müller 2001.


"Die Blütezeit Athens, die Zeit der großen Philosophen und Künstler, ist auch eine Zeit der Korruption, Intrigen und Skandale. Und diese Stadt, Mittelpunkt der antiken Welt, wird Schauplatz eines Verbrechens, bei dessen Aufklärung die angesehene Gesellschaft in Verdacht gerät. Schuld daran ist Xanthippe, die Frau des berühmten Philosophen und Denkers Sokrates, einer der interessantesten und ungewöhnlichsten Männer des alten Griechenlands."

Miethke, Helmuth: Geh nicht nach Alesia. Leipzig: Im Prisma-Verlag Zenner und Gürchott 1964. (Gall. Krieg aus Galliersicht)

Miethke, Helmuth: Weit sehen die Türme Babylons. Kulturgeschichtlicher Roman. Mit 19 Illustrationen von Jutta Hellegrewe und 16 Fotos. Leipzig: Prisma 1971.


"In der sagenumwobenen, von Koldewey wieder ausgegrabenen Stadt am Euphrat spielt dieser Roman. Miethke führt uns in die Zeit des großen Gesetzgebers Hammurapi, dem es gelingt, ein großes Reich zu gründen. - Babylon im Strudel der Ereignisse, der Schicksale von Herrschenden und Untergebenen, die Welt des Hofes und der Steppe - alles zusammen ein Panorama orientalischer Geschichte 1700 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung, das sich lohnt, wieder betrachtet zu werden." (Anzeige)

Mitchinson, Naomi: Kleopatras Kinder. Roman. Deutsch von Brigitte Beyer und Helmut W. Pesch. Bergisch Gladbach: Lübbe 1987.

Möchel, Erich: Raubzüge. Roman. Wien: Deuticke Verlag 1992.


"Erich Möchels zweiter Roman ist, wie schon sein Vorläufer, voll solider Bosheit, sowohl seinen Figuren als auch den Lesern gegenüber. Denn die flott erzählte Räuberpistole von der Jagd rivalisierender Altertumsexperten auf den legendären "Codex Slawkenbergius" hat einen doppelten Boden. Und wer an den richtigen Stellen der in der näheren Zukunft angesiedelten Handlungsoberfläche kratzt, findet sich nicht nur in einer ferneren Vergangenheit wieder, sondern wird auch Zeuge eines Raubzuges, den der Autor verübt hat. Ein Buch also nicht nur für die Freunde der rasanten Action, sondern auch für literarische Nußknacker und Tüftler. Eines aber ist bei Erich Möchels satirischer Parabel über das Schreiben und das Über-Schreiben von Büchern offensichtlich - sie ist eine Liebeserklärung an die Literatur der Antike, deren Überlieferer und Fälscher diesem Roman nocht einmal zu Ehren kommen." (Umschlagtext)

Monteilheit, Hubert: Neropolis. Roman. Aus dem Französischen von Helmut Kossodo und Isabelle Maurer. München und Hamburg: Knaus 1986.


"Ein ungemein farbenfrohes, historisch getreues Sittengemälde des alten Rom zu Zeiten Neros. Hauptperson dieses großen Romans ist der ebenso anmutige wie begabte Kaeso, dem die schöne Marcia, seine Stiefmutter, der reiche, betagte Junius Silanus, deren Ehemann, und sogar Kaiser Nero verfallen. Doch Kaeso will seine eigenen Wege gehen und verliebt sich schließlich in Selene, die junge Sklavin und Gespielin seines Vaters, die durch ein entwürdigendes und schutzloses Leben selbstsüchtig und skrupellos geworden ist. Um sich dem immer enger werdenden Netz aus Intrigen, erotischen Verstrickungen, Macht- und Besitzgier, materieller Not, politischen und religiösen Kämpfen und Verpflichtungen zu entziehen, beschließt Kaeso, zum Christentum überzutreten. Er trifft auf den Evangelisten Lukas sowie auf die Apostel Petrus und Paulus. Doch die Taufe kann Kaeso in einer Zeit beginnender Christenverfolgung und sozialen Umsturzes nicht dauerhaft schützen. Hubert Monteilhet versteht es, im Fluß seiner großen Erzählung Rom sichtbar zu machen: seinen Alltag, die Gladiatorenspiele, das Erziehungs- und Rechtwesen, die Auseinandersetzungen über unterschiedliche Moralbegriffe und Weltanschauungen, über Christentum, Judentum und Hinduismus. So entsteht in diesem spannendem Roman ein umfassendes, nuancenreiches Bild von der Epoche Kaiser Neros." (Umschlagtext)

Móra, Ferenc: Der Goldene Sarg. Aus dem Ungarischen. Budapest: Corvina 1961. (Aus der Zeit Diokletians)

Motram, Peter: Myron. Rastatt: Moewig (TB 2501) 1987.


"Myron, der Schiffsjunge, ist der einzige Überlebende einer Piratengruppe, die vor dem Peloponnes in Seenot geraten ist. Von Alkibiades persönlich aus dem Meer gefischt, macht er in Athen eine stürmische Karriere, bis er schließlich wegen Gottesfrevel gestellt wird. Nur mit knapper Not kann er dem tödlichen Trunk aus dem Schierlingsbecher entgehen. Ein fesselndes antikes Panorama." (Umschlagtext.)

Müller, Dieter: Letzter Kampf in Olympia. Mit Illustrationen von Werner Ruhner. (Spannend erzählt, Bd. 218.) Berlin (DDR): Verlag Neues Leben 1989. - Ferner Würzburg: Arena (TB 1683) 1991.


"In ganz Griechenland machen sich die Athleten und Schaulustigen auf den Weg nach Olympia. So auch Drakonides aus Mytilene, ein erfahrener Faustkämpfer. Poseidon scheint ihm nicht gewogen zu sein, denn das Schiff mit dem er reist, gerät in einen Sturm und sinkt. Aber Drakonides kann sich retten. Wollen die Götter doch, daß er seinen Weg fortsetzt, um zu kämpfen und zu siegen? Wegen des Schiffbruchs kommt er zu spät nach Olympia, aber er hat Gelegenheit, sein Können zu zeigen, und geht nach dramatischen Ereignissen als eigentlicher Sieger aus den Wettkämpfen hervor. Eine Erzählung mit einem ausführlichen Anhang, die neben Spannung viel Information über das antike Griechenland und die Spiele in Olympia vermittelt. - Zum Autor: Dieter Müller, 1938 geboren, studierte Journalistik. Seit 1967 freischaffender Autor vor allem von Fernseh- und Hörspielen. Er lebt in Berlin." (Arena-Katalog, Frühjahr 1991, S. 24.)

Müller-Abels, Susanne: Bunte Fäden. Metz-Verlag, 1998. R: Peggy Wittich in MDAV 41, 4/1998, 245-246


Lucia, die 14-jährige Tochter des römischen Offiziers Antonius, lernt in Argentorate (Straßburg) von zwei Zuwanderern aus der Provinz Asia das Besticken von Borten und Stoffen. Doch da wird sie Opfer eines Raubes durch die Sueben. Die blonde Gunda, Tochter des Sippenchefs, ist von ihren Stickkünsten begeistert. Langsam werden die Mädchen Freundinnen und verkörpern so die Zeitumstände: Während in Rom Vespasian herrscht, vermischen sich am Rhein die Kulturen.

Mutaftschiewa, Wera: Alkibiades der Große. Historischer Roman. Aus dem Bulgarischen von Wolfgang Köppe. Berlin (DDR): Rütten & Loening 1981.


"Die Autorin des historischen Romans 'Spielball zwischen Kirche und Thron' und des Kurzromans 'Belote zu zweit' wählte zum Haupthelden ihres neuen Werkes die schillernde Gestalt des griechischen Politikers und Heerführers Alkibiades [um 450-404 v. u. Z.]. Sein wechselvolles Schicksal führt ihn auf den Gipfel des Ruhmes und der Macht, ließ ihn aber auch zugleich zum Verräter werden." (Anzeige)

Nadolny, Sten: Ein Gott der Frechheit. Roman. München: Piper, 1994.


"Der nackte, dunkelhäutige Mann, der an einem Frühlingstag des Jahres 1990 auf der griechischen Insel Santorin die Nationalflagge vom Mast der Polizeistation stiehlt, um seine Blöße zu bedecken, ist kein Geringerer als Hermes, der Gott der Kreuzwege und der Nacht, der Diebe und Kaufleute. Noch ist ihm alles sehr fremd, denn er hat über zweitausend Jahre Gefangenschaft hinter sich. Entgegen der klassischen Mythologie ist er, aufgrund einer Götterfeindschaft, im Krater angeschmiedet gewesen, und erst jetzt har ihn Vulkangott Hephäst durch ein gezieltes Erdbeben befreit. Aber warum tat er das - was hat man mit Hermes vor?   Eine junge Touristin namens Helga, aus Stendal in Sachsen-Anhalt kommend und erstmals auf Kreuzfahrt unterwegs, wird Zeugin dieser Befreiung. Hermes, tolpatschig-neu unter den Menschen, zugleich von leidenschaftlich-hitzigem Ungestüm, verliebt sich prompt in die Helläugige. Bei Annäherungsversuchen kommt ihm die Begabung, sich per Ohr in Menschenhirnen einzunisten, sehr zugute; kann er sich doch so mit den erstaunlichen sprachlichen und ästhetischen Neuerungen vertraut machen. Hermes folgt seiner Schönsten in wechselnden Gestalten überall hin, bis er nach einem fulminanten Rendezvous in Venedigs Guggenheim-Villa den Verdacht schöpft, auch Helga habe etwas Göttliches an sich...  Auf seiner Odyssee durch Mitteleuropa (München, Stendal, Wien) und Nordamerika (St. Louis, Atlanta, Athens und Sparta/Illinois), während der er sich in den Köpfen von Neurochirurgen, Rap-Musikern und Graffiti-Writern niederläßt, gewinnt er die Erkenntnis, daß er das ursprünglich nicht ganz so unsympathische Element des Räuberischen, der Frechheit, von dem nur noch Zynismus und Skrupellosigkeit übriggeblieben sind, wieder in etwas für Götter Erfreuliches verwandeln sollte - um selbst zu überleben. Und dazu muß er den neurotischen Technologie-Gott Hephäst entweder für das Göttliche zurückgewinnen oder besiegen. Oder beides zugleich." (Umschlagtext)

Naso, Eckhart von: Der Halbgott. Ein Roman zu Alkibiades. Berlin u. Hamburg: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1949.

Nemirowski, Alexander: Die Elefanten Hannibals. Aus dem Russischen von Lieselotte Remané. Mit Illustrationen von Gerhard Goßmann. Berlin (DDR): Kinderbuchverlag 1969.


"Hannibal war neun Jahre alt, als ihn sein Vater schwören ließ, ein ewiger Feind der Römer zu sein. Siebzehn Jahre später zieht er mit einem riesigen Heer und den Kriegselefanten über die Alpen, um diesen Schwur zu erfüllen. Unterstützt von den italischen Galliern gelingen ihm große Siege; am Trasimenischen See, bei Cannae und schließlich steht er vor seinem Ziel: Rom. Aber es gibt viele Gründe, warum es Hannibal nicht gelingt, diesen Krieg für sich zu entscheiden. - Interessentenkreis: Leser von 12 Jahren an." (Anzeige)

Néraudau, Jean-Pierre: Das Geheimnis des römischen Gartens. Ein Kriminalroman aus der Antike. Aus dem Französischen von Christiane Filius-Jehne. München: Piper, 1994.


"Rom im ersten Jahrhundert n. Chr. In einem Garten voll duftender Blumen wird der bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Leichnam Apronias, der jungen Gattin des Marcus Plautius, gefunden. War ihr Fenstersturz ein Unfall, Suizid oder gar Mord? Das jedenfalls behauptet ein anonymes "Manuskript", das beinahe jeden, vom Ehemann der Toten bis hin zu Kaiser Tiberius persönlich, als Mörder in Betracht zieht. Die Sklavin Corinna und Hylas, ein Schauspieler, wollen die Wahrheit ans Licht bringen. Dabei überschlagen sich die Ereignisse, und es folgen weitere Tote, so daß sich vor dem Leser ein schillerndes Kaleidoskop der römischen Intrigen ausbreitet... " (Umschlagtext)
"Jean-Pierre Néraudau, Spezialist der Kunst und der Geschichte Roms, hatte die geniale Idee, einen "antiken Thriller" zu schreiben... er ist raffiniert, spannend, lehrreich und dabei niemals pedantisch, und er zeigt die unterschwellige Grausamkeit jener Epoche." (Liberation) DM 16.90
Die Handlung basiert auf einer von Tacitus (Annales, IV, 22) flüchtig erwähnten Affäre.

Nyáry, Josef: Ich, Aras, habe erlebt. Ein Roman aus archaischer Zeit. München: Meyster 1982.


"Zehn Jahre lang kämpften die tapfersten Krieger der Alten Welt vor Trojas Mauern. Achilles und Hektor fielen in der Schlacht. Odysseus irrte weitere zehn Jahre durch die Fremde. Über eine der großartigsten Heldengestalten geben die antiken Erzähler jedoch nur wenig Auskunft: Das weitere Schicksal des Diomedes, König von Argos, dem Homer einen ganzen Abschnitt der fünfundzwanzigteiligen Ilias widmet, bleibt vom Fall Trojas an fast völlig unbekannt. Aus historischen Tatsachen und alten Legenden rekonstruiert 'Ich, Aras, habe erlebt' das Leben dieses Helden und das seiner letzten treuen Gefolgsleute, die als heimatlose Abenteurer durch Ägypten und den Orient streifen. Chronist dieser Söldnertruppe ist Aras, ein Mann von mysteriöser Herkunft und geheimnisvoller Bestimmung, dessen Schicksal sich zwischen irdischen und überirdischen Mächten vollzieht." (Werbetext im Anhang zu J. Nyáry: Die Gladiatoren. Düsseldorf, Wien: Econ 1982, S.300.)

Obermeier, Siegfried: Kreuz und Adler. Das zweite Leben des Judas Ischariot. Roman. (1978 im Bertelsmann Verlag.) Reinbek: rororo (TB 12809) 1991.


"War Judas wirklich der Mann, der Christus für dreißig Silberlinge verriet und sich danach das Leben nahm? Siegfried Obermeier läßt den so geschmähten Jünger in seinen 'nachgelassenen Papieren' etwas ganz anderes erzählen: Wohl zieht Judas mit Jesus durch Galiläa und Judäa, doch nach dem Kreuzestod Christi führt er ein ungebundenes Wanderleben in fremden Ländern. Noch als Apostel hatte er sich in die Sklavin Susanna verliebt, der er in Ägypten wiederbegegnet. Auf ausgedehnten Reisen besucht er die Kultstätten Griechenlands und Siziliens, das reiche Alexandria, die Sonnenstadt Heliopolis, das verfallene Memphis, die Pyramiden und den See der heiligen Krokodile. Endlich führt ihn sein Weg in die Hauptstadt des Römischen Weltreiches. Doch das Leben in Rom und auf den vornehmen Landgütern wird getrübt durch die Wahnsinnstat des Kaisers Nero. - Judas - ein römischer Bürger, ein angesehener Historiker, für den die Jüngerschaft nur eine bedeutsame Episode war?" (Umschlagtext.)

Obermeier, Siegfried: Caligula. Der grausame Gott. Roman. München: F. A. Herbig edition meyster 1990.


"Dolch, Gift und das Schwert des Henkers sind die Werkzeuge Caligulas auf dem Weg zur Kaiserwürde und zur Sicherung der Macht. Mit ihm erreicht die später sprichwörtliche Verkommenheit Roms einen ersten Höhepunkt. Ein Roman, der einführt in das pralle, lasterhafte Leben des Römischen Weltreichs und zeigt, daß die Faszination des Bösen zu allen Zeiten lebendig war. - Siegdried Obermeier, Jahrgang 1936, lebt als Roman- und Sachbuchautor in München. Bekannt geworden ist er besonders durch seine großen historischen Romane 'Mein Kaiser - Mein Herr' aus der Zeit Karls des Großen sowie 'Und bauten ihr einen Tempel' um Ramses II., beide ebenfalls in der edition meyster erschienen." (Text auf dem Schutzumschlag. - 680 Seiten.)

Opatoschu, Josef: Bar Kochba. Der letzte Aufstand. Roman. Aus dem Jiddischen übertragen von Emanuel Hacken. Stuttgart: Edition Weitbrecht 1985. (Die Bücher der goldenen Pawe, Bd. 5.)


"Palästina im Jahre 132 unserer Zeitrechnung. Das Volk der Juden stöhnt unter dem Joch der römischen Besatzung. Mit dumpfer Wut ertragen die Bewohner von Charuba, einem Dorf im Lande jenseits des Jordan, ihr hoffnungsloses Schicksal. Jeder Widerstand scheint sinnlos. Nur die Dorfältesten erinnern sich noch jener gesegneten Tage, als in Jerusalem der Tempel stand und der Hohepriester vor die Bundeslade trat. Da ertönt in Judäa die Kunde, der Messias sei gekommen, Bar Kochba, der Erlöser der Juden. Er rufen einen jeden gesunden Mann zum Kampf gegen den Unterdrücker auf. Die Männer von Charuba ziehen in den Krieg, allen voran Jochanan, der starke und listenreiche Schmied des Dorfes, aber auch die Brüder Kisch, obwohl sie doch an einen anderen Messias glauben, einen Jesus Christus aus Nazareth. Zurück bleiben nur die Frauen und Greise - und Rabbi Mejir, der leidenschaftlich gegen jede Form von Gewalt predigt. Aber niemand hört auf seine Stimme. Es sind einfache Menschen, die zu diesem letzten Aufstand zusammenfinden, Menschen von alttestamentarischer Kargheit und ursprünglicher Sinnlichkeit, Menschen, die mit glühender Leidenschaft leben, lieben und leiden. In ihrem Wesen weht ein Hauch von Ewigkeit." (Umschlagtext)

Parnicki, Teodor: Aetius, der letzte Römer. Roman. Aus dem Polnischen übersetzt von Friedrich Griese. Mit einem Nachwort versehen von Malgorzata Czerminska. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag 1989.


"Parnickis Roman, erstmals 1937 in Polen erschienen, versetzt uns in eine Epoche des Übergangs - zwischen dem immer rascher sich vollziehenden Untergang des Römischen Reiches und der Heraufkunft eines Christentums, das selbst noch um seine einheitliche Gestalt ringt. Vor dem Hintergrund dieser Kaiserzeit schildert der Roman den Aufstieg des Feldherren und Staatsmannes Aetius (um 390-454) zur Macht - ein Spiel, bald von subtilen Worten der Verführung, Einschüchterung, Intrige, bald der nackten Gewalt, des Meuchelmords. Aetius, "der Römer mit der Seele eines Barbaren" (Parnicki) und damit Sinnbild des sich entwickelnden Schmelztigels Europa, kommt zur Macht, weil er besser als seine Mitspieler die Atmosphäre des Umbruchs und die darin schlummernden Möglichkeiten für ein entschiedenes Handeln verspürt und einzusetzen  vermag. Freilich steht auch dieses Handeln noch im Spannungsfeld von politischem Machtkalkül und Moral, von Vernunft und Leidenschaft und läßt Aetius so noch einmal zum Repräsentanten einer übergreifenden Ordnungsidee, zum "letzten römischen Schild" werden. Aetius, der letzte Römer ist gewiß ein historischens Fresko, doch interessieren den Autor weit weniger Schlachtabläufe und das Geklirr der Schwerter als vielmehr "die Stöße der Gedanken und Worte" (Panicki) und die historische Wirksamkeit menschlicher Leidenschaften. Parnickis Erzählweise ist traditionell und modern zugleich: Das Geschehen wird aus der Perspektive des allwissendnen Erzählers geschildert, doch gleicht das Geschilderte Mosaiksteinchen, die sich zu keinem Ganzen fügen wollen. Modern ist das an den Film gemahnende Verfahren des Schnittwechsels von Nah- und Fernaufnahme, von Bild (Beschreibung) und Ton (Refelxion); modern ist schließlich auch die erzählerische Umsetzung psychoanalytischer Einsichten.
Mit Aetius begannen mehrere Zyklen von fast dreißig historischen Romane, die alle von (geschichts)philosophischen Überlegungen durchdrungen sind. Teodor Paricki, 1908 in Berlin geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend in Rußland, lebte seit 1928 in Polen und studierte Polinistik, Orientalistik und Anglistik an der Universität in Lemberg, blieb dann nach einer Odyssee während des Zweiten Weltkrieges in Mexiko, wio er sich schließlich dem Schreiben widmete, kehrte erst 1967 nach Polen zurück und starb 1988 in Warschau. Er wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet." (Umschlagtext)

Passuth, László: In Ravenna wurde Rom begraben. Budapest/Leipzig: Corvina/Prisma-Verlag 1972. (Theoderich)

Piechowski, Jerzy: Rom brennt. Historischer Roman. Aus dem Polnischen von Roswitha Buschmann. Berlin (DDR): Union 1974.


"Im Jahre 64 brannte die Stadt Rom fast völlig ab. Die Bevölkerung beschuldigte den Kaiser Nero der Brandstiftung. Der Kaiser aber wälzte jenen Verdacht ab auf die kleine Sekte der Christen, die nun als Brandstifter ans Kreuz geschlagen und selbst verbrannt wurden. Der junge polnische Autor läßt dieses historische Geschehen durch einen Augenzeugen - Neros Sekretär Beryllus - erzählen." (Anzeige)

Pieske, Manfred: Messalina. Ein Sittenroman aus dem alten Rom. Berlin: Morgenbuch Verlag 1991.


"Das ist die Geschichte einer Frau, ihrer unersättlichen sinnlichen Gier, die die Kaiserin und 'Mutter des Landes' zur Hure, zur Figur im Spiel von macht- und besitzbesessenen Intriganten am Hof des Claudius macht. Das ist die Geschichte des Kaisers, des Sonderlings, ihres Mannes, den sie einen Schlappschwanz nennt, dem sie zei Kinder gebärt, mit zahllosen teils gezwungenen, teils freiwilligen 'Liebhabern' hintergeht, in dessen Abwesenheit sie sich mit Gajus Silius, dem wirklichen Geliebten vermählt und dafür mit dem Leben büßt. Das ist schließlich die Geschichte des freigelassenen Vertrauten des Claudius, des Griechen Narcissus, dem bei dem Wort 'Macht' die Augen feucht zu werden pflegen, und seines Sklaven Sidonius, den die Hoffnung auf Freiheit und schmalen Reichtum in Schuld und Tod treibt. Der Autor entwirft ein faszinierendes figuren- und szenenreiches Bild des Römischen Hofes zur Zeit des Caligula und Claudius, von seinen blutgen Verschwörungen, wilden Orgien, grausamen Gladiatorenkämpfen, von Treue und Verrat und immer wieder von bedenkenlos mißbrauchter mörderischer und selbstmörderischer Gewalt im Rausch der Macht und Taumel der Lust. - Manfred Pieske wurde 1937 in Bernau geboren; Buchhändlerfachschule, Studium der Theaterwissenschaften und Ästhetik in Berlin. Debütiert 1975 mit 'Luftschlösser' [Roman]; es folgen u.a. der Roman 'Schnauzer' [1980], 1983 von der DEFA verfilmt und nach Fertigstellung verboten: Märchen für Erwachsene, Künstlergeschichten, Filmszenarien; 1988 der Erfolgsroman 'Traumfrau'. Manfred Pieske sucht in deVergangenheitund Gegenwart, im Realen und Fiktiven nacjh Möglichkeiten menschlichen Zusammenlebens - die Beziehung von Mann und Frau wird ihm dabei zum Prüfstein für die einzelnen und für die Gesellschaft." (Text auf dem Schutzumschlag)

Pleticha, Heinrich (Hrsg.): Die Geschichten des Herodot. Nacherzählt von Benno Dietrich. Neubearb. v. H.P. Stuttgart/Wien: Thienemann 1987.


"Der Grieche Herodot schrieb das erste große Geschichtswerk über den Kampf der Griechen gegen die persischen Eroberer zwischen 490 und 474 v. Chr. Da er sich aber nicht auf eine sachliche Darstellung der Ereignisse beschränkte, sondern sie mit zahlreichen Anekdoten und Geschichten würzte, hat seine Darstellung auch für heutige Leser noch ihren Reiz. Heinrich Pleticha hat aus Herodots Werk eine Auswahl getroffen und sie in moderner Sprache nacherzählt. Auf sachliche und unterhaltende Weise zugleich erfahren wir von Ägyptern, Persern und Griechen, lernen den großen Aufstand der kleinasiatischen Städte gegen die Perser kennen und verfolgen den Abwehrkampf der Griechen gegen die feindliche Übermacht. Daten und Namen aus dem Geschichtsbuch wie etwa "Marathon", "Thermopylen" oder "Salamis" erlangen hier Farbe und Leben. und wir werden Augenzeugen eines dramatischen Geschehens vor fast zweieinhalb Jahrtausenden." (Umschlagtext)

Poser, Michael von: Quintus. Wiesbaden: K. Guha Verlag 1982 (ISBN 3 922185 05 3. - Auflagenhöhe: 500 Exemplare).

Pusch, Edgar B.: Schen-Nufe und Hotepi. Ein archäologisches Kinderbuch. Mainz am Rhein: Verlag Philipp von Zabern 1979


"Schen-Nufe und Hotepi entstand während der Vorbereitung zur Ausstellung "Götter und Pharaonen" im Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim, und ist als Begleitung des Ausstellungskatalogs zur Einführung in die Ägyptologie für Kinder gedacht. Der Autor ist Ägyptologe und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Roemer- und Pelizaeus-Museum tätig." (Umschlagtext)

Radauer, Leopold: Kelten, Römer und Spione. Sie kämpften um Eisen und Freiheit. Graz, Wien, Köln 1976. [E.Ott, Bibliogr.]

Ranke Graves, Robert von: Ich, Claudius, Kaiser und Gott. Deutsche Ausgabe, unter Mitarbeit des Autors, von Hans Rothe. (Leipzig: Paul List 1934.) Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft, o.J.

Ransmayr, Christoph: Die letzte Welt. Roman. Mit einem Ovidischen Repertoire. Nördlingen: Greno 1988.

Ray, Mary: Flucht nach Delphi. Aus dem Englischen von Thomas Meyer. Würzburg: Arena (TB 1580) 1988.


"Phädon lebt nach dem Tod seiner Eltern bei der Familie seines Onkels. Wegen eines Orakelspruchs muß er diese jedoch verlassen, und er flieht nach Delphi, der Stadt Apollos. Er wird in die Sängerschule am Tempel von Delphi aufgenommen. Phädon bildet sich zum Sänger und Dichter heran und darf bei den Delphischen Spielen am Wettstreit der Dichter teilnehmen. Eine fesselnde Erzählung der englischen Autorin, die ein anschauliches Bild vom Leben im antiken Griechenland vermittelt." (Umschlagtext)

Rechlin, Eva: Die Nacht der Zugvögel. Bayreuth 1983. [E.Ott, Bibliogr.]

Reich, Thomas K.: Die Sklaven des Hostilius. Zwei Abenteuererzählungen. Berlin (DDR): Verlag Das Neue Berlin 1978.


"In seinem literarischen Erstling legt Thomas K. Reich zwei Erzählungen vor. Sie spielen zur Zeit des 'alten Roms'. Reich verleiht diesem ziemlich verschwommenen Begriff wieder Farbe und Konturenschärfe. Er wendet sich der untersten Gesellschaftschicht zu und läßt die zu Worte kommen, die von den Mächtigen als sprechende Werkzeuge bezeichnet wurden. Er zeigt sie als hoffende und leidende Menschen, als unterschiedliche Charaktere, die um die nackte Existenz kämpfen, aber auch um ihre Würde und um das Recht auf Liebe, und die dafür zum Schwert greifen oder zur Bestechung, je nachdem, wie es ihre Möglichkeiten und die allgemeine Lage erlauben - in der Zeit nach dem Tod des Spartakus oder während der Herrschaft des jungen Kaisers Nero." (Anzeige)

Renault, Mary: Feuer vom Olymp. Ein Roman um Alexander den Großen. Übers. v. Martin Beheim-Schwarzbach. Reinbek: Rowohlt (TB 1890) 1975.


"In diesem historischen Roman von hinreißendem Temperament werden Kindheit und Jugend Alexanders des Großen geschildert. Fasziniert von der geheimnisvollen, dunklen Welt der Zaubersprüche, Beschwörungen und rituellen Opferfeste, in der seine Mutter, die Priesterin und Zauberin, lebt, fasziniert und abgestoßen zugleich vom kriegerischen Leben des Königs Philipp von Makedonien, seines Vaters, wächst Alexander in einer zwiespältigen, haßerfüllten Atmosphäre heran, bis er - achtzehnjährig - den Thron seines ermordeten Vaters übernimmt." (Umschlagtext)

Renault, Mary: Die Maske des Apoll. Roman um das griechische Theater. Übers. v. N. O. Scarpi. Reinbek: Rowohlt (TB 4247) 1978.


"Im Altertum zu Zeiten des großen Philosophen Platon und seines Schülers Aristoteles, des tyrannischen Herrschers Dionysos, tödlicher Intrigen und rettender Helden spielt dieser mitreißende historische Roman der erfolgreichen Autorin. Niko, ein Schauspieler mit antiker Apollo-Maske, erlebt aus nächster Nähe, wie die griechischen Tragödien auf der Bühne und das Schicksal der Mächtigen einander immer ähnlicher werden." (Umschlagtext)

Renault, Mary: Der Läufer und sein Held. Roman. Aus dem Englischen von Albert Heß. München: Knaur, 1998. DM 16,90.


"Griechenland zur Zeit der Hegemonialkriege zwischen Athen und Sparta: Alexis ist erst sechzehn Jahre alt, als er den fast zehn Jahre älteren Lysis begegnet. Zunächst wird er von Mißtrauen, Unsicherheit und Unbesonnenheit beherrscht. Die Freundschaft ist heftigen Anfechtungen ausgesetzt, und nur zögernd kommen sich die beiden näher. Die Bewährungsprobe für Alexias und Lysis kommt auf dem Schlachtfeld von Athen ..." (äußerer Umschlagtext)

Renault, Mary: Ein Weltreich zu erobern. Ein Roman um Alexander den Großen. München: knaur, 1995.


"Bagoas, ein junger persischer Eunuch von legendärer Schönheit, der vom Hofe des Königs Darius stammt, kommt an den Hof Alexanders des Großen, um dem Herrscher zu dienen. Der Roman erzählt, mit den Worten des Bagoas, die Geschichte der letzten sieben Jahre Alexanders; er schildert seine Feldzüge und Eroberungen und ist vor allem ein Zeugnis der innigen Beziehung zwischen dem Herrscher und seinem persischen Diener." (äußerer Umschlagtext).

Reznikoff, Dominique: Judas Ischariot - Der Spion des Teufels. Historischer Roman. Aus dem Französischen von Stefan Linster. München: Knaur, 1996.


"Judas ist als Soldat mit der Überwachung des Tempels betraut. Eines Tages bekommt er den Auftrag, einem gewissen Jesus zu folgen, dessen Taten die jüdische Obrigkeit beunruhigen, die ihrerseits Repressalien von seiten der römischen Besetzer befürchtet. Denn Galiläa ist in Aufruhr, und der "neue" Rebell könnte sehr wohl die Führung bei einem Aufstand übernehmen... Der Roman setzt in dem Moment ein, als Judas sich auf den Weg zu Jesus macht, und er endet am Ölberg. Dazwischen erzählt uns die Autorin eine Geschichte, von der wir glaubten, daß wir sie alle kennen, - und die plötzlich völlig neue, überraschende Aspekte aufweist..." (Umschlagtext)

Riemenschneider, Margarete: Im Garten Claudias. Leipzig: Im Prisma-Verlag Zenner und Gürchott 1970. (Aus der Zeit Theodosius' d. Gr.)

Roberts, John Maddox: SPQR. Ein Krimi aus dem alten Rom. Aus dem Amerikanischen von Kristian Lutze. München: Goldmann (TB 41306) 1992.


Die Originalausgabe erschien unter dem Titel "SPQR" bei Avon Books, New York. - "Schlechte Zeiten im alten Rom, 70 v. Chr. - gewaltätige Gangs beherrschen die Straßen, sie plündern, morden und brandschatzen, ohne daß ihnen jemand Einhalt gebietet. Das Leben ist gefährlich und nicht selten kurz. Da findet man eines Morgens einen ehemaligen Gladiatoren tot auf der Straße. Decius Caecilius Metellus der Jüngere, Kommandant der örtlichen Polizei, nimmt die Ermittlungen auf. Trotz der allgemeinen Gleichgültigkeit, schamlosen Bestechungsversuchen und finsteren Drohungen folgt Metellus unbeirrt seiner Spur. Sie führt ihn direkt zur römischen Oberschicht - und damit mitten hinein in einen Sumpf aus Korruption und Intrigen auf höchster Ebene. - Autor: John Maddox Roberts, 1947 in Ohio geboren, ist der Verfasser von mehr als 25 erfolgreichen Romanen im Bereich der Science-fiction. Sein erster historischer Kriminalroman SPQR mit dem unbeirrbaren Decius Caecilius Metellus als Helden wurde 1991 für den 'Edgar Allen Poe Award' nominiert." (Inhaltsangabe auf Seite 1) - Wenn jemals ein Detektiv in der alten Welt der Figur des Sherlock Holmes gleichkommt, dann dieser Römer... Es war wunderbar, dieses Buch zu lesen. Ich kann mich nicht erinnern, in der letzten Zeit etwas Vergleichbares in der Hand gehabt zu haben." (Umschlagtext, Zitat von Marion Zimmer Bradley.)

Roberts, John Maddox: Der Frevel des Clodius. Ein Krimi aus dem alten Rom. SPQR. Aus dem Amerikanischen von Kristian Lutze. München: Goldmann Verlag 1993


"Rom im Jahre 63 vor Christus: Ein Skandal erschüttert die Stadt. Beim Ritus der "Bona Dea" zu Ehren einer geheimnisvollen Göttin alten lateinischen Ursprungs dürfen nur verheiratete Frauen anwesend sein. Doch diesmal wurde ein Mann entdeckt, der sich in Frauenkleidern Zugang verschafft hat. Decius Caecilius Metellus, begnadeter Detektiv und mittlerweile zum jungen Senatsmitglied aufgestiegen, vermutet einen Zusammenhang zwischen dem Sakrileg und einer Serie von bizarren Morden, bei der die Opfer alle ein merkwürdiges Mal auf der Stirn tragen. Er nimmt die Fährte auf, die in die dunklen, gefährlichen Subura-Distrikte der Stadt genauso führt wie in die höchsten politischen Kreise. Er kämpft gegen mächtige Gegner, die nur eins im Sinn haben: die Ermittlungen zu unterbinden und den Ermittler auszuschalten - für immer." (Umschlagtext)

Roberts, John Maddox: Die Catilina Verschwörung. Ein Krimi aus dem alten Rom. SPQR. Aus dem Amerikanischen von Kristian Lutze. München: Goldmann Verlag 1993


"Ein Sommer der Siege für die mächtige Römische Republik: Ihre Legionen haben alle Feinde in die Knie gezwungen. Doch in Rom selbst herrscht kein Friede. In den dunklen Straßen fließt das Blut, und die Obrigkeit schaut zu. Nur Decius Caecilius Metellus, Kommandant der Polizei, führt einen einsamen Kampf. Als ein Bankier und eine Bauunternehmer ermordet aufgefunden werden, sieht Metellus einen Zusammenhang zwischen den beiden Verbrechen und einem aufgeflogenen Waffenlager im Tempel des Saturn. Er erkennt die bedrohlichen Zeichen einer großangelegten Verschwörung, die ihre Wurzeln im Zentrum der Macht selbst hat und nur von innen heraus bekämpft werden kann. Metellus läßt sich von keiner Drohung einschüchtern, doch sein Vordringen in die Höhle des Löwen bringt ihn in Lebensgefahr." (Umschlagtext)

Roberts, Robert Maddox: Der Fluch des Volkstribuns. Ein Krimi aus dem alten Rom. SPQR. Deutsch von Kristian Lutze. München: Goldmann Verlag 1996.


"Wir schreiben das Jahr 55 v. Chr. Während die römischen Legionen an allen Fronten siegen, wird die Stadt Rom durch innere Machtkämpfe erschüttert. Crassus, Mitglied des Triumvirats und reichster Mann der Hauptstadt, versucht sich durch Bestechung der Caecilier die Unterstützung seiner ehrgeizigen Pläne zu sichern. Doch Decius Caecilius Metellus, der sich gerade um das hohe Amt des Aedils bewirbt, läßt sich nicht kaufen und lehnt ab. Ein noch erbitterterer Gegner des Crassus ist der Volkstribun Ateius, der die römischen Plebs gegen den geplanten Partherfeldzug aufwiegelt. Als Crassus dennoch zu dem militärischen Abenteuer aufbricht, erwartet ihn Ateius im Priestergewand am Stadttor. Und zum Schrecken aller spricht er einen Fluch gegen den ruhmsüchtigen Feldherrn und seine glorreiche Armee aus. Einige Zeit später wird Ateius ermordet aufgefunden. Man betraut den erfahrenen Decius damit, den Mörder zu entlarven - ein schwieriger und höchst gefährlicher Auftrag. Denn der Kreis der Verdächtigen ist groß. Und nicht wenige unter ihnen sind mächtige und skrupellose Politiker, die vor keiner Bluttat zurückschrecken." (Text im Buchinneren)

Roberts, Keith: Das Boot des Schicksals. Aus dem Amerikanischen von Christa Schlang. Rastatt: Moewig (TB 2445) 1987.


"Der Todeskampf des römischen Imperiums bildet den historischen Hintergrund des abenteuerlichen Schicksals des Römers Sergius Paullus. "Das Boot des Schicksals" - ein Roman, der den Leser mit fremden, vergangenen Schauplätzen verzaubert und eine faszinierende Ahnung jener Zeit entstehen läßt." (Umschlagtext)
"Ein prächtiges Kolossal-Panorama vom Untergang Roms, das durch Gallien, Afrika und Britannien führt - und eine herrliche Romanze." (The Observer)

Robinson, Kathleen: Dominicus. Ein Roman aus dem alten Rom. Aus dem Amerikanischen von Michael Hofmann. München/Zürich: Piper 1992. ISBN 3-492-02923-X. DM 44,00.


"Gallien, im Jahre 375 n. Chr.: Mit der Geburt des zwergwüchsigen Knaben Dominicus beginnt dieser abenteuerliche und lebenspralle Unterhaltungsroman, der den Leser mitnimmt auf eine turbulente Reise durch das römische Reich. Von Rom bis Konstantinopel, von den Katarakten des Nil bis in den Norden Germaniens führt das Schicksal den Zwerg, der als Akrobat unter Gauklern Ruhm erlangt und als Sklave eines Philosophen zum Gelehrten wird." (Umschlagtext.)

Röhrig, Tilman: Dank gebührt Hannibal. Seine Alpenüberquerung mit 60000 Mann und 37 Elefanten. Würzburg: Arena 1981.


"Den Ruhm des großen Feldherrn, der mit 60.000 Mann und 37 Kriegselefanten die Alpen überquert, verkünden die Aufzeichnungen sein 'Hofberichterstatters'. 2200 Jahre später macht sich ein Fernsehteam daran, dieses waghalsige Unternehmen für einen Film zu wiederholen. Alles läuft wunschgemäß und planmäßig, bis sich die Hauptdarsteller, zwei Elefanten, weigern mitzumarschieren." Ab 12 J. - (Werbetext im Anhang zu F. Stephan-Kühn: Viel Spaß mit den Römern, 1982, S.143.)

Röhrig, Tilman: Mit Hannibal über die Alpen. Würzburg: Arena (TB 1682) 1991.


"Dieses Taschenbuch ist eine Teilausgabe von 'Dank gebührt Hannibal'. - Zum Autor: Tilman Röhrig, 1945 geboren, lebt als freier Schriftsteller in Sielsdorf bei Köln. Neben vielen anderen wichtigen Auszeichnungen erhielt er 1984 den Deutschen Jugendliteraturpreis für 'In dreihundert Jahren vielleicht'." (Arena-Katalog, Frühjahr 1991, S. 19.)

Röhrig, Tilman: Vom Ausbruch des Vesuv. Bilder von Uwe Klindworth. Ein Oetinger Kindersachbuch. Hamburg: Friedrich Oetinger 1991. ISBN 3-7891-7501-3. DM 14,80


"Pia und Stephanos sind in Sicherheit, als Feuer und Asche über Pompeji hereinbrechen. Voller Entsetzen müssen sie sehen, wie der Vesuv Asche und Lava ausstößt und die blühende Stadt unter sich begräbt. Was ist mit all den Menschen geschehen, die nicht mehr fliehen können? - Tilman Röhrig erzählt in diesem Buch, wie ein Vulkan entsteht, wie die Glut aus der Tiefe der Erde aufsteigt und wie es zu einer Katastrophe kommen kann wie der im Jahre 79 n. Chr., als der Vesuv ausbrach und Menschen, Tiere und Häuser unter Asche und Steinen begrub." Umschlagtext. - "Tilman Röhrig, 1945 in Hennweiler/Hunsrück geboren. Freischaffender Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler. Autor von Hörspielen, Drehbüchern und Erzählungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Seine Bücher, in vielen Sprachen erschienen, wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis." (Text auf S. 4.)

Rofheart, Martha: Ich heiße Sappho. Roman. Aus dem Amerikanischen von Günter Treffer. Wien, München, Zürich: Fritz Molden 1976.


"Sie war ein Mädchen aus gutem Hause. Sie war außerordentlich begabt. Mit Sechzehn schrieb sie hervorragende Lieder und Gedichte, und das Volk gab ihr den Spitznamen Schwarze Lerche. Ihre Protestsongs wurden zu Schlagern, zweimal verwies man sie des Landes, denn sie nahm stets ausgerechnet jene Leute aufs Korn, die die Macht in Händen hielten. Und sie trat für eine Besserstellung der Frau ein, womit sie vielleicht zur ersten Feministin der Weltgeschichte wurde. Ihre erste große Liebe war ein Dichter. Bevor sie einander persönlich kannten, tauschten sie Liebesverse aus, später auch Küsse. Doch er wurde nur der Freund fürs Leben, zum Ehemann wählte sie einen anderen. Inzwischen war sie im ganzen Land berühmt, trat öffentlich bei festlichen Anlässen aller Art auf und sang dort ihre neuesten Lieder und die anderen, die bereits in aller Munde waren. Die Tatsache, daß sie viele junge Mädchen unterrichtete und in Fragen der Liebe sehr freie Ansichten vertrat, hat ihr später sehr geschadet. Sie hieß Sappho und lebte vor 2500 Jahren. Martha Rofheart erzählt die Geschichte der Sappho in moderner Sprache und frei vom Staub historischer Vorurteile. Sie versteht es, uns das erregende Schicksal der Dichterin und der Frau, die Sappho hieß, so nahezubringen, daß der Zeitabstand von zweieinhalb Jahrtausenden auf ein Nichts zusammenschrumpft." (Text auf dem Schutzumschlag.)

Ruttmann, Irene: Titus kommt nicht alle Tage. Hamburg: F. Oetinger 1980. - dtv junior 70176


"In der Zeit Caesars hat die Familie des 14jährigen Quintus ihren Hof auf dem Land verkauft." Ab 10 J.; DBdJ 1990/91, S.44.
"Auf einem Klassenausflug zum Limes treffen Sven und Julia ihn zum erstenmal: Titus, einen Jungen aus der Römerzeit, der durch die Kraft einer Zauberwurzel in die Gegenwart geraten ist. Durch Titus werden die Kinder mit der antiken Welt der Römer konfrontiert, aber sie werden auch in ein handfestes Abenteuer verwickelt, als Titus ihnen eine kostbare Glasschale aus Colonia schenkt ..."

Queneau, Raymond: Der Flug des Ikarus. München (dtv) 1972. (Vgl. F. Maier, Auxilia 2, S. 36 f.)

Sachse, Günter: Geschichten aus dem alten Rom. Von den Anfängen bis zum Ende der Republik. Bindlach: Loewe 1989.

Sachse, Günter: Geschichten aus dem alten Rom. Die Kaiserzeit. Bindlach: Loewe 1991.

Saylor, Steven: Die Pforten des Hades. Ein Krimi aus dem alten Rom. Aus dem Amerikanischen von Kristian Lutze. München: Goldmann, 1992. DM 14,90.


"Während im Jahr 72 v. Chr. der legendäre Spartacus mit tausenden aufständischer Sklaven Richtung Rom marschiert, wird in der Villa des Feldherrn Marcus Crassus dessen Verwalter Lucius Licinius erschlagen. Angeblich sind die Mörder zwei Sklaven, die nach der Tat zu Spartacus geflohen sind. Für Crassus bietet dies Verbrechen einen willkommenen Anlaß, um ein Exempel zu statuieren: Unter Berufung auf geltendes Recht will er seine 99 übrigen Sklaven für die Tat den Löwen in der Arena zum Fraß vorwerfen. Bis dahin bleiben dem römischen Detektiv Gordianus genau drei Tage, um die Wahrheit über den Mord herauszufinden, das Massaker zu verhindern und eine politische Intrige aufzudecken, die Rom an den Rand des Untergangs bringen könnte." (Umschlagtext)

Saylor, Steven: Das Rätsel des Catilina. Ein Krimi aus dem alten Rom. Aus dem Amerikanischen von Kristian Lutze. München: Goldmann, 1996. DM 16,90.


"Rom im Jahre 63 v. Chr. Der Ausschweifungen und politischen Ränkespiele in der Hauptstadt des römischen Reiches überdrüssig, zieht sich der Detektiv Gordianus mit seiner Familie aufs Land zurück. Doch auch hier findet er keine Ruhe: Consul Cicero, der ihm bei der Beschaffung seines Landgutes behilflich war, fordert als Gegenleistung, daß Gordianus Senator Catilina gelegentlich bei sich beherbergt und ein wenig aushorcht. Man munkelt, der Senator plane eine Verschwörung gegen den Staat. Und plötzlich überstürzen sich die Ereignisse: In Gordianus' Haus wird eine Reihe kopfloser Leichen gefunden, und alles deutet darauf hin, daß die Morde etwas mit Catilinas Intrigen zu tun haben. Während Gordianus dem Fall nachgeht, wird er immer tiefer in die Grabenkämpfe der Politik hineingezogen. Und schon bald drohen er und seine Familie zwischen den Fronten zerrieben zu werden." (innerer Umschlagtext)

Saylor, Steven: Römischer Lorbeer. Ein Krimi aus dem alten Rom. Aus dem Amerikanischen von Kristian Lutze. München: Goldmann, 1995. DM 14,90.


"Rom im Jahre 56 v. Chr. Der Osten ist unterworfen, Caesar erobert Gallien, nur das reiche Ägypten entzieht sich noch dem Zugriff des römischen Reichs. In Rom selbst prägen Skandale, Intrigen und neuerdings auch Morde den Alltag. Nachdem mehrere ägyptische Gesandte umgebracht wurden, fürchtet auch der Gelehrte Dio um sein Leben und bittet Gordianus um Hilfe. Doch auch er kann einen weiteren Mord nicht verhindern. Als der Verdacht auf den großmäuligen Marcus Caelius fällt, der sich den großen Cicero als Verteidiger aussucht, wird aus dem Verfahren schnell ein öffentliches Spektakel. Nur Gordianus versucht noch, die Wahrheit ans Licht zu bringen - ein gefährliches Unterfangen ..." (Umschlagtext)

Saylor, Steven: Mord auf der Via Appia. Ein Krimi aus dem alten Rom. Aus dem Amerikanischen von Kristian Lutze. München: Goldmann, 1998.


"Das Jahr 52 vor Christus markiert eine bedeutende Wende in der Geschichte Roms. Die mächtigen Generäle Caesar und Pompeius sind die großen Rivalen um die Macht im Reich, während sich zwei andere Männer im Kampf um die Herrschaft über die Stadt befehden: Titus Milo, ein Senator und treuer Gefolsmann des Pompeius, tritt in den Konsulatswahlen gegen den Patrizier Publius Clodius an, der das Volk auf seine Seite gebracht hat. Als Clodius ermordet auf der Via Appia gefunden wird, deutet alles darauf hin, daß Milo und seine Anhänger in die Sache verwickelt sind. Die Nachricht vom Tod des Clodius und die Anschuldigungen gegen seinen Rivalen stürzen Rom endgültig ins Chaos. Da tritt der große Cicero selbst zur Verteidigung Milos an und bittet Gordianus um Unterstützung. Angesichts der Tragweite dieses Falles wagt der Detektiv nicht, Cicero im Stich zu lassen. Während Rom brennt und immer weiter auf den Abgrund zutaumelt, warten Pompeius und Caesar vor den Toren der Stadt auf den Ausgang des Geschehens. Und Gordianus weiß, daß ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, um den Untergang der Republik noch aufzuhalten ..." (innerer Umschlagtext))

Schönfeld, Herbert: Die Pagenverschwörung von Baktra. Erzählung aus dem Kriege Alexanders des Großen in Persien. Bielefeld: Erich Schmidt, 2. Aufl. 1959.


"Erzählung aus dem Kriege Alexanders des Großen in Persien. 328 v. Chr. im Heerlager Alexanders des Großen in Baktra, dem heutigen Balch in Persien, im nordöstlichen Afghanistan. Die Perser sind unterworfen. Nun rüstet der König zum größten Vorhaben seines Riesenplans einer Welteroberung: zum Feldzug gegen Indien. In diesen vin höchster Spannung erfüllten Wochen ereignet sich etwas nahezu Unfaßbares. Sechs vierzehn- bis sechzehnjährige Pagen des Königs - seine "Söhne" und künftige Offiziere - beschließen, ihn zu ermorden, weil sie in ihrem einst vergötterten Vorbild nur noch den Volksfeind zu sehen vermögen, den Tyrannen. Alexanders Leben und Werk geraten damit in größte Gefahr. Eine endlos scheinende Nacht hindurch steht alles auf des Messers Schneide, bis dann das Schicksal selbst den Ausschlag gibt. Was trieb die Pagen zur Verschwörung gegen ihren einstigen Abgott? Diese Frage ist oft gestellt worden. Sie ist auch die Kernfrage der von der antiken Geschichtsschreibung überlieferten Episode der Pagenverschwörung von Baktra. Denn als halbe Kinder auf ihrer makedonischen Heimat in die nächste Nähe ihres Idols versetzt, vermögen diese sechs jungen Menschen die Widersprüche im Wesen ihres Königs nicht aufzulösen und wandeln sich so zu seinen geheimen Feinden. Dadurch wird die unheilvolle Verflechtung immer dichter, bis ihnen zuletzt der "Tyrannenmord" als die einzige, zudem von den Göttern geforderte und gutgeheißene Lösung erscheint." (Umschlagtext)

Schreiber, Georg: Wokkio - König der Noriker. Wien 1966. [E.Ott, Bibliogr.]

Schreyer, Lothar: Siegesfest in Karthago. Freiburg i.Br., Basel, Wien 1961. [E.Ott, Bibliogr.]

Schulze-Berndt, Hermann: Das Pergament. Roman. Paderborn: Snayder-Verlag 1996.


"Der Osnabrücker Altphilologe Paul Schneider wollte eigentlich nur an einem Kongreß teilnehmen. Doch dann trifft er seinen Bruder Anton wieder, einen ehemaligen strafversetzten Priester, der ihn überraschend um die Übersetzung eines alten römischen Pergaments bittet. Schneider ist mißtrauisch. Woher stammt das wertvolle Pergament, bei dem es sich allem Anschein nach um eine Cicero-Handschrift handelt? Kaum daß sich für Schneider diese Fragen beantwortet hat, steckt er auch schon mittendrin in einem Alptraum aus privaten Verwicklungen und verbrecherischen Intrigen." (Umschlagtext)

Schwab, Gustav: Die Irrfahrten des Odysseus. Berlin: Altberliner Verlag 1989.

Schwab, Gustav: Die schönsten Sagen des klassischen Altertums. Stuttgart: Reclam 1987.


"Da streifte sich Odysseus die Lumpen rückwärts von den Armen, und Bogen und Köcher voll Geschosse in der Hand, sprang er auf die hohe Schwelle; hiert schüttelte er sich die Pfeile vor seinen Füßen aus und rief in die Versammlung hinab: "Der erste Wettkampf wäre nun vollbracht, ihr Freier! nun folgt der zweite: und jetzt wähle ich mir ein Ziel, wie es noch keine Schütze getroffen hat; und doch gedenke ich es nicht zu verfehlen." So sprach er und zielte mit dem Bogen auf Antinoos." (Umschlagtext)

Sienkiewicz, Henryk: Quo vadis. Roman. München: Droemersche Verlagsanstalt, o. J.

Sienkiewicz, Henryk: Quo vadis. Aus dem Polnischen von Richard Zoozmann. Bearb. v. E.Th. Koloschinsky, neubearb. v. Heinrich Baumgartner. Würzburg: Arena (TB 23), 2. Aufl. 1986.


"Im Mittelpunkt dieses historischen Romans stehen der wahnsinnige römische Kaiser Nero und seine Christenverfolgungen sowie die Liebe des römischen Offiziers Marcus Vinicius zur schönen Prinzessin und Christin Lygia. Wird diese Liebe der grausamen Verfolgung gewachsen sein? Dieser Roman des polnischen Schriftstellers Henryk Sienkiewicz (1846-1916) wurde erstmals 1896 veröffentlicht. Er wurde in viele Sprachen übersetzt und trug dem Autor den Nobelpreis für Literatur ein. "Quo vadis" erfreut sich ebenso wie zwei andere geschichtliche Romane des 19. Jahrhunderts, "Die letzten Tage von Pompeji" von E. Bulwer-Lytton und "Ben Hur" von L. Wallace großer Beliebtheit bei jungen und älteren Lesern." (Umschlagtext)

Smith, Joan: Ein Opfer für Apollo. Aus dem Englischen von Dagmar Weischer. Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 1991. ISBN 3-7915-1981-6. DM 18,80.


"Philo will nicht sein Leben lang auf dem Markt Lederriemen verkaufen. Er träumt davon, einmal an den Wettkämpfen in Olympia teilzunehmen. Und seit er beobachtet hat, wie der Arzt Hippokrates Kranke heilt, will er sein Schüler werden. Doch liegt es nicht allein in der Hand der Götter, was aus ihm wird? Oder hat die Sklavin Xenia recht, die behauptet, jeder kann sein Leben selbst bestimmen? In der Hoffnung auf ein Zeichen bringt Philo Apollo, dem Gott der Heilkunst, ein Opfer. - Joan Smith lebt mit ihrem Mann in Leicester. Eine Studienreise nach Griechenland hat sie dazu angeregt, sich näher mit Hippokrates zu beschäftigen und dieses Jugendbuch zu schreiben." (Umschlagtext.)

Sommer, Ernst: Antinous. Die Krise eines Kaisers. Greifenverlag zu Rudolstadt 1955. (Aus der Zeit Hadrians)

Speare, Elisabeth George: Der eherne Bogen. Gütersloh 1963. [E.Ott, Bibliogr.]

Sperber, Manés: Sokrates. Roman, Drama, Essay. Wien/Zürich: Europaverlag 1988.

Steiner, Jean: Theodora. Von der Zirkusdirne zur Kaiserin. Lausanne: Editions Rencontre 1970.


"Konstantinopel, Januar 532: Spiele im Hippodrom; Kaiser Justinian in seiner Loge. Auseinandersetzungen der poltischen Gruppen - der Grünen und der Blauen Zirkuspartei - hatten das Volk aufgepeitscht. Der Kaiser meint, durch die Hinrichtung von Rädelsführern beider Parteien dem Streit ein Ende gesetzt zu haben. Grund genug, daß sich die Grünen und die Blauen gegen ihn verbünden. Justinian will einlenken, aber die Bestie hat Blut geleckt. Die Parteien - auch die Blauen, denen er den Thron verdankt - forden seine Abdankung, wenn nicht seinen Kopf... Daß Justinian nach diesen Schreckenstagen noch dreiunddreißig Jahre - bis zu seinem Tode - an der Macht blieb, verdankte er dem entschlossenen Eingreifen seiner Frau und Mitregentin Theodora, die mit kühnen Worten Kaiser, Generale und Minister zu beherzter Tat mitriß. Die Geschichte dieser ungewöhnlichen Frau, die vom Schicksal aus den Niederungen des Zirkusmilieus auf den Gipfel irdischer Macht emporgeführt wurde, ist einer der fesselndsten Roman, die das Leben je geschrieben hat."

Stewart, John: Der Centurio. Historischer Roman. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 2001.


"Die Nachfolge des alten Tiberius ist ungeklärt, und in den syrischen Provinzen herrscht Unruhe. Im Auftrag des Kaisers begibt sich Valerius auf eine abenteuerliche Mission nach Galiläa. Auf welcher Seite steht Pontius Pilatus, und was hat es auf sich mit dem Rabbi Jesus, von dem alle reden? Während der junge Römer versucht, das Netz von Intrigen aufzudecken, sind ihm seine Gegner dicht auf den Fersen." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Spartacus - Sklave und Rebell. Historischer Roman. München: Knaur (TB 628), o.J. (Copyright 1977).


"Spartacus - wer war diese legendäre, geheimnisvolle Persönlichkeit, die im Jahre 73 v. Chr. mit 70 Gefährten aus der Gladiatorenschule ausbrach, um den ersten machtvollen, richtungsweisenden Aufstand der Sklaven gegen die Allmacht der Herren zu entfesseln. Durch den Spartacus-Aufstand wurde ein Krieg ausgelöst, der das römische Weltreich erschütterte. Drei Jahre lang konnte sich das über 40 000 Mann angewachsene Heer der Aufständischen gegen die schlachterfahrenen römischen Truppen behaupten und von Rom aus bis nach Oberitalien vordringen. Überzeugend und lebensecht läßt der Autor einen römischen Historiker Lebensweg und Persönlichkeit des Spartacus beschreiben. Tatsachen und Legenden werden zu einer atemberaubend spannenden Handlung verknüpft und vermitteln so das Porträt einer ganzen Epoche. Die vielfältigen Probleme des Römischen Reiches, seiner Metropole Rom, die Triumphe und Niederlagen seiner Feldherren werden am Aufstieg und Untergang eines Mannes lebendig, dessen Bedeutung weit über seine Zeit hinausragt." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Mord auf der Via Appia. C.V.T. (= Gaius Vocatius Tullus) im Dienste der Caesaren, Bd. 1. München: Knaur (TB 833) 1982.


"Herbst 53 v. Chr.: Die Republik treibt dem Chaos entgegen. Schlägerbanden beherrschen die Straßen von Rom. Die Entführungen angesehener Bürger nehmen zu. Währenddessen ist Gaius, Caesars Kriegstribun in der Gallierarmee, durch Verwundung gezwungen, auf seinem Landsitz müßig dem chaotischen Treiben zuzusehen - doch nicht lange: Auf dem Höhepunkt eines Festes wird ein Mordanschlag verübt, und Gaius sieht sich bald im Mittelpunkt eines Komplotts, das ihn und seine Freunde in Lebensgefahr bringt. Besteht da ein Zusammenhang mit den kürzlich entführten Senatorenkindern? Wer steckt dahinter? Soll man Caesar einschalten? Zusammen mit seinem Freund Cornificius und Alexander, seinem ebenso vorlauten, mutigen wie treuen Sklaven, macht sich Gaius in einer Folge rasanter Abenteuer daran, den Drahtzieher zu stellen. In diesem spannenden Roman werden nicht nur die Täter entlarvt, sondern auch die pervertierten politischen Sitten jener Jahre, da Caesar und Pompeius sich mehr und mehr entzweiten." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Die Frau des Senators. C.V.T. im Dienste der Caesaren, Bd. 2. München: Knaur (TB 834) 1982.


"Rom, Ende Januar 52 v. Chr.: Der Tribun Gaius wird von Caesar nach Ravenna berufen, denn in Gallien hat Vercingetorix alle Stämme zum großen nationalen Aufstand gegen Rom vereint. Am Abend des Tages, an dem Gaius mit seinem treuen Sklaven Alexander in Ravenna eintrifft, veranstaltet Caesar ein großes Fest, um die jungen Aristokraten, die als Militärtribunen ihren Dienst unter seinen Adlern ableisten wollen, mit dem Offizierskorps bekannt zu machen. Dort lernt Gaius die schöne Aemilia, die Frau des Senators Coelius, kennen. Während die dienstältesten Offiziere mit den Neuen nach Soldatenart ihre derben Späße treiben, kommte es zu einem tödlichen Unfall. Doch schon bald glaubt Gaius Beweise zu haben, daß dahinter eine verbrecherische Absicht steckt. Diese Annahme verstärkt sich, seit es selbst nur mit knapper Not mehreren Mordanschlägen entgeht. Inzwischen steht die Armee in harten Kämpfen mit den verbissen um ihre Freiheit ringenden Galliern. Gaius lernt Vercingetorix kennen und bewundern. Ein ungeheuerer Verdacht steigt in Gaius auf..." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Ich klage an. C.V.T. im Dienste der Caesaren, Bd. 3. München: Knaur (TB 835) 1982.


"Herbst 52 v. Chr.: Nachdem der Aufstand des Vercingetorix niedergeschlagen wurde, ist Gallien wieder fest in römischer Hand. Der Kriegstribun Gaius kehrt nach Rom zurück und trägt sich mit dem Gedanken, als Anwalt seine zweite, politische Karriere zu beginnen. In seinem ersten Fall verteidigt Gaius einen Bauern, Sextus Considius, der ein Opfer der vernachlässigten Innenpolitik geworden ist. Er hat seinen verschuldeten Hof verloren und steht vor dem Nichts. Nach einem Streit mit seinem Gläubiger, einem finanzstarken römischen Ritter, findet man dessen Verwalter morgens tot in der Nähe von Considius' Haus. Considius verliert den Kopf, flieht mit seiner Familie nach Rom, um dort unterzutauchen. Gaius' Rechtsempfinden und seine Humanität sind herausgefordert. Er wird den dunklen Geschäften dieses Ritters nachgehen und Considius vor Gericht verteidigen. Im Verlauf der Recherchen erfährt er, daß es um mehr als nur einen Mord geht..." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Skandal um Nausikaa. C.V.T. im Dienste der Caesaren, Bd. 4. München: Knaur (TB 1026) 1983.


"Frühjahr 51 v. Chr.: Pompeius steht auf dem Höhepunkt seiner Macht. Konservative Gruppen um Pompeius versuchen, Caesar in Gallien zu entmachten. In Rom unterhält Publilius Syrus eine erfolgreiche Theatergruppe, die in ihren Stücken auch vor massiver Zeit- und Gesellschaftskritik nicht zurückschreckt. Sogar Publilius Syrus selbst schreibt Stücke, in denen er neben allgemein menschlichen Schwächen auch die Intrigen und den Opportunismus der politischen Machthaber aufs Korn nimmt und schonungslos karikiert. Das schafft ihm bald Feinde in beiden Lagern, so daß er unversehens in die politischen Intrigen der Mächtigen gerät. Da ereignet sich während einer Aufführung ein dramatischer Zwischenfall, in den Nausikaa, die große Heroine der Truppe, verwickelt ist..." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Alexander und die Gladiatoren. C.V.T. im Dienste der Caesaren, Bd. 5. München: Knaur (TB 1040) 1983.


"Rom, Mai 51 v. Chr.: Alexander, vor wenigen Wochen von dem Patron Lucius Volcatius Tullus freigelassen, genießt als Haupt einer eigenen Familie seinen neuen Status. Gaius Volcatius Tullus, intensiv mit seiner Kandidatur für das Amt des Aedilen beschäftigt, plant zur Unterstützung dieses Vorhabens Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen im Circus Maximus und beauftragt Alexander mit der Organisation. Um sich einen Überblick zu verschaffen, nimmt der frühere Sklave Kontakt mit ehemaligen Gladiatoren auf. Bei seinen Bemühungen lernt er auch zwei junge reiche Kaufleute aus Gallien kennen, die sich zur Zeit geschäftlich in Rom aufhalten, In ihrer Herberge kommt es zu einer fatalen Entdeckung, und schon kurze Zeit danach steht Alexander im Mittelpunkt dramatischer Ereignisse, die bald auch C.V.T.s Interesse wecken..." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Attentat in Pompeji. C.V.T. im Dienste der Caesaren, Bd. 6. München: Knaur (TB 1097) 1984.


"Sommer 51 v. Chr.: Gaius Volcatius Tullus - kurz C.V.T. - ist im Begriff, nach Gallien aufzubrechen, um für Caesar die lange geplante diplomatische Mission im rechtrheinischen Germanien anzutreten. Da kommt aus dem Süden Italiens eine alarmierende Nachricht: Ein Verwalter des Volcatischen Güter in der Campania ist grausam ermordet und verstümmelt worden. Unverzüglich bricht C.V.T. nach Pompeji auf, um den Hintergründen des Verbrechens nachzugehen. Schon in den ersten Tagen kommt es zu einer überraschenden und gefährlichen Wendung, und bald sieht sich C.V.T. als Gegenspieler eines geheimnisvolle  Feindes, der skrupellos zu töten bereit ist..." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Der Verrat des Ambiorix. C.V.T. im Dienste der Caesaren, Bd. 7. München: Knaur (TB 1169) 1984.


"Rom, Herbst 51 v. Chr.: Gerade aus Pompeji zurück, findet C.V.T. ein Schreiben aus Gallien vor, das seinen sofortigen Aufbruch nach Norden, in Caesars Hauptquartier bei Narbo (Narbonne) notwendig macht. Zur selben Zeit schickt Caesar einen Teil der Armee bie den nordgallischen Belgern in die Winterquartiere, um gegen jede Überraschung von seiten der ungebärdigen Stämme gewappnet zu sein. Auf seiner Reise erfährt C.V.T. Einzelheiten seines Sonderauftrages: Er soll in Gesprächen mit den rechtsrheinischen, romfreundlichen Ubiern die letzten Hindernisse vor ihrer Umsiedelung auf linksrheinisches Gebiet beseitigen. Und außerdem soll er etwas über das Versteck, die Pläne und die Stärke des letzten großen Gegners Caesars in Erfahrung bringen: Ambiorix, Fürst der Eburonen. An der Stelle der späteren Colonia Agrippina (Köln) geht C.V.T. mit Cornificius, Alexander und zwanzig Reitern über den Rhein und betritt gefährlichen Boden: Germanien..." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Rebellion im Circus Maximus. C.V.T. im Dienste der Caesaren, Bd. 8. München: Knaur (TB 1203) 1985.


"Rom, April 50 v. Chr. - Decius Vibellius, ein reicher römischer Bürger aus Capua, ist nach Rom gezogen, um seinen Sohn Aulus Zugang zu den politischen Ämtern zu verschaffen. Das kostet viel Geld, denn längst ist es Sitte, das Wahlvolk durch Spiele, Rennen und Gladiatorenkämpfe zu beeinflussen. So rüstet Vibellius bei einer Renngesellschaft eine Quadriga aus und kauft vor einen der besten Wagenlenker als Fahrer. Doch kurz vor dem Kampftag geschehen Dinge, die das Rennen in Frage stellen. C.V.T. seit Anfang des Jahres als Aedil mit der Aufsicht über die Straßen, Plätze, Märkte und Spiele betraut, wird - zunächst gegen seinen Willen - vom Consul mit der Untersuchung des Falles betraut. Doch schon am zweiten Tag zeigt sich, daß es um mehr als vier Pferde geht, und bald schon zieht der Fall Kreise bis in die höchste römische Gesellschaft..." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Tod auf dem Forum. C.V.T. im Dienste der Caesaren, Bd. 9. München: Knaur (TB 1306) 1985.


"Rom, Spätsommer 50 v. Chr.: Zu den Aufgaben des kurulischen Aedilen Gaius Volcatius Tullus (C.V.T.) gehört auch die Kontrolle der verschiedenen Märkte, des Handels und Wandels der römischen Kaufleute. Außer den üblichen kleinen Streitereien, die C.V.T. zu schlichten hatte, war es bisher in der Geschäftswelt ruhig geblieben. Doch in den letzten Wochen häufen sich seltsame Vorfälle in den Straßen rings um das Forum. Unbescholtene, wohlhabende Bürger werden zusammengeschlagen, Läden und Häuser angezündet, Sklaven ermordet. Außerdem wird der Aedil davon in Kenntnis gesetzt, daß Falschgeld im Umlauf sei. C.V.T. beginnt systematische Recherchen, doch sie bringen ihn zunächst nicht weiter. Dann aber kommt es zu einem blutigen Zwischenfall, der C.V.T. auf eine neue, gefährliche Spur bringt..." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Tödliche Dosis. C.V.T. im Dienste der Caesaren, Bd. 10. München: Knaur (TB 1256) 1986.


"Rom, Dezember 50 v. Chr.: Athenodoros, der griechische Hausarzt der Volcatier, steht vor einem Rätsel. Trotz sorgsamster Behandlung und Pflege siecht einer seiner Patienten, der römische Ritter Aulus Gellius, dahin. In Athenodoros steigt ein ungeheuerer Verdacht auf. Er will einen berühmten Kollegen zu Rate ziehen - als Reaktion kommen ihm entsetzliche Drohungen ins Haus. In seiner Verzweiflung wendet er sich an C.V.T. mit der Bitte um Hilfe. Weil Athenodoros seinem Bruder einmal das Leben gerettet hat, nimmt sich C.V.T. der Sache an. Die gefährlichen Überraschungen und das Entsetzen nehmen von Tag zu Tag zu. C.V.T. ist gefährdet wie kaum je zuvor..." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Quintus geht nach Rom. München: dtv junior 70118. 1987.


"Die Geschichte des 14jährigen Quintus spielt zur Zeit Cäsars. Sie erzählt von ihm und seiner Familie, die ihren Hof nahe der Etruskerstadt Caere aufgeben muß, um in Rom ein neue Leben zu beginnen. Sie berichtet aber auch vom geschäftigen Leben und Treiben der damaligen Weltstadt. Die Suche nach Arbeit ist vor allem für den Vater schwer, aber Quintus, der von seinem Großvater Lesen und Schreiben gelernt hat, findet Aufnahme in einem Buchladen, einem "librarium", in dem Bücher nicht nur verkauft, sondern auch hergestellt und kopiert werden. Und auch Kameraden findet Quintus, mit denen er aufregende Abenteuer erlebt. Die mutige Aufdeckung eines gewaltigen Staatsbetrugs beschert ihm schließlich einen guten Freund." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Quintus in Gefahr. München: dtv junior 70236. 1991.


"Quintus hat in Rom Fuß gefaßt. Als unentbehrliche rechte Hand des Pollius Valerianus arbeitet er in dessen angesehenem Buchladen. Nebenbei nimmt er mit seinem vornehmen Freund Aulus bei dem Griechen Demetrios Privatunterricht. Eines Abends wird er überfallen, in einen Reisewagen gezerrt und entführt. Könnte das etwas mit den geheimnisvollen Vorgängen im Haus seines Freundes zu tun haben oder mit Caesar, der gerade den Rubikon überschritten hat und auf Rom zumarschiert...? Das ist der auch selbständig zu lesende Fortsetzungsband zu "Quintus geht nach Rom", der ebenfalls bei dtv junior erschienen ist." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Drei Tage in Rom. Land- und Stadtleben zur Zeit Cäsars. Zürich/München: Artemis, 2. Aufl. 1989.


"Aus der Perspektive des vierzehnjährigen Lucius erleben wir die harte Arbeitswelt der Sklaven auf einem Gutshof, den Betrieb in einer antiken Töpferei, wir besuchen mit ihm Rom, ein Wagenrennen, eine Theateraufführung. Am dritten Tag verirrt Lucius sich in der proletarischen Vierteln und bekommt die Schattenseiten dieser Hauptstadt der Alten Welt zu Gesicht. Ein packend erzähltes und von Hans Herbert Römer informativ illustriertes Buch." (Umschlagtext)

Stöver, Hans Dieter: Die Akte Varus. Würzburg: Arena 1991.


"Der spannungsgeladene, gründlich recherchierte Roman liefert einen überzeugenden Erklärungsansatz für den katastrophalen Ausgang der Schlacht im Teutoburger Wald, in der die Germanen unter der Führung Arminius' des Cheruskers das Römische Weltreich in seine Grenzen verwiesen." - Zum Autor: Hans Dieter Stöver, geboren 1937, studierte Pädagogik, Geschichte, Kunstgeschichte und Altertumswissenschaften. Er lebt in Weilerswist bei Euskirchen. Seit 1965 ist er freier Mitarbeiter des Westdeutschen Rundfunks, für den er 25 Hörspiele und Features zu kulturgeschichtlichen Sendereihen schrieb. Seine zahlreichen Sachbücher, Krimis, Romane und Jugendbücher machten ihn zu einem der bekanntesten Vermittler der römischen Antike an ein modernes Publikum." (Arena-Katalog, Frühjahr 1991, S. 13.)

Stöver, Hans Dieter: ... dann geh' ich zum Kaiser! Eine Geschichte aus der Zeit Hadrians. Mit Illustrationen von Hans-Herbert Römer. Ein Artemis-Jugendsachbuch. Zürich/München: Artemis 1992. ISBN 3-7608-1070-5. DM 29,80.


"Bäckermeister Vinicius liegt im erbitterten Streit mit seinem Nachbarn Longinus. Die Auseinandersetzung zieht immer weitere Kreise, bis es zu einem Prozeß kommt. Höhepunkt bildet die Audienz beim Kaiser höchstselbst, die der pfiffige Bäcker erzwingt. Das römische Rechtswesen, das Leben der Handwerker, die bunte Welt des Theaters und der Schauspieler, die Baugeschichte der berühmten Villa Hadriana - dies und noch einiges mehr wird in die spannende Handlung hineinverwoben, die auf gesicherten historischen Fakten basiert. Die präzisen Illustrationen von Hans-Herbert Römer und Sachinformationen im Anhang erleichtern den Zugang zur Welt des kaiserzeitlichen Roms." (Umschlagtext.)

Stöver, Hans Dieter: Agon oder Der Ring des Demetrios. Historischer Roman aus der Zeit von Dionysos I, Tyrann von Syracus. München: meyster 1989.


"Agon - das ist Wettkampf, ist Kampf, ist Handlung. Der vielgebrauchte Begriff "action" leitet sich aus diesem griechischen Wort ab. Und atemlos folgt man der Handlung, die 413 v. Chr. mit dem Untergang der 2. athenischen Expedition nach Syracus beginnt. Aus der jubelnden Jugend des athenischen Heeres ist in der flirrenden Hitze vor Syrakus nach zwei Jahren ein von Fieber und Hoffnungslosigkeit gebeutelter Haufen geworden, der bei einem Ausbruchsversuch geschlagen wird und in Latomien, den Steinbrüchen von Syrakus, verschwindet. Demetrios, der Held des Romans, Sohn eines athenischen Aristokraten und einer vermögenden syrakusischen Mutter, wird als Gefangener zum Tode verurteilt. Kassandros, ein Aristokrat aus Syrakus, versucht seine Rettung aus den Steinbrüchen, allerdings zu einem hohen Preis: Demetrios soll ihm zur Beschaffung von nötigen Bestechungsgeldern eine vorgefertigte Urkunde unterzeichnen und seinen Siegelring ausleihen. Der Ring des Demetrios - was ist damit? Heute hätte eine Scheckkarte, die zugleich auch fälschungssicherer Ausweis ist, eine ähnliche Funktion. Nun, die Flucht gelingt. Es verschlägt Demetrios nach Karthago, er glaubt sich in Sicherheit. Sehr schnell wird er aber gewahr, daß Kassandros nicht sein Helfer, sondern ein ganz gefährlicher Gegenspieler ist, dessen Verbindungen bis in die höchsten Regierungskreise reichen. Es geht für beide um ein großes Vermögen, doch Demetrios ist ja namenlos geworden - als Sklave wird er in die Steinbrüche Karthagos abgeschoben. Diese sind keine Vernichtungslager modernen Stils, sondern wirtschaftlich geführte Betriebe, und so gelingt es ihm aufgrund seiner überragenden Bildung, aber auch infolge seines fanatischen Durchhaltewillens und seines Hasses auf Kassandros, sich unentbehrlich zu machen und hochmögende Gönner zu finden.
Agon - aus dem persönlichen Kampf ums Überleben erweitert sich das Handlungsfeld für Demetrios durch die Veränderung der politischen Verhältnisse nach der Niederlage von Athen. Zunächst wird er Figur im Machtkampf verschiedener auf den Tod verfeindeter Strömungen in Karthago selbst, dann ausgreifend im großgriechischen Raum. Demetrios führen die Geschehnisse nach Syrakus wieder zurück und er nimmt hier aktiv am Aufstieg des Herrschers Dionysos I. teil." (Umschlagtext)

Stöwer, Ulrich: Antinous, Geliebter! Ein Schicksalsjahr für Kaiser Hadrian. Roman. Frankfurt a. M., Berlin, Wien: Ullstein (TB 20334) 1983.


"Eine der berühmtesten tragischen Liebesromanzen der Weltgeschichte ist die Beziehung zwischen dem alternden Kaiser Hadrian und dem schönen bithynischen Jüngling Antinous. Während einer Ägyptenreise, auf der er den Kaiser begleitete, fand er auf rätselhafte Weise im Nil den Tod. Die wahren Hintergründe seines Endes sind bis heute im dunkeln geblieben: War es ein religiöser Opfertod, ein politischer Mord oder wirklich ein Unfall? Um die verschiedenen Deutungsmöglichkeiten dieses Schicksals transparent zu machen, wählte der Autor die subjektive Form des Brief- und Tagebuchromans. Aus der Sicht der handelnden Personen baut sich der Schauplatz des Geschehens auf: eine Welt der Intrigen, Affären und Skandale, die bereits sichtbar der Katastrophe entgegensteuert, eine Welt, die aber Grazie und Noblesse auch im Untergang nicht verleugnet. Dazu die geschickte Verknotung der Handlungsstränge und die feine Ironie, die alles in der Schwebe zwischen Tragik und Komik hält - das hat Esprit und weist den Autor als beachtlichen Könner aus." (Umschlagtext)

Stoll, Heinrich Alexander: Götter und Giganten. Der Roman des Pergamon-Altars. Union Verlag Berlin o.J.

Stoll, Heinrich Alexander: Der Traum von Troja. Lebensroman Heinrich Schliemanns. Halle/Leipzig: Mitteldeutscher Verlag, 12. Aufl. 1978.

Streit, Jakob: Milon und der Löwe. Stuttgart 1972. [E.Ott, Bibliogr.]

Strelow, Walter Hans: Chrestos. Erzählung aus der Zeit und dem Leben Christi. Berlin: Verlagsanstalt für Geschichtsliteratur, o.J. (Copyright 1917).


"Vorliegendes Werk ist kein sogenannter Christus-Roman, beansprucht auch nicht die Ehre einer in allen Punkten aus Geschichte und Bibel zusammengetragenen Urkunde. Seine Komposition ist frei, ohne dabei der geschichtlichen Wahrheit Gewalt anzutun. Nicht die Person des Erlösers wollte der Verfasser in den Vordergrund stellen, - deren erhabene Größe würde selbst in poetischster Form kaum völlig erfaßt werden können, - nicht so das Ereignis seiner Geburt und die Einwirkung seiner Lebenstätigkeit auf die damalige Zeit. Diese entsprechend zu beleuchten und in der Person des Cherusker-Fürstensohns Jung-Childerich ein Beispiel zu geben, wie sich die Wellen des neuen Evangeliums der Liebe schon vor Christi Kreuzestod in die entferntesten Länder hinein ergossen, gab einen Grund für die Erzählung ab. Die weiteren liegen in des Werkes Zweck, der ein dreifacher ist. Besteht er einmal darin, den Lesern das Fühlen und Denken jener Zeit plastisch vor Augen zu führen, so zum anderen, der angeblich so trockenen Weltgeschte und die von der Neuzeit gern als abgeschmackt verachtete Bibel miteinander in Harmonie und beider Wahrheit und Weisheit in der nicht so aufdringlichen Form einer spannenden Erzählung zu bringen, der dritte Zweck ist, der strebenden Jugend, die so leicht Götter auf falschen Wege sucht, ein Ahnen von dem tiefen Kern der Lehre Christi ins Herz zu pflanzen. Dies ist nur möglich, sieht sie sich selbst verkörpert in der Jugendkraft, im Sturm und Drang, in der Freiheit und Wanderlust der Jahre mit einem hohen Ziel vor Augen. Nicht das Dogma des Glaubens, das freie Sehnen der Menschenbrust, näher zu kommen zur Erkenntnis, zur Wahrheit, bestimmte den Rahmen des Werkes und verhinderte alle fromme Phrasen. Wenn nicht alle, einen Zweck mag das Buch immerhin erfüllen, indem es zum Nachdenken über der Wert der Religion anspornt." (Vorwort des Verfassers)

Stresau, Hermann: Adler über Gallien. Roman. Frankfurt a. M.: Societäts-Verlag 1942.

Sutcliff, Rosemary: Das Stirnmal des Königs. Stuttgart 1969. 1981. [E.Ott, Bibliogr.]

Sutcliff, Rosemary: Der Adler der Neunten Legion. Eine Erzählung aus der Zeit der römischen Besetzung Britanniens. Aus dem Englischen von Ilse Wodtke. München: dtv junior 7012. 3. Aufl. 1972.


"Der römische Hauptmann (Centurio) Marcus hat sich nach Britannien beworben, weil dort, im hohen Norden des Landes, die Legion seines Vaters spurlos verschwunden ist. Kein einziger Soldat ist zurückgekehrt, und auch das Feldzeichen, den römischen Adler, hat niemand mehr wiedergesehen. Marcus möchte herausbekommen, was damals wirklich geschehen ist. Viel ereignet sich jedoch, bis er endlich die Erkundungsreise antreten kann. Ob es ihm gelingen wird, den römischen Adler zurückzuholen? Sein britannischer Sklave Esca begleitet ihn als Freund bei diesem gefährlichen Unternehmen. Rosemary Sutcliffs Romane sind spannend und historisch interessant." (Umschlagtext)

Sutcliff, Rosemary: Der silberne Zweig. Eine Erzählung aus der Endzeit der römischen Besetzung Britanniens. Aus dem Englischen von Ilse Wodtke. München: dtv junior 7069. 1972.


"Endzeit des Römischen Reiches: dem britannischen Statthalter, Kaiser Carausius, droht eine Verschwörung. Justin und Flavius könnten dem Kaiser dafür Beweise vorlegen. Aber dieser entfernt die beiden Freunde aus seiner Umgebung. Tatsächlich wird der Kaiser bald danach ermordet, und Justin und Flavius bestehen als Geheimagenten Roms viele gefährliche Abenteuer... Dieses Buch greift Motive des Bandes "Der Adler der Neunten Legion" auf und kann - trotz seiner Eigenständigkeit - auch als dessen Fortsetzung verstanden werden." (Umschlagtext)

Sutcliff, Rosemary: Drachenschiffe drohen am Horizont. München: dtv junior 7260, 8. Aufl. 1988.


"Dies ist neben "Der Adler der Neunten Legion" und "Der silberne Zweig" der dritte Band von Rosemary Sutcliff, der von der römischen Besatzungszeit in Britannien berichtet: Die Familie des römischen Offiziers Aquila siedelt schon seit 400 Jahren in Britannien. Als die römischen Besatzungstruppen nach Rom abberufen werden, entscheidet sich Aquila für Britannien, desertiert und kehrt in sein Elternhaus zurück. Doch dieses wird unter den nun herrschenden Machtkämpfen zerstört, der Vater erschlagen, die Schwester verschleppt, er selbst gefangengenommen. Nach seiner Befreiung kämpft er an der Seite des Prinzen Ambrosius um die Einigung Britanniens. Aber immer wieder steht er vor Gewissensentscheidungen, die der Zusammenprall dreier Völker heraufbeschwört." (Umschlagtext)

Száva, István: Der Gigant von Syrakus. Ein Archimedes-Roman. Stuttgart, o.J. (1963). [E.Ott, Bibliogr.]. Aufl. Importausgabe mit Einverständnis des Prisma-Verlages Leipzig, Budapest: Corvina Verlag 1968.


"Archimedes, der Gigant von Syrakus, war einer der bedeutendsten Wissenschaftler der Antike. Seinen Namen und seine Gesetze kennt jedes Schulkind. Aber weiß es auch, wie er den Auftrieb schwimmender Körper, den Flächeninhalt des Kreises, den Rauminhalt der Kugel, des Zylinders und anderer Körper berechnete? Kennt es die Wasserschraube? Ist ihm bekannt, daß Archimedes nicht nur Gelehrter, sondern auch ein hervorragender Feldherr war, der äußerst wirksame Kriegsmaschinen zum Schutz seiner Heimatstadt konstruierte? Unter seiner Führung verteidigte sich Syrakus zwei Jahre lang gegen die Übermacht der römischen Legionen. Seit dem 3. Jahrhundert v.u.Z., in dem Archimedes lebte, ist eine lange Zeit vergangen. Die Wissenschaft hat sich ungeheuer reich entwickelt. Heute kreisen von Menschenhand gefertigte Raketen um die Erde, aber wir lesen noch immer voll Interesse und Spannung den Roman István Szávas vom Leben und Wirken eines der ersten Vertreter der modernen Wissenschaft." (Umschlagtext.)

Taylor, George: Antinous. Historischer Roman aus der römischen Kaiserzeit. Leipzig: Hirzel 1909.

Terhart, Franjo: Im Zeichen der Wölfin. Veleda - Seherhin der Germanen. München: dtv, 1998.


"Germanien im 1. Jh. n. Chr.: In einem Dorf an der Lippe kommt ein Mädchen zur Welt, dem eine große Zukunft bestimmt ist: Veleda, Seherin der Germanen. Der Name birgt Ehre und Bürde zugleich. Niemals wird Veleda Mann und Kinder haben, sondern einsam in einem Turm leben und den Germanen die Zukunft voraussagen. Als sie ihnen beim Aufstand der Bataver gegen die Römer den Sieg prophezeit, verehren die Germanen sie wie eine Göttin. Doch da beginnt man sich in Rom für die junge Frau zu interessieren ... . Ein packendes Mädchenschicksal, das auf historischen Tatsachen beruft." (Umschlagtext)

Todd, Marilyn: Tod und Spiele. Ein Kriminalroman aus dem Alten Rom. Deutsch von Helga Bilitewski. Reinbek: Rowohlt 1997.


"Die schöne Claudia, Gattin eines reichen Händlers im antiken Rom, muß gegen die Langeweile kämpfen. Um ihre steigenden Wettschulden zu begleichen, leistet sie Liebesdienste der besonderen Art. Als ihre einflußreichen "Kunden" der Reihe nach umgebracht werden, wird aus den Spielen aber tödlicher Ernst. Claudia hat einen Ruf zu verlieren - und einen sadistischen Serienmörder zu finden." (Umschlagtext)

Toman, Josef: Nach uns die Sintflut. Historischer Roman. Aus dem Tschechischen von Gustav Just. Berlin (DDR): Volk und Welt 1968, 4. Aufl. 1974.


(Zeit des Tiberius und Caligula.)

Toman, Josef, und Miroslava Tomanová: Sokrates. Historischer Roman. Aus dem Tschechischen von Karl Klausnitzer. Berlin (DDR): Volk und Welt 1978, 2. Aufl. 1979.


"So könnte das Ergebnis einer Umfrage: 'Was wissen Sie über Sokrates?' lauten: 1. Alter Grieche, Philosoph. 2. Hatte zänkisches Weib namens Xanthippe. 3. Sagte: 'Ich weiß, daß ich nichts weiß', und ich schließe mich seiner Meinung an. - Dabei gehört sein Name zu den bekanntesten aller großen Denker der Vergangenheit und Gegenwart. Aber sein Leben und Wirken sind in eine zweieinhalbtausendjährige Ferne entrückt, das Hellas des 5. Jahrhunderts v.u.Z. ist uns heute fremder als die Oberflächenstruktur des Mondes. In diesem Buch erstehen sie nun wieder auf: jene Zeit der großen Dichter, Künstler, Staatsmänner, Philosophen, jene Welt, die erfüllt ist von den Mythen sinnenfroher Götter und Heroen, jenes Athen in seiner Gold- und Marmorpracht, das dennoch nicht von Pest und Krieg verschont blieb. Und mittendrin lebt Sokrates, Sohn eines Bildhauers und einer Hebamme, ein nicht mit irdischen Gütern reich gesegnetes - bis in den Tod hinein jedoch stets von der heiteren Seite genommenes Leben. Ja, er tritt dem Erzähler seiner Geschichte sogar persönlich entgegen, genausowenig mit gedankenschwerem Ballast beladen wie die Schilderungen seines Tuns und Treibens auf dem Athener Markt, der Gespräche mit Freunden, Schülern und Hetären und der heißen Dispute mit anderen Denkern. - Erzählt wird die Geschichte eines Großen der europäischen Geistesgeschichte von einem Ehepaar: den beiden Pragern Josef Toman und Miroslava Tomanová, beide bereits durch die erfolgreiche Gestaltung historischer Themen - Josef Toman [1899 bis 1977], gelernter Bankkaufmann, 1923-1945 Verlagssekretär und später -direktor, 1945-1953 Mitarbeiter im Minsiterium für Information, dann freischaffender Schrifsteller, durch die Romane 'Don Juan' (1944, Volk und Welt 1957), 'Slawischer Himmel' (1948) und 'Nach uns die Sintflut' (1963, Volk und Welt 1968), Miroslava Tomanová (geb. 1906) durch Theaterstücke ernsten und heiteren Charakters, Reisebeschreibungen und den Kriegsroman 'Die silberne Flur' (1970). Und als Koautoren eines Romans stellten sie sich erstmals 1957 mit 'Wo sich die Füchse gute Nacht sagen' (dt. 1964) vor." (Text auf dem Schutzumschlag.)

Trease, Geoffrey: Die Krone von Athen. Übersetzt von Hanns Schumacher. Frankfurt am Main: Alibaba Verlag 1994.


"Griechenland zur Zeit von Sokrates und Platon. Ein Junge, Alexis, der Sohn von Leon, träumt von einer Karriere als Theaterautor. Da wird er Zeuge eines Gesprächs von Verschwörern. Ex existiert ein Plan, die Demokratie in Athen zu stürzen. Im Strudel der Ereignisse wird Alexis, eigentlich kein Held, mitgerissen. Zu diesem abenteuerlichen Ereignissen, zu den Geschehen im und um das Theater kommt eine Liebesgeschichte dazu: Darf sich Alexis, Sohn freier Bürger, in ein Sklavenmädchen verlieben? Welche gemeinsame Zukunft können sie haben?" (Umschlagtext)

Trommer, Gerd: Triumph der Besiegten. Kulturgeschichtlicher Roman um Domitian. Leipzig: Prisma-Verlag (1983), 3. Aufl. 1990.


"Die Geschichte der Herrschaft Domitians ist auch die Geschichte einer grausamen Diktatur, die der Kaiser mit Hilfe seines allgewaltigen Polizeiministers Palfurius Sura errichtet. Ein perfekt organisiertes Spitzelsystem überzieht das Land, willkürliche Todesurteile für alle, die dem 'Herrn und Gott' gefährlich werden könnten, sind an der Tagesordnung. Pläne zum Schutz des Diktator scheitern, wenig Hoffnung bleibt für die Erniedrigten. Denn die Menschen erscheinen Domitian, der nun seine Vorstellungen vom Goldenen Zeitalter verwirklichen will, nicht reif für seine Ideen, sie müssen zu ihrem Glück gewzwungen werden. Und doch ist es die moralische Kraft der Besiegten, die sie letztlich über den Tyrannen triumphieren läßt, wenn auch der Preis sehr hoch ist ... In seinem Roman entwirft Gerd Thrommer ein von solider Geschichtskenntnis getrages Bild der römischen Kaiserzeit am Ende des 1. Jahrhunderts." (Umschlagtext) - 367 S., m. 16 Abb., 1 Karte, Zeittafel, Ln. - Westbuch Essen, Katalog 153/1991, Nr. 41066, DM 12,80.

Trommer, Gerd: Wahn der Macht. Kulturgeschichtlicher Roman um Trajan. Leipzig: Prisma-Verlag (1987), 3. Aufl. 1990.


"Rom am Ende des 1. Jahrhunderts unserer Zeit, die Schreckensherrschaft des Kaisers Domitian ist vorbei. Unter Nerva scheint ein neues Zeitalter angebrochen zu sein. Doch Nerva ist alt. In den intrigenreichen Auseinandersetzungen um seine Nachfolge fällt Trajan die Kaiserwürde zu. Vom Wahn der Macht besessen sieht er sich als einen zweiten Alexander und führt Eroberungskriege gegen die Daker und Parther, um die Grenzen des Reiches über die Donau und bis zum Euphrat auszudehnen. Wer vom Erfolg so erhoben wird, verliert leicht das Maß für das Mögliche und versteigt sich in blinde Selbstüberschätzung. So auch Trajan, der mit seinen imperialen Plänen das eigene Verderben sät. Er scheitert ebenso wie sein Vorbild Alexander und bestätigt, daß alle auf Hybris, militärische Macht und Gewalt gegründeten Weltreiche mit Notwendigkeit nur einen Weg beschreiten können, den in den Untergang.- Die Darstellung schließt zeitlich an den vorangegangenen Roman 'Triumph der Besiegten' an, setzt aber dessen Kenntnis nicht voraus. Gestützt auf überlieferte Quellen ist es dem Autor gelungen, die historischen Gestalten mit psychologischem Gespür zum Leben zu erwecken. Erfundene Akteure, deren Schicksale wir begleiten, sind ihnen beigesellt. In einer spannenden Handlung läßt der Verfasser den Leser an den Widersprüchen und Kämpfen der damaligen Zeit Anteil nehmen." (Umschlagtext) - 380 S. m. 25 Abb., Zeittafel, Erläut., Ln. - Westbuch Essen, Katalog 153/1991, Nr. 41067, DM 12,80.

Ugolini, Luigi: Julius Caesar. Der Herr der Legionen. Graz, Wien, Köln 1976. [E.Ott, Bibliogr.]

Uthmann, Jörg von: Pontius Pilatus. Briefwechsel. Übersetzt, annotiert und eingeleitet von J.U. Hamburg: Hoffmann und Campe 1991. (Besprechung in der FAZ vom 7.9.1991.).

Vandenberg, Philipp: Der Gladiator. Roman. München: Heyne (TB 6120) 1982.


"Der Gladiator - der beispiellose Aufstieg des Kesselflickers Gaius Vitellius zum gefeierten Idol seiner Zeit. Der Gladiator - ein Drama am Rande der Weltgeschichte. Ein Roman um die kindlich zarte Liebe zweier junger Menschen und die geheimen Lüste perverser Kurtisanen. Eine Geschichte ohne Tabus, die mutig aber wahrheitsgemäß beschreibt, was in historischen Romanen bisher nur angedeutet wurde. Der Gladiator - ein Blick hinter die Kulissen des grausamen Showgeschäfts der Antike, die Welt der hochgezüchteten, hochbezahlten Männer und der sündhaft teuren käuflichen Frauen, der steinreichen Bankiers und Senatoren und ihrer vereinsamten, liebeshungrigen Frauen. Der Gladiator - das aufwühlende Sittengemälde des ersten nachchristlichen Jahrhunderts. Vor dem Hintergrund der turbulenten Kaiserzeit, der ersten Judenvertreibung, des Brandes von Rom, der Zerstörung Jerusalems, der Christenverfolgung, der "letzten Tage von Pompeji" und der ersten Tage des Kolosseums. Der Gladiator - ein neuer Vandenberg. Der erste Roman des Weltklasse-Autors. Packend - aufwühlend - leidenschaftlich - sensationell!" (Umschlagtext)

Vandenberg, Philipp: Klatscht Beifall, wenn das Stück gut war. Die geheimen Tagebücher des Göttlichen Augustus. München: Bertelsmann 1988.


"Nach intensivem Studium der literarischen Zeitgenossen und der eigenen Schriften des Kaisers Augustus fand Vandenberg eine Sprache, die dem kunstliebenden, graecophilen Herrscher angemessen ist. Verdeckt man die Namen und vergißt man die Zeit, so gewinnt dieses Buch eine ungeahnte Aktualität: Macht und Politik scheinen sich nicht verändert zu haben seit zweitausend Jahren. - Philipp Vandenberg, geb. 1941, schrieb bisher 15 Bücher über Themen der Antike. Sie wurden in 25 Sprachen übersetzt und ereichten eine Weltauflage von zehn Millionen. - Bei C. Bertelsmann erschienen u.a.: 'Der vergessene Pharao', 'Das versunkene Hellas', 'Nero' und zuletzt 'Cäsar und Kleopatra'." (aus dem Umschlagtext)

Vandenberg, Philipp: Der Pompejaner. Historischer Roman. Bergisch Gladbach: Gustav Lübbe Verlag 1986.


"Erstes Jahrhundert nach Christus. Der ehemalige Sklave Lucius Cäcilius Aphrodisius aus der campanischen Stadt Pompeji wird Zeuge einer geheimnisvollen Mordserie. Bei seinen Nachforschungen stößt er auf eine uralte Prophezeiung: Im achten Monat des Jahres 832 nach der Gründung Roms wird Pompeji, die samtweiche Quitte im Garten der Venus, untergehen..." (Umschlagtext)

Vidal, Gore: Ich, Cyrus, Enkel des Zarathustra. Roman. Aus dem Amerikanischen von Günter Panske. Hamburg: Goldmann Verlag 1993


"Es ist das 5. Jahrhundert vor Christus, die Zeit der mächtigen Perserkönige Darius und seines Sohnes Xerxes. Cyrus Spitama, halb Grieche, halb Perser und einst ergebener Diener des Darius, diktiert in Athen, nun alt geworden und erblindet, seinem Neffen Demokrit seine Memoiren. Er, der Weltmann, kann auf den persischen Hof zur Zeit seiner höchsten Machtvollkommenheit zurückblicken, auf seine Reisen als Botschafter nach Indien und nach China, wo er Konfuzius begegnet, der ihm Auskunft über den Vorgang der Schöpfung gibt. Cyrus saß Buddha zu Füßen und ließ Sokrates für sich arbeiten. Er schildert die Intrigen am persischen Hof, die Macht des Harems und die Klugheit der Königin Atossa und anderer einflußreicher Frauen. Alle wichtigen Persönlichkeiten des Jahrhunderts haben seinen Weg gekreuzt. Gore Vidal läßt jene Zeit in ihrer ganzen Größe wiederauferstehen: ihre barbarische Grausamkeit, ihre Machtbesessenheit und die Weisheit ihrer großen Philosophen und Religionsstifter." (Umschlagtext)

Viga, Diego: Ankläger des Sokrates. Roman aus dem alten Athen. Leipzig: Mitteldeutscher Verlag Halle 1987


"Meletos, ein junger Tragödiendichter, wartet auf seine Hinrichtung. Er war es, der einst die Anklage gegen Sokrates, die "Leuchte Athens", vertrat. Nun sieht er sich durch veränderte politische Verhältnisse in der gleichen Lage. In der Stunde des Todes sucht Meletos sein damaliges Handeln zu rechtfertigen, vor sich selbst und vor seinem letzten Besuchern. War es der Neid des Erfolglosen, der ihn trieb, den einstigen Lehrer als Freund der Aristokraten anzuklagen, den es im Interesse der Demokratie zu vernichten galt? Und: Darf man überhaupt einen Menschen für die Folgen seiner Lehren mit dem Leben büßen lassen? Doch der tote Sokrates läßt Meletos nicht los. Gerade in dieser extremen Situation ist der junge Dichter gezwungen, der ebenso faszinierenden wie widersprüchlichen Persönlichkeit des Philosophen nachzuspüren, um sich selbst gerecht zu werden. So ist dieses Buch nicht nur eine auf intensive Kenntnis antiker Quellen gestützte Schilderung des Lebens in Griechenland zur Zeit seiner höchsten Blüte, sondern auch ein Roman um den Philosophen Sokrates." (Umschlagtext)

Völckers, Otto: Der Schmied der Götter. Leben und Liebe des Hephaistos (1939). Frankfurt a. M.: Societäts Verlag, 3. Aufl. 1962.


"Sind die Götter der Griechen tot? Otto Völckers sagt nein und bleibt uns den Beweis dafür nicht schuldig. Er entführt uns geradewegs auf den Olymp und breitet die Welt der griechischen Götter und Helden wie einen bunten Bilderbogen vor uns aus. Sie ist uns allen längst bekannt, aber welch neuen Glanz bekommt sie unter seinen Händen. Er pustet den Staub vieler Jahrhunderte von greisen, verknöcherten Gestalten, die in Schulbüchern ein klägliches Dasein fristen, und bringt sie uns nahe mit all ihren Vorzügen und Schwächen. Angelpunkt der liebenswerten Erzählung ist Hephaistos, Gott des Feuers und der Schmiede, Sohn der Hera, Schüler des Prometheus. Ein häßlicher, untersetzter Naturbursche und Sonderling mit wildem rotem Haarbusch und wunderschönen veilchenblauen Augen, so steht er vor uns. Er hinkt, seit Zeus ihn im Jähzorn auf die Insel Lemnos hinabschleuderte. Während die anderen Götter sich dem Müßiggang hingeben oder Liebesabenteuern nachjagen, schmiedet er im ledernen Schurzfell Waffen und sinnreiche Geschenke - für Zeus die Donnerkeile, für Poseidon den Dreizack, den Bogen Apollos, eine Rüstung für Achill. Seine Werkstatt liegt auf dem Grunde des Aetna, Kyklopen sind seine Gesellen. Wir erleben mit ihm den Kampf gegen die aufrührerischen Giganten, den Streit der drei schönsten Göttinnen um den goldenen Apfel, den Trojanischen Krieg. Herakles ist sein Zechkumpan, und Hermes trägt ihm den neuesten Klatsch aus dem Olymp zu. Sein Herz gehört Athene, die er einst aus dem Haupte ihre Vaters Zeus meißelte. Aber wie so viele Sterbliche und Unsterbliche erliegt auch er den Reizen der flatterhaften Aphrodite, die für die Ehe nun einmal nicht geschaffen ist. - Satyrn und Nymphen, Kentauren und Tritonen tummeln sich in Hainen und Gewässern, und in weitem Umkreis um den Olymp erstehen unter dem Schutze der Götter die Siedlungen der Menschen. - Mit Ironie und Humor, mit hellen und dunklen Tönen malt Otto Völckers das Bild einer entschwundenen heiteren, unbeschwerten Welt. Unter seiner Feder wird sie Gegenwart und Erlebnis." (Umschlagtext)

Völker, Werner: Ein gewisser Arminius. Versuch einer Rekonstruktion. Die Schlacht im Teutoburger Wald und die römische Antwort. Modautal-Neunkirchen 1982. [E.Ott, Bibliogr.]

Vos-Dahmen von Buchholz, Tonny: Die Sklavin mit den roten Haaren. Aus dem Niederländischen von W. Niemeyer. C. Bertelsmann 1990.


"... hilft dem jungen Aengris, herauszufinden, ob die Römer Irland angreifen werden." Ab 12 J. (DBdJ 1990/91, S.31.)

Walkow, Erich: Pontius Pilatus. Historischer Roman aus der Zeit Christi. Berlin-Schöneberg: Peter J. Oestergaard 1930.


"Das vorliegenden Werk gilt der Gestalt Pontius Pilatus. Die steigende Tragik in diesem Leben wirksam wiederzugeben, ist alles in diesem Roman auf dieses eine Thema eingestellt und daher Land und Leute, Sitten und Gebräuche nur soweit mitherangezogen, wie es zum Verständnis der inneren Handlung unbedingt erforderlich war..." (Einleitung des Verfassers)

Wallace, Lewis: Ben Hur. Roman aus der Zeit Christi (1880). Mün-chen: Droemersche Verlangsanstalt, o.J. (1954). Dortmund 1978. Würzburg 1983. [E.Ott, Bibliogr.]

Waltari, Mika: Minutus der Römer. Des römischen Senators Minutus Lausus Manilianus Memoiren aus den Jahren 46 bis 70 n.Chr. Deutsche Übersetzung von Joachim A. Frank. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe (TB 10 0118) 1975.


"In diesem großartigen Roman schildert Mika Waltari das abenteuerliche Leben des Minutus Manilianus Lausus in der Zeit von 46 bis 70 n. Chr. Minutus wird in Kleinasien geboren. Er dient als junger Legionär in Britannien. Über Griechenland führt sein Weg nach Rom. In der Hauptstadt des Weltreiches steht ihm eine glänzende Karriere bevor, die im Amt des Konsuls gipfelt. Als er sich am Ziel seiner Pläne glaubt, nimmt sein Lebensweg jedoch eine unerwartete dramatische Wende... Den Hintergrund dieses bewegenden Einzelschicksals bildet das Römische Reich in einer entscheidenden Epoche seiner Geschichte. So wird "Minutus der Römer" den Leser genauso fesseln wie der Roman "Sinuhe der Ägypter", mit dem der Autor weltberühmt wurde." (Umschlagtext)

Warner, Rex: Die tugendhafte Republik. Caesars Jugenderinnerungen. Aus dem Englischen von Gerd van Bebber und Ernst Sander. (Hamburg: Hoffmann und Campe 1959.) Berlin, Darmstadt, Wien: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1963.

Wassermann, Jakob: Alexander in Babylon. Historischer Roman. Berlin: Verlag der Nation 1986


"Alexander von Makedonien erfüllte alle Voraussetzungen, um in den Augen seiner Zeitgenossen und der nachfolgenden Geschlechter zum Mythos zu werden: ein fähiger Kopf und eine schöne Gestalt, die Gunst der Stunde und das Erfordernis der Zeit. Siegreich eilt er mit seinen Heerscharen durch Persien und Baktrien nach Osten, bis an den Indus. Kein Feldherr vor ihm hat solche Fernen durchmessen. Aber plötzlich ist alles zu Ende. Als die Krankheit ihn befällt, bietet der endlos Siegreiche ihr keinen Trotz. Sein Reicht ist nicht von Bestand, es zerfällt in den Kämpfen seiner Nachfolger. Jakob Wassermann erzählt diese Geschehnisse in einer stark bildhaften, gleichnisreichen, bis zum Visionären anschaulichen Prosa an der Schwelle unseres Jahrhunderts. Im plötzlichen Verfall eines scheinbar ewig jugendlichen Repräsentanten sieht er, der gebildete Bürger des ausgehenden 19. Jahrhunderts, der Jude, der Grübler, der Einzelgänger, eine Verwandschaft zu den Zeichen seiner Zeit. Moralische Wertungen sind kaum erforderlich. An der Geschichte kann sich das Urteil über die Gegenwart bilden, ohne Gefahr, in einen Schematismus von Gut und Böse zu verfallen." (Umschlagtext)

Weiss, Walter: Masada. Kampf bis zum Untergang. Roman. Wien: edition va bene 1991.


"Masada, die traditionsreiche Felsenfestung an der Westseite des Toten Meeres inmitten der Wüste Judäa, bildet den Mittelpunkt dieses spannenden und interessanten Romanes. König Herodes hatte Masada auf diesem riesigen Felsen als Stützpunkt und Zufluchtsstätte der Juden gegen Rom erbaut. Als im Jahre 70 n.Chr. Jerusalem endgültig von den Römern erobert wurde, flüchteten eintausend strenggläubige Zeloten - Männer, Frauen und Kinder - nach Masada und verschanzten sich dort. Drei Jahre belagerten die römischen Legionen unter Flavius Silva die gewaltige Festung. Der Roman schildert in mitreißender Form die letzten Stunden auf der Festung und in den Heerlagern der Römer. Eleazar, der fanatische Anführer der Zeloten, erkennt die Ausweglosigkeit, und fordert in einer beinahe hypnotischen Rede von seinen Gefolgsleuten den Freitod: "Laßt unsere Frauen ungeschändet, unsere Kinder ohne die Erfahrung der Sklaverei sterben. Danach laßt uns gegenseitig ohne Murren einen Liebesdienst erweisen, der unsere Freiheit als ruhmvolles Leichentuch bewahrt. Aber zunächst laßt unseren Besitz und die ganze Festung in Flammen aufgehen. Es wird, wie ich weiß, ein harter Schlag für die Römer sein, unser Leben außerhalb ihrer Reichweite und nichts mehr für sie zum Plündern zu finden. Nur eines laßt uns aussparen - unser Lager an Nahrungsmitteln - was wird, wenn wir tot sind, Zeugnis davon ablegen, daß wir nicht umkamen, weil wir Mangel litten, sondern weil wir von Anfang an entschlossen waren, lieber den Tod als die Sklaverei zu wählen." Als die römischen Soldaten Masada stürmen, bietet sich ihnen ein grauenvolles Bild. Die Zeloten hatten ihr Vorhaben wahrgemacht. Für Juden bedeutet Masada heute noch ihr Vorbild für Zähigkeit, Ausdauer und bedingungslose Verteidigung ihres Landes." (innerer Umschlagtext)

Wellman, Paul J.: Das Weib. Roman. Aus dem Amerikanischen von Hagen Thürnau. München: Heyne (TB 5151) 1975.


"Der Lebensroman Theodoras, die als kleine Artistin in einem Hippodrom begann, um dann als erbarmungslose, tyrannische und prunksüchtige Kaiserin zu triumphieren, grenzt ans Märchenhafte. ... Nach einer beispiellosen, gefahrvollen Odyssee in der Cyrenaica und durch die Wüste nach Alexandria und Antiochia kehrte sie heimlich in die Hauptstadt zurück und begann nun ihren an Abenteuern und Ereignissen reichen Aufstieg zur Höhe der Macht - als Gemahlin des Kaisers Justinian." (Umschlagtext)

Wenger, Wolfgang: Die Manhatten Maschine. Roman. Salzburg: Residenz-Verlag und Wien 1992.

Whittington, Harry: Der Untergang des römischen Reiches. Roman. Aus dem Amerikanischen übertragen von Friedrich Bergner. München: Heyne Verlag 1964.


"Im zweiten Jahrhundert nach Christus erstreckte sich das Römische Reich von Britannien bis Arabien und von Spanien bis zur Türkei. Es schien für die Ewigkeit geschaffen, als sein großer Führer Marcus Aurelius starb und durch Commodus ersetzt wurde, einen Mann, der von zügelloser Machtgier besessen war. Nach zwölfjähriger Tyrannei und skrupelloser Politik zerstörte er die letzten Tugenden eines großen Reiches, das dem Untergang zusteuerte." (Umschlagtext)

Wickert, Erwin: Der verlassene Tempel. Roman. Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt, 1986.


"Was ist die Zeit? Hat sie einen Anfang? Was war vor ihr? Was sind wir in ihr? Der Heidelberger Mathematik-Professor Carow sucht eine Antwort auf diese Fragen. Er findet eine Formel für die Umkehrbarkeit der Zeit und versetzt sich damit in die römische Kaiserzeit nach Elea (Velia) in Süditalien, wo einst der Philosoph Parmenides lebte und nun seine Lehre weiterentwickelt wird. Dort aber hält man Carow für einen entlaufenen Sklaven und wirft ihn in den Kerker. Doch macht er dann in kurzer Zeit eine unerhörte Karriere, wirkt Wunder, mischt sich unter die Philosophen, geht eine Liaison ein, befreundet sich mit dem Lokalgott und mit dem Kaiser.
 Die Handlung schreitet schnell voran - mit so überraschenden Ereignissen, daß der Leser in ständiger Spannung bleibt, auch bei Disputen über die Zeit und das Sein, die - wie überhaupt das ganze Buch - ein hintergründiger Humor durchzieht. Der Roman enthält eine Fülle einprägsamer Personen: Neben Carow die verheiratete Serena, die später seine Geliebte; Jule, Carows Assistenten, dessen Wunder fast immer danebengehen; den Hirtengott Inuus, den Philosophen Africanus, der Züge des Augustus trägt; den durchtriebenen Soldatenkaiser Carus sowie seinen Protokollchef Malchas - und endlich Redlich, den Chefredakteur, und Meyer-Proske, den Starjournalisten einer Illustrierten, die die Geschichte, die Jule ihnen erzählt, ausschlachten wollen, aber nicht wissen, ob sie stimmt oder erfunden ist." (Umschlagtext)
 "Ein großer Wurf: Ein Roman, den man mit Vergnügen liest, der die Zeit auf den Koph stellt, das antike Rom und die Gegenwart ineinander spiegelt, tiefe Fragen des Seins mit hintergründigem Humor behandelt und den Leser mit den überraschenden Erlebnissen von Göttern, Kaisern, Philosophen, modernen Mathematikern und einem Illustriertenreporter bis zur letzten Seite im Bann hält." (Umschlagtext)

Wilhelm, Wolfgang Dr.: Kyros, der Weltherrscher. Nach Xenophon und Herodot frei für die Jugend bearbeitet. Wien: Akademischer Verlag o.J.

Wilson, Barbara Ker: Als der Vesuv die Städte verschlang. Gütersloh 1969. [E.Ott, Bibliogr.]

Winterfeld, Henry: Caius, der Lausbub aus dem alten Rom. Alle Abenteuer in einem Band. Illustr. Charlotte Kleinert, Fritz Biermann, Hansjörg Langenfaß. München: Blanvalet 1979, 1986, 1988.


(Enthält die Einzelbände "Caius ist ein Dummkopf", "Caius geht ein Licht auf", "Caius in der Klemme".- Altersstufe: 10-12 J.- "Winterfelds 'Caius'-Trilogie gehört zu den zeitlosen Schmökerklassikern für die Freunde leichter, witzig-spannend geschriebener Detektivgeschichten. Mitte der 50er Jahre entstanden, behaupten sie sich als beliebte Hintergrundlektüre zum Leben und Treiben der Kinder und Jugendlichen im alten Rom, insbesondere des schulischen und außerschulischen Lebens der jungen Römer. Im Mittelpunkt der drei abenteuerlichen Erzählungen stehen die Xanthosschüler Caius und Rufus und deren Freunde mit Claudia, der Freundin. Da geht es um einen unbekannten Täter, der aus der Schule eine Schreibtafel entwendet, um Verdächtigung und Einkerkerung des unschuldigen Rufus und endlich um die Entlarvung des Verbrechers (1. Buch). Da geht es (2. Buch) um einen Mordanschlag auf Caius' Vater, der alles daransetzt, diesen zu vereiteln, dabei aber in arge Schwierigkeiten gerät, aus denen er mit Hilfe seiner Freunde, des Sklaven Udo und des Lehrers Xanthippus, aber auch eines zähen Löwen, befreit wird. Schließlich geht es im 3. Buch um den Einsatz der Freunde, den 'in der Klemme' sitzenden Caius zu befreien, auch von dem Verdacht, den Emperor ermordet zu haben. Hinzukommen 'Retter' wie der berümte Wagenlenker Ben Gor und immer wieder der weise, gestrenge Lehrer Xanthippus. - Ein Wörterverzeichnis mit Erläuterungen erleichtert das Verständnis." (Hans Gärtner in: Das Kinderbuch, hrsg. v.m Arbeitskreis für Jugendliteratur, 1990, S.113.)

Winterfeld, Henry: Caius ist ein Dummkopf. Eine lustige und spannende Detektivgeschichte für Kinder. Illustr. Charlotte Kleinert. München: dtv junior 7442. 1976.


"Bei den letzten Ausgrabungen in Pompeji wurde eine Tempelmauer freigelegt, auf der, von Kinderhand hingeschmiert, stand: CAIUS ASINUS EST. Der Gedanke, daß schon im alten Rom die Kinder auf diese Weise ihrem Herzen Luft machten, inspirierte den Autor zu diesem Buch.
Schon im alten Rom haben Schüler Streiche ausgeheckt. Ob Caius wirklich ein Dummkopf ist? Er und seine sechs Freunde werden unverhofft in eine geheimnisvolle Geschichte verwickelt, die sich auf vielen Schauplätzen des alten Rom abspielt. Schaffen es die Jungen, der Lösung auf die Spur zu kommen?"

Winterfeld, Henry: Caius geht ein Licht auf. Ein neues Abenteuer der römischen Schuljungen aus "Gaius ist ein Dummkopf. Illustr. Fritz Biermann. München: Blanvalet o. J.

Winterfeld, Henry: Caius in der Klemme. Illustr. Hansjörg Langenfass. München: Blanvalet o. J.

Wosniak, Reinhard: Stilicho. Berlin: Buchverlag Der Morgen 1989.

Yourcenar, Marguerite: Ich zähmte die Wölfin. Die Erinnerungen des Kaisers Hadrian. Aus dem Französischen von Fritz Jaffè. Berlin, Darmstadt, Wien: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1959.

Zierer, Otto: Cicero, Republikaner ohne Republik. München, Berlin: Herbig 1977.


"Otto Zierer ist heute einer der erfolgreichsten international bekannten Schilderer der Geschichte. Seine Bücher gehören längst zu den Standardwerken moderner Geschichtsschreibung. Als spräche der große römische Staatsmann und Meister des klassischen Latein über Jahrhunderte hinweg zu uns, so unmittelbarlebendig, anschaulich und spannend hat er diese erdachte Selbstbiographie geschrieben. Eine weltgeschichtlich bedeutsame Epoche wird mit den Augen eines Zeitgenossen gesehen, der sie entscheidend mitgeprägt hat. Und die Parallelen zu unserer Gegenwart sind so verblüffend, daß man sich fragen könnte, ob es wirklich das alte Rom ist, von dem hier berichtet wird, ob tatsächlich die großen Männer des Altertums, die die Welt bewegten, hier agieren und nicht Politiker unserer Tage. Marcus Tullius Cicero wurde als 'Vater des Vaterlandes' gefeiert und dann doch in die Verbannung geschickt. Als Gegner Cäsars errang er dessen Gunst, doch später wurde er von den Cäsarianern ermordet. Die Verschwörung des Catilina und die Diktatur des Marcus Antonius griff er in gewaltigen geistvollen Reden an, die ihm den Ruhm einbrachten, der bedeutendste römische Redner zu sein. Cicero wird hier als Mensch mit all seinen Vorzügen und Fehlern gedeutet, als ein Mensch, der versuchte, zwischen der Wirklichkeit und den Idealen einer geistigen Welt einen festen Standpunkt zu finden. Inmitten von Terror, Krieg, Korruption, Versuchung der Macht, Auflösung des alten Glaubens und dem Zynismus der Erfolgreichen hat er unverbrüchlich an der Menschenliebe festgehalten und selbst nach vollkommener Menschlichkeit gestrebt. - Über den Autor: Otto Zierer, Jahrgang 1909, in Oberbayern aufgewachsen, schlug zunächst die Pädagogen-Laufbahn ein, wurde dann allerdings 1939 zur Luftwaffe eingezogen. Seine Erlebnisse als Fallschirmspringer faßte er in dem Buch 'Rot schien die Sonne' zusammen, das beim Verlag Herbig erschienen ist. Mit einer Reihe von Geschichtswerken - seine 'Weltgeschichte' steht in allen großen Bibliotheken der Welt - hat Zierer sich einen Namen gemacht. Die Gesamtauflage seiner Bücher liegt bei 16,4 Mio Exemplaren." (Umschlagtext.)

Zimmer Bradley, Marion: Die Feuer von Troja. Roman. Aus dem Amerikanischen von Manfred Ohl und Hans Sartorius. Frankfurt a. M.: Fischer (TB 10287) 1990.

Zitelmann, Arnulf: Zwölf Steine für Judäa. (Weinheim und Basel 1979.) Gulliver 41.


"Jedidas Erlebnisse während des römisch-jüdischen Krieges [70-74]." Ab 12 J. (DBdJ 1990/91, S.44.- Ott.)

Zitelmann, Arnulf: Hypatia. Roman. Weinheim und Basel: Beltz 1988.


"Die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau, die um das Jahr 400 n. Chr. in Alexandria lebte und der Auseinandersetzung des Christentums mit der Antike zum Opfer fiel." (DBdJ 1990/91, S.34.)

Zwierlein-Diehl, Erika: Helena und Xenophon. Ein archäologisches Kinderbuch. Mainz am Rhein: Verlag Philipp von Zabern 1973.